Der Autor beschreibt in diesem Buch auf geniale Weise das einfache Leben in einer Bergarbeitersiedlung. Er erzählt von saufenden Vätern, prügelnden Müttern, und über den Wunsch der Leute, mehr zu besitzen als die Nachbarn oder zumindestens den Eindruck von Besitz zu erwecken. Dabei spielt die Kirche und der Glaube der Menschen eine nicht unwesentliche Rolle, man nimmt viele Schicksalsschläge als gottgewollt hin und versucht gar nicht erst, sich dagegen aufzulehnen. Die Personen im Buch sprechen die Sprache des Volkes, sehr authentisch und einprägsam.
Die raue Welt, die Janosch beschreibt, ist keine in der man selbst leben möchte. Alles in allem ein sehr beeindruckendes Werk, das einem sicher in (beklemmender) Erinnerung bleibt!