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Choke - Der Simulant [Blu-ray]
 
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Choke - Der Simulant [Blu-ray]

Sam Rockwell , Kelly MacDonald , Clark Gregg    Freigegeben ab 16 Jahren   Blu-ray
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Sam Rockwell, Kelly MacDonald, Brad Henke, Anjelica Huston
  • Regisseur(e): Clark Gregg
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Koch Media GmbH - DVD
  • Erscheinungstermin: 16. Oktober 2009
  • Produktionsjahr: 2008
  • Spieldauer: 88 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B002MWSYDE
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 56.942 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Movieman.de

CHOKE ist erst der zweite Film nach einer Vorlage von Chuck Palahniuk. Ebenso wie FIGHT CLUB ist der Film nicht einfach, die Vorlage vermutlich auch nicht. Und darum ist es umso bemerkenswerter, wie Autor und Regisseur Clark Gregg die Essenz destilliert hat und eine deftige Komödie erzählt, die jedoch immer wieder ihren dunklen Unterbau offenbart und ernste Themen anpackt, ohne dass es dröge oder kitschig werden würde. CHOKE entzieht sich letzten Endes einer genaueren Kategorisierung, braucht diese aber auch nicht. Er ist ein Independentfilm im besten Sinne des Wortes, ein Werk, das weit jenseits Hollywoods steht, aber sich gerade darum eine Unberechenbarkeit bewahrt hat, die vielen anderen Filmen einfach fehlt. Besonders erwähnt werden muss der oftmals unterschätzte Sam Rockwell, der hier eine grandiose Leistung abliefert. Fazit: Eines der filmischen Highlights 2009.

Moviemans Kommentar zur DVD: Das Bild ist nichts Besonderes, aber schlecht ist es auch nicht. Die Darstellung ist einfach nur sehr normal. Einen Ausschlag nach unten gibt es beim Rauschen, das zu deutlich auftritt, und bei der Schärfe, die bestenfalls durchschnittliche Werte erreicht (00:31:30). Die Farben sind jedoch gut, die Kompression okay und der Kontrast kann auch zumeist überzeugen. Der Ton steht dem in nichts nach. Der Dialogstarke Film ist gut verständlich. Umgebungsgeräusche gibt es nur wenige und die Dynamik ist gering, aber das, was für diesen Film zählt, funktioniert: gute Sprachverständlichkeit. Regisseur Clark Gregg und Darsteller Sam Rockwell sprechen einen zwar eher langweiligen, aber dafür zumindest informativen Audiokommentar. Weit interessanter ist jedoch das Gespräch zwischen Gregg und Palahniuk, der offenbar vom Prozess der Adaption fasziniert ist. Die entfallenen Szenen sind verzichtbar und das Gag Reel auch nur Standard. Die Featurettes sind ein bisschen zu kurz geraten. --movieman.de

Produktbeschreibungen

Victor Mancini, Mitglied der anonymen Sexsüchtigen, schlägt sich als kostümierter Kleinschauspieler in einem Museumsdorf durchs Leben. Nebenbei täuscht er in Nobelrestaurants Erstickungsanfälle vor und zieht seinen edlen, dankbaren Lebensrettern damit das Geld aus der Tasche: Schließlich durften sie dank seiner Hilfe einmal im Leben ein

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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Kunde
Format:DVD
Der zweifelsohne sympathische Victor Mancini ist eine skurrile Figur: Er ist sexsüchtig und möchte am liebsten mit jeder Frau, die ihm nach seinem "Nacktscanner-Blick" attraktiv erscheint, in die Kiste steigen. Das Alter ist egal, Hauptsache ausreichend attraktiv und ein bequemes Bett ist auch nicht unbedingt nötig: Badewannen, Flugzeugtoiletten, Kirchen - rammeln lässt es sich schließlich überall. Nur mit der sich aufopferungsvoll um seine demente Mutter, großartig gespielt von Anjelica Huston, kümmernden Ärztin Paige Marshall klappt es nicht wirklich. Zeigt die Gruppentherapie etwa erste Wirkungen oder steckt da doch etwas anderes dahinter?

Die Verfilmung von Chuck Palahniuks Roman scheint den Bogen ein ums andere Mal zu überspannen: Sex in einer Kirche dürfte nicht jedermanns moralischer Vorstellung entsprechen und auch das dargestellte Frauenbild lässt sich aus einer feministischen Perspektive sicherlich kritisieren. Dennoch bietet 'Choke' einige Perlen des schlechten Geschmacks. Wenn Victor sich mit einer Dame nicht einigen kann, wie die von ihr gewünschte Vergewaltigung inszeniert werden soll, ist dies brüllend komisch. Sein onaniersüchtiger Kumpel Denny macht selbst vor einem Foto von Victors Mutter nicht halt und Anjelica Huston als durchgeknallte Drogen-Mutti ist schlicht grandios.

Durch eben diese Mutter völlig verzogen, eiert Victor durch ein Leben aus Sex, dummem Geschwätz mit seinem Kumpel, Besuchen bei seiner geistesabwesenden Mutter und seinem Job in einem nachgebauten Kolonialistendorf des 18. Jahrhunderts. Während sein Kumpel Denny den Absprung in ein normales Leben zu schaffen scheint, scheitert der von Sam Rockwell kongenial dargestellte Victor daran mit beeindruckender Konstanz. Obwohl dies alles sehr amüsant und originell klingt, bleibt dennoch unklar, was der Film unabhängig von der literarischen Vorlage eigentlich darstellen will. Ihm fehlt der rote Faden, die klare Struktur, die progressive Handlung und die üblen Scherze fangen im Verlauf der Handlung an, nur noch aneinandergereiht zu wirken, ohne dass die Charaktere kontinuierlich bis zum Ende der anderthalb Stunden weiter ausdifferenziert werden. Dies ist das große Manko dieses Films, der hervorragend beginnt, einige große Lacher provoziert, aber im Ganzen zu unentschlossen, ziellos und zu wenig kontrovers bleibt, um eine ausgewachsene Satire zu sein.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Das ist der Standardsatz von Victor Mancini(Sam Rockwell). Er ist Darsteller historischer Figuren. Das hört sich ziemlich aufregend an, aber gegenüber Victors sonstigem Leben ist es eher kalter Kaffee. Denn das sieht so aus:

Victor ist sexsüchtig. Genau wie sein Kumpel Denny(Brad William Henke). Victor stellt sich jede Frau nackt vor, will mit jeder schlafen und praktiziert es tatsächlich mit den Meisten. Victors Mutter Ida(Anjelica Huston) ist Patientin in der psychatrischen St.Anthony Klinik. Sie scheint völlig dement, erkennt ihren Sohn Victor nicht und hält ihn ständig für irgend jemand anderen. Das ist schlecht für Victor, will er doch von Ida unbedingt wissen, wer sein Vater ist. Als die neue Ärztin Paige Marshall(Kelly Macdonald) sich um Ida, und natürlich auch um Victor kümmert, hofft Victor, dass es vielleicht doch noch mit einer eindeutigen Aussage seiner Mutter klappt. Bis dahin versucht Victor weiterhin Freunde zu gewinnen, in dem er in Restaurants Erstickungsanfälle vortäuscht und sich das Leben retten lässt.
So ist Victor hin und hergerissen zwischen Besuchen bei seiner Mutter, den Auftritten als amerikanischer Kolonist und dem festen Vorsatz endlich einmal bei den anonymen Sexsüchtigen tatsächlich an einer Sitzung teilzunehmen. Wie dieser hocherotische Mehrkampf ausgeht, kann wirklich niemand erahnen...

Clark Gregg hat sich an die Verfilmung einer Novelle von Chuck Palahniuk gemacht. Der Schriftsteller zeichnete seinerzeit auch für die literarische Vorlage von -Fight Club- verantwortlich. Palahniuk ist dabei alles andere als leichte Lesekost. Der Schriftsteller ist bekannt für seine provokanten Ansätze bei Gesellschaftsanalysen.

Gregg hat das insofern gut umgesetzt, dass -Choke- in großen Teilen auch ein akzeptabler Dialogfilm ist. Was mir persönlich nicht so gut gefallen hat, war ein etwas unstrukturierter Handlungsablauf im Storybook. Dafür sind Gregg die Rückblenden in Victors Kindheit brillant gelungen. Auch der Einsatz von Victors Stimme als Erzähler ist erfrischend kreativ.

Die Besetzung bei -Choke- ist hervorragend. Sam Rockwell ist der perfekte Victor. Gestohlen wird ihm die Show jedoch noch von Anjelica Huston. Wie sie die schräge, völlig durchgedrehte Ida spielt, das ist eine Klasse für sich.

Am Ende muss ich sie jedoch noch warnen. -Choke- wird mit absoluter Sicherheit auf geteilte Kritiker stoßen. Der Stoff ist brisant und manchmal in Handlung und Dialogen ziemlich drastisch. Bei einigen Zuschauern werden da die Grenzen des guten Geschmacks nicht nur überschritten, sondern sogar gesprengt werden. Das macht eine Bewertung nicht gerade einfach. Ich konnte mich nicht so recht zwischen drei und vier Sternen entscheiden. Aber Victors Sprüche, wie z.B.: "Manchmal muss man erst alles verlieren, ehe der Groschen fällt" und die kleinen Bonmots der Story, wie z.B. die Sache mit dem Luchs und dem Ohr haben mich am Ende für vier Sterne überzeugt.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Poodle! 11. Dezember 2009
Format:DVD
Es liegt in der Natur der Sache, dass Literaturverfilmungen niemals der Vorlage gerecht werden können. Es gibt gute Verfilmungen und schlechte Verfilmungen; immer jedoch wird der Versuch, den Roman mit der filmischen Umsetzung gleichzusetzen, zugunsten des Erstgenannten ausgehen. Das geschriebene Wort bietet nun mal eine unwahrscheinlich dichte Fülle an Ausdrucksmöglichkeiten, wohingegen das nichtsdestoweniger suggestive filmästhetische Moment mitunter blass wirkt. Wenn man diese Tatsache verstanden, diesen Punkt überwunden hat und trotzdem noch versucht, ehrlich und kritisch an den Film heranzugehen, wird man nicht enttäuscht werden. Immerhin handelt es sich hierbei weniger um eine Übersetzung, als um eine Übertragung...

Der Regisseur Clark Gregg hat es jedenfalls geschafft, anhand Chuck Palahniuks Vorlage und einem kleinen Reigen enorm talentierter Darsteller Charaktere zu entwerfen, die lebendig sind. Mal mehr, mal minder facettenreich; mal ferner, mal näher an Stereotypen. Aber immer authentisch, und vor allem: immer sympathisch. Auf der Suche nach der eigenen Vergangenheit, nach Identität. Mit dem Verlangen nach Normalität, nach Beständigkeit. Unterwegs dorthin gerät man in skurrile Situationen, trifft man auf labile Persönlichkeiten. Exzessiv ausgelebte Triebe kompensieren unerfüllte elementare Bedürfnisse wie die Liebe zu der Mutter, dem Vater, zu sich selbst.
Man findet ungeheuer ausdrucksstarke Bilder in diesem Film, der tief geht und dabei dennoch unerbittlich komisch ist. Das ist letztendlich das Raffinierte an Palahniuks Erzählung, die hier kongenial umgesetzt wurde: die Tragikomik in jeder Handlung, jeder Figur; die innere Spannung des Zuschauers, der nicht weiß ob er lachen oder weinen soll, in jedem Fall aber eines tut: mitfühlen.
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