Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Königin ist tod, es lebe die Königin!, 4. März 2005
Ich kann mich noch sehr genau an diesen Tag im Frühling 1998 erinnern - ich radelte an einer Ankündigung von Tori Amos neuem Werk vorbei und dachte mir: "Jetzt wird alles wieder gut!". Mir ging es zur damaligen Zeit nämlich ziemlich mies und ich suchte nach jedem Strohhalm. Und die Vorgängeralben, vor allem "Boys for Pele", hatte ich inniglich geliebt. Als ich dann aber "From the Choirgirl Hotel" in meinen CD-Spieler legte - das Cover hatte mich schon stutzig gemacht - bin ich richtig erschrocken: ein düsteres, dunkles Wesen betrat den Raum, Panik und Unruhe machten sich breit. Tori war nicht wiederzuerkennen. Ich musste die Platte so schnell wieder aus dem Player entfernen, dass ich nicht mal bis zu "Jackie's Strength" kam. Ich fürchtete mich so vor diesem Album, das meine eigene Verunsicherung in unglaublichen Maße verstärkte, dass ich es mehrere Jahre lang nicht anrührte ... Per Zufall stolperte ich nach einiger Zeit über das Video zu "Jackie's Strength", verliebte mich in das Lied und entdeckte zu meinem Erstaunen, dass es sich auf dieser mir so verhassten Platte befand, die zum Symbol für meine depressive Phase geworden war. Langsam tastete ich mich vor - und lernte dieses Werk von Tori auf einmal unglaublich schätzen. Als ich "Playboy Mommy" hörte, liefen mir fast die Tränen herunter und ich schauderte: denn auf einmal erkannte ich, wieso dieses Werk so düster war. Tori hatte ein ungeborenes Kind, wohl ein Mädchen verloren. Und diese Trauer prägt das ganze Album. Zum ersten Mal tritt bei Tori der Bösendorfer Flügel in den Hintergrund und technischere Klänge machen sich breit. Bei machen Songs kommen fast techno-artige Beats dazu, wie bei "Rasberry Swirl" - möglicherweise gefördert durch den Erfolg der Dancefloor-Verwurstung von "Professional widow" aus dem "Boys for Pele"-Album". Eigentlich wollte ich zuerst keine 5-Punkte geben, da manche Songs doch irgendwie unausgegoren klingen ... doch gibt es sicherlich sehr wenige Musik-Alben zu denen ich ein so persönliches Verhältnis entwickelt habe wir zu "From the Choirgirl Hotel" von Tori Amos. .... Gottlob hat sich Tori von ihrer düsteren Phase erholt - und ich auch.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kann man süchtig nach Musik sein?, 19. August 2001
Von Ein Kunde
Oh ja, das kann man. Wenn diese Musik den Namen Tori Amos trägt. Infiziert hat mich ihr erstes (richtiges) Album, „Little Earthquakes". Das ist endlich mal Musik, die man wirklich als solche bezeichnen kann, unabhängig vom Mainstream und mit ihrer ganz eigenen Note. An die darauffolgenden Werke musste ich mich erst einmal gewöhnen. „From The Choirgirl Hotel" (und auch davor „Under The Pink" und „Boys Für Pele") waren schwerer verständlich. Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis ich die Texte vollständig verstehe (was wahrscheinlich nie passieren wird). Trotzdem ist auch dieses Album einzigartig. „Nothern Lad" ist mein Lieblingssong von dieser CD, falls es überhaupt möglich ist, einen Lieblingssong zu haben. Das Besondere an Tori Amos ist, dass es, wenn man die Songs oft genug hört, kaum einen gibt, den man gar nicht mag. Und man kann sie zu jedem Zeitpunkt hören, ob es einem schlecht geht oder gut, helfen tun ihre Lieder immer.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Tori Amos auf neuen Pfaden, 4. Januar 2000
Von Ein Kunde
Nachdem Tori Amos 1996 mit "Boys For Pele" ein Album vorgelegt hatte, daá in Stil und Qualit„t an das sehr gelungene 1992 erschienene erste Album "Little Earthquakes" heranreichen konnte, durfte man im Jahr 1998 gespannt sein, was sie auf ihrem vierten Album "From The Choirgirl Hotel" anstellen würde. Und tatsächlich, die Spannung war gerechtfertigt, denn Tori Amos verblüffte ihre Fans durch einen recht radikalen Wechsel des musikalischen Stils; anstelle von ruhigen Songs, in denen die fulminante Stimme von Tori Amos in erster Linie von ihrem Klavier begleitet wurde, dominieren auf "From The Choirgirl Hotel" elektronische und atmosphärisch dichte Synthesizer-Klänge. Dies ist eine interessante Entwicklung in ihrer Musik, die auch an der ein oder anderen Stelle zu interessanten Resultaten führt, aber den Freunden ihrer ersten Alben ist der Wechsel wohl zu radikal, denn ein paar Songs der "alten Tori" wären schon erfreut angenommen worden. Aber die CD enttäuscht durchaus nicht, und mit dem fetzigen "She's Your Cocaine", dem interessanten "Black Dove (January)" und vor allem dem gefühlvollen "Spark" sind Songs vorhanden, die zu den besten von Tori Amos gehören. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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