Movieman.de
Nach "Ong Bak" hätte man mehr erwartet. Nicht unbedingt in Sachen Story, denn die war auch dort dünn, sondern eher in der Umsetzung. Action gibt es hier nach einer eher einschläfernden ersten halben Stunde zur Genüge. Newcomerin JeeJa Yanin ist ein junges Martial-Arts-Talent, aber hier hat sie eigentlich nur die Gelegenheit, wieder und wieder gegen ganze Horden von Gegnern zu kämpfen. Deutlich besser wäre es gewesen, ein paar Einzelfights zu zeigen, die dafür intensiver hätten sein können - eben wie bei "Ong Bak". Die Geschichte ist hauchdünn, lahmt im narrativen Konstrukt und noch dazu einigermaßen doof. Natürlich sieht man sich Filme wie "Chocolate" aber eh nicht wegen irgendwelchen Geschichten an. Es ist die Action, die zählt. Und die kann abseits der Tatsache, dass es praktisch nur "Massenkämpfe" sind, überzeugen. Das Highlight ist das Intermezzo mit dem epileptischen Kämpfer im Trainingsanzug. Etwas wie das hätte es hier verstärkt geben sollen, da der skurrile Fight viel zu kurz geraten ist, aber das nicht ausgeschöpfte Potenzial dieses Martial-Arts-Films mehr als nur andeutet.Unbedingt den Nachspann auch ansehen. Dort gibt es wie bei den Jackie-Chan-Filmen Pannen, die zeigen, wie realistisch die Fights wirklich waren. Kaum ein Schauspieler kam ohne Plessuren davon. Fazit: Routinierter Martial-Arts-Film.
Moviemans Kommentar zur DVD: Der Film spielt häufig mit Farbfiltern. So gibt es Sequenzen, die grünlich daherkommen, und Actionmomente, die in tomatiges Rot getaucht sind. Das lenkt aber eher vom Film ab, als dass es ihm hilft. Hinzu kommt, dass es immer wieder Farbblitzer bei besonders schnellen Bewegungen gibt (00:37:50). Bei Nahaufnahmen ist die Schärfe herausragend (Poren auf Gesicht bei 00:12:34), ansonsten eher "nur" gut. Rauschen ist vor allem in dunklen Sequenzen stärker zu erkennen. Die Dialoge sind gut verständlich und werden nie von Musik oder Effekten übertönt. Jedoch sind sie auch recht zentriert dargeboten. Die Effekte bei den Actionsequenzen kommen gut. Gibt es keine Action und wird auch nicht geschossen, ist der Film eher ruhig. Neben Trailer und TV-Spots wird hier eine eher uninteressante Bildergalerie und eine B-Roll geboten, die Einblicke in den Dreh der Actionsequenzen gibt. Weit interessanter ist jedoch das Making Of, in dem erklärt wird, wie die Macher überlegten, eine Heldin in einem Martial-Arts-Film zu haben, wie sie die richtige Schauspielerin gefunden haben, wie diese trainierte und wie der Film zustande kam. Das Making Of ist relativ kurz, aber auf den Punkt gebracht. --movieman.de
VideoMarkt
Zin liebt Masashi, doch weil die Liebe der Thai-Gangsterbraut zu dem Yakuza dem Crime Lord ein Dorn im Auge ist, muss Masashi zurück nach Tokio und Zin die autistische Tochter Zen allein groß ziehen. Nach so ungefähr vierzehn Jahren kann Zen noch immer nicht sprechen, hat dank viel Training und noch mehr Konsum unzähliger Kung-Fu-Filme aber ganz gut kämpfen gelernt. Das kommt ihr nun zupass, als Mutti eine teure Chemo braucht und diverse Unterweltler nicht mit dem Geld raus rücken, das sie ihr noch schulden.
Video.de
Wenn Autisten knorke in Kartenraten sein können, dann vielleicht auch in Karate und Kugelausweichen, folgert "Ong bak"-Regisseur Prachya Pinkaew und lässt zum Staunen und Schenkelklopfen des Fachpublikums eine vage retardierte Teeniebraut mit der Creme de la Creme von Thailands Rotlichtgangstern und Gammelfleischhauern eine Runde Fußball spielen, bis die Becken brechen. Die Story hängt zuweilen durch und die Bösen sind mit dem groben Pinsel gezeichnet, doch mit den lässlichen Schwächen wird die Zielgruppe durch diverse Kampfszenen versöhnt.
Blickpunkt: Film
Eine kampfsportlich hochbegabte Autistin prügelt eine Bresche durch Bangkoks Unterwelt in diesem kurzweiligen Klopper-Melodram aus der "Ong-bak"-Schmiede.
Kurzbeschreibung
Zin ist Mitglied der thailändischen Mafia. Ihr Boss und Freund hat eines Tages Probleme mit den Yakuza, die sich in seine Geschäfte einmischen. Masashi, der Anführer der Yakuza verliebt sich in Zin. Dem Paar ist allerdings keine glückliche Zukunft beschert, so dass Masashi schließlich zurück in seine Heimat geht und Zin die gemeinsame Tochter Zen zur Welt bringt. Zen ist Autistin und wächst versteckt vor der Außenwelt vor dem Fernseher auf, wo sie mit Klassikern wie Bruce Lee und anderen Kampfkunstfilmen ruhig gestellt wird. Den Rest ihrer Zeit verbringt sie am Fenster, von dem sie auf einen Trainingshof einer gegenüberliegenden Muay-Thai Schule sehen kann. Eines Tages erkrankt Zin an Krebs und benötigt dringend Geld für ihre Behandlung. Mooma, ein Freund der Familie findet eine Liste, in der einige Personen aus Zins alten Mafiatagen verzeichnet sind, die ihr noch Geld schulden. Zusammen mit der schlagkräftigen Zen sucht er diese auf um die Schulden einzutreiben...
Rezension
"Hat gute Chancen, zum Actionsbrett des Jahres zu Avancieren. Fettere, rohere Action dürfte schwer zu finden sein." (Splatting Image)
"Ong Bak und Born to Fight müssen sich warm anziehen ... mit so einem Film ist jeder Tag gerettet!" (Deadline) (Deadline;Splatting Image)
"Ong Bak und Born to Fight müssen sich warm anziehen ... mit so einem Film ist jeder Tag gerettet!" (Deadline)
Produktbeschreibungen
EAN 4049834001377 - CHOCOLATE ... SÜSS UND TÖDLICH - Versand von Technovideo Kreillerstr 18