Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wo denn holprig? - Meine Wertung: 1A, 19. Oktober 2001
Ich kann mich den bisher geäußerten Meinungen der Leser nicht anschließen, dass die Sprache holprig sei. Viele finden auch den französischen Film oft langatmig und langweilig. Und dieses Buch spielt nun einmal in Frankreich. Ich bin sonst kein Fan von ausschweifenden Naturbeschreibungen. Hier jedoch haben sie einen - meiner Meinung nach - unübersehbaren Zweck: auf die Spießbürgerlichkeit und völlige Überholtheit im Denken der Leute in dem kleinen Dorf hinzuweisen, die noch glauben, was man ihnen von der Kanzel herunterpredigt. Der Text ist voller Anspielungen darauf, wie sehr sich alles in Richtung Himmel neigt. All die kleinen Andeutungen von Heuchelei und Ignoranz haben mich sehr amüsiert. Was dieses Buch für mich lesenswert macht, obwohl ich den Film schon kannte, ist die Geschichte von Vianne. Je weiter man liest, desto deutlicher wird, dass diese Frau, die ihren Kunden nur Gutes bringt und so stark wirkt, selbst einige Ängste mit sich herumträgt. Ihre Psyche wird massiv von ihrer Vergangenheit bedroht. Wenn man sich also einmal von dem Film abwendet, der ja doch um einiges anders ist als das Buch, wird man auch das Ende nicht in Frage stellen. Jede Abweichung davon wäre vom Handlungsstrang her völlig unlogisch gewesen.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Besser als der Film, 9. Oktober 2003
Von Ein Kunde
Nachdem ich das Buch gelesen hatte, sah ich mir auch den Film an. Das Buch ist erheblich besser, weil logischer, als der Film. Es geht um eine unkonventionelle Frau, Moral und Unmoral, und im Zusammenhang damit um Glauben, Religion, Lebensfreude und Lebensfeindlichkeit. Die beiden Gegenspieler, der Priester und Vianne zeigen in teils lustiger, teils tragischer Weise, dass eine mitfühlende, hilfsbereite, lebenslustige Lebensweise mit einer angeblich tugendsamen und gläubigen, weil von kirchlichen Dogmen bestimmten Einstellung, nicht das geringste zu tun haben muss. Wo im Buch deutliche Kritik an der Kirche erscheint, wird diese im Film nicht erwähnt, da der Priester, der im Buch eine Hauptperson darstellt, im Film bedeutungslos ist. Dessen Rolle wird hier vom Bürgermeister übernommen, wodurch das Grundthema des Buches nicht mehr angesprochen wird. Das Geheimnis um Vianne wird im Buch angedeutet und sorgt für einen großen Überraschungs-effekt. Das Buch ist lesenswert, der Film dagegen nichts besonderes.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Frankreich wie es leibt und lebt...., 6. September 2007
Mögen auch manche Leser die Realität des Buches bezweifeln: ja, diese scheinbar bilderbuchartigen Dörfer gibt es noch in Zentral- und Südfrankreich mit den bigotten Frauen, den machthungrigen Kleinstadtbaronen, den Geschäftsboykotten, den idealistischen Geschäftsleuten... Ja, auch die alten, hübschen Häuser sind da, wie für den Film gebaut, die windigen Gassen, der romantische Fluß, die alten Läden, die mittelalterlich anmutenden Strukturen.
Das Buch selbst ist so wie der Film - voller Magie und Zauber! Es ist ein wirklich liebenswertes Buch, das mit malerischen Worten das kleine Dorf beschreibt, in dem Vianne mit ihrer Tochter einkehrt. Etwas Besonderes hat das Buch: nicht nur Vianne erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht in der Ich-Form, nein, der Pfarrer Frances Reynaud füllt auch das eine oder andere Kapitelchen aus seiner Sicht. Ein interessanter Wechseldialog mit Ansichten von zwei unterschiedlichen Erzählern. Aber erst am Ende erfährt man, wer diese Person ist. Mit diesem Wechsel wird das Buch noch interessanter, noch magischer, noch komischer! Die Tragik des Buches wird immer wieder erweicht, abgefangen und unser Mitgefühl mit der Ladenbesitzerin schlägt schließlich in Bewunderung um! Sicher, es gibt auch ein dezentes Happy-End!
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