Eines vorweg: Ja, die Karten sind auf jeden Fall ihr Geld wert. Das Layout, die Schriftarten für die Zeichen und die Übersetzung sind gut. Die Karten bieten auch eine Strichreihenfolge für die Zeichen (nur Kurzzeichen) an. (Warum man aber die Aussprache in kleinem Font auch vorne auf die Karten gedruckt hat, ist mir dennoch ein Rätsel. Man kann dies aber geschickt bei der Selbstkontrolle mit dem Daumen abdecken.)
Die deutschen Übersetzungen auf den Karten für das einzelne Zeichen aber auch für die Beispielphrasen oder Zeichenkombinationen kann sich sehen lassen (spitze). Das Heraustrennen der einzelnen Zeichen (mehr als 2000 ...) aus der Perforation ist aber dennoch sehr mühselig. Die Zeichen sind nach Pinyin-Betonung sortiert. Dies macht es schwer, die Zeichen nach Prioritäten zu kategorisieren, da es unmöglich ist, einen Stapel von mehr als 2000 Schriftzeichen (dazu kommen noch Beispielkombinationen von Zeichen) lerneffizient abzuarbeiten.
Für das effiziente Lernen mit diesen Karten empfehle ich viel Zeit mitzubringen und die Karten anfänglich entsprechend zu ordnen. Man sortiere erst einmal nach: bekannte Zeichen (hab ich schon mal gesehen), unbekannte (was ist denn das) und uninteressante zeichen (warum sollte ich die denn kennen--z.B. "Kehlkopf"). So kommt man erst einmal von dem Berg der 2000 herunter. Man beginne mit den bekannten Zeichen und konzentriert sich bei denen auf die Zeichenkombinationen. Dann fahre man fort mit den unbekannten Zeichen. Es ist empfehlenswert entsprechend nach einem Lernkartei-Modell anzufangen zu lernen (siehe Wikipedia). Ich empfehle vier bis fünf Ränge pro Zeichenset (bekannt, unbekannt, "uninteressant"), die dann je mit unterschiedlicher Frequenz wiederholt werden.