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Chinas Weg in die Moderne.
 
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Chinas Weg in die Moderne. [Taschenbuch]

Jonathan D. Spence
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 1024 Seiten
  • Verlag: Dtv (April 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423307951
  • ISBN-13: 978-3423307956
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15,5 x 5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 766.614 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Jonathan D. Spence
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Um die Bürden und die Chancen, die in Chinas Vergangenheit liegen, zu verstehen, gibt es keinen besseren Zugang als dieses hervorragende Buch." (New York Times Book Review)

Kurzbeschreibung

Nach Jahren der Isolation ist China auf der internationalen Bühne von Politik und Wirtschaft nun wieder unübersehbar präsent. Auf den westlichen Betrachter wirkt der riesige Staat gleichwohl noch immer rätselhaft und unberechenbar, und wer das heutige China mit all seinen Spannungen, Hoffnungen und Krisen besser verstehen will, muß wissen, wie präsent die Vergangenheit im Reich der Mitte ist.

Über vierhundert Jahre hinweg, vom Niedergang der Ming-Dynastie (1368-1644) und dem Beginn der Fremdherrschaft der Mandschu (1644-1911) bis zur gewaltsamen Niederschlagung der Demokratiebewegung von 1989 und den unaufhaltsamen Veränderungen im Lande vor allem nach dem Tod Deng Xiaopings 1995, spürt Spence den ganz eigenen Gesetzen und Mustern nach, die Chinas andauernde Suche nach sich selbst und seinem Platz in der Welt von heute so entscheidend prägen. Mit erzählerischer Brillanz und großer Gelehrsamkeit spannt er dabei nicht nur einen weiten historischen Bogen, sondern hält seinen Blick immer auch auf die handelnden Menschen und ihre Schicksale gerichtet und ermöglicht somit wertvolle Einblicke in eine uns fremde Mentalität.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Die Vorfälle auf dem Tiananmen-Platz im Juni 1989 schockierten die Beobachter in aller Welt nicht nur auf Grund ihrer Brutalität, sondern auch wegen der für westliche Verhältnisse wenig überzeugenden Argumente, mit denen seitens der Regierung der Einsatz der Armee und die gewaltsame Zerschlagung der Studentenproteste im Nachhinein gerechtfertigt werden sollte. Die jüngeren Entwicklungen im Reich der Mitte sollten jedoch im Kontext seiner Geschichte interpretiert werden. Der Sinologe und Bestseller-Autor Jonathan D. Spence stellt mit diesem (mittlerweile Standard-) Werk die großen politischen Linien und gesellschaftlichen Entwicklungen heraus, die sich auf dem Weg in die Gegenwart als entscheidend erwiesen.

Die Schilderung erfolgt gegliedert in fünf umfangreiche Abschnitte, die sich weniger dem für chinesische Historiographie eher typischen zyklischen Schema unterordnen, sondern ihre eigene, thematische Periodisierung finden: [1] "Eroberung und Konsolidierung" beginnt mit dem Niedergang der Ming, schildert den Aufstand des Rebellenführers Li Zicheng 1644 und schließlich die Eroberung durch die Manjuren und die Konsolidierung unter den drei großen Qing-Kaisern Kangxi, Yongzheng und Qianlong. [2] "Zersplitterung und Reform" befasst sich mit dem Einbruch des Westens in die nach außen abgeschirmte chinesische Gesellschaft des 19. Jh. und den Entwicklungen, die sich aus dem folgenschweren Versuch ergaben, trotz der mit den Handelsbeziehungen erzwungenen Öffnung Reformen auf politischem und sozialem Gebiet weiterhin zu vermeiden. Die Unfähigkeit des Kaiserhauses, das durch den Machtzuwachs der Generäle und Warlords, Knebelverträge des Auslands und die häufigeren Erhebungen des Volks destabilisierte Land zu einen, führte letztendlich 1911 zum Zusammenbruch der Dynastie und dem Versuch, China die Verfassung einer Republik zu geben ([3] "Staat und Gesellschaft in neuer Sicht"). Dieser Versuch scheiterte, und die folgenden Jahrzehnte waren geprägt durch wirtschaftliche Unsicherheit, Hungersnöte und durch anhaltende Kämpfe zwischen den Nationalisten der Guomindang, den von russischer Seite geförderten Kommunisten, den Warlords und der als letztes in China verbliebener Auslandsmacht, den Japanern, die alle mit unglaublicher Härte geführt wurden. Diese Periode endete schließlich mit dem Sieg der Kommunisten unter Mao Zedong und der Flucht Chiang Kaisheks nach Taiwan. Das vierte Kapitel ("Krieg und Revolution") schildert die Epoche des kommunistischen Chinas unter Mao, die Beziehungen zum Ausland und die für diese Dauer einschneidenden Ereignisse des Großen Sprungs und der Kulturrevolution. [5] "Öffnung zur Welt" schließlich gibt einen Überblick über die Veränderungen, die mit der Rückkehr Deng Xiaopings in Politik und Wirtschaft einsetzen. Die Darstellung endet mit den Vorfällen im Juni '89, angesichts dieser der Autor zu bedenken gibt, dass es sich auch hier noch immer um den selbstschwächenden Versuch handle, technische Errungenschaften des Westens zu übernehmen, ohne sich den Konsequenzen in politischer, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht stellen zu wollen.

Spence versteht es, Forschung wie Belletristik zu schreiben, was sicherlich neben der Faktenfülle einen Reiz dieses Buchs ausmacht. Er räumt den unterschiedlichen Bereichen Wirtschaft, Politik, Militär und Gesellschaft gleichermaßen Platz ein und charakterisiert selbst Personen von historisch eher nachgeordneter Bedeutung noch plastisch und einprägsam. In theoretischer Hinsicht wäre zu bemängeln, dass der Autor keine wirklich brauchbare Definition von "Moderne" gibt, die noch dazu in übernationaler Perspektive funktionieren würde, sondern lediglich ein paar vage Andeutungen im Vorwort. Dieses kleine Manko tut der generellen Qualität der Darstellung indes keinen Abbruch, so dass man dieses Buch allen, die sich für die neuere chinesische Geschichte interessieren, nur wärmstens empfehlen kann.

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses spannend geschriebene Geschichtswerk von J.Spence, einem sehr produktiven und bekannten Sinologen, kann ich auf jeden Fall jedem empfehlen, der sich in irgendeiner Weise mit China beschäftigt. Meiner Meinung nach ist es eines der besten wissenschaftlichen Werke, die bisher über China veröffentlicht wurden. In der anglophonen Welt ist dieses historische Gemälde bereits ein Standardwerk, auf dem viele Sinologen ihre Lesungen aufbauen. Für den (noch) Unwissenden ist der Inhalt interessant und erstaunlich, für den Kenner vertiefend und abrundend. Allerdings habe ich nach intensivem Studium des Werkes immer noch keinen wirklich roten Faden finden können. Spence versucht dem Leser klar zu machen, daß China zu keiner Zeit seit der beginnenden Mandschu-Ära eine, in seinem Sinne, moderne Nation war. Dieses Leitmotiv klingt oft an, geht aber oft auch wieder bei der zu ausführlichen Schilderung von Biographien, Lebensumständen, Anekdoten etc. unter. Deswegen: "1-". Sehr empfehlen kann ich auch sein Werk: "Das Jahrhundert Chinas". Sehr gut ausgewählte Photographien schildern das kulturelle Leben, politsche & wirtschaftliche Umstände aber auch das Leben der einfachen Chinesen im letzten Jahrhundert.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ausgehend vom Ende der Ming Dynastie im 16. Jahrhundert analysiert Jonathan D.Spence die Entwicklung Chinas bis heute.
Der Autor bietet dabei nicht nur den historischen Längsschnitt durch die Epochen,sondern präsentiert zu jeder Epoche auch einen
historischen Querschnitt:Er untersucht jeden Zeitabschnitt getrennt nach Sachgebieten wie Wirtschaft,Politik,Kultur und mehr.
Hilfreich ist die kurze, allgemeine Einführung in einen historischen Abschnitt mittels eines Ausblicks,bevor in einer thematischen Auffächerung die Information vertieft wird.
Sowohl Kontinuität als auch Wandel auf "Chinas Weg in die Moderne" werden transparent.
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