Kundenrezensionen

26
4,3 von 5 Sternen
Child of Light (Deluxe Edition inklusive Download Code)
Plattform: PCVersion: Deluxe EditionÄndern
Preis:9,30 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Mai 2014
Child of Light ist eines jener Computerspiele, die das Prädikat "künstlerisch wertvoll" oder "Kunstwerk" verdienen. Meistens kommen solche Kunstwerke aus der Indie Szene. Hier nun aber auch von einem Produzenten, der eher auf Kommerz ausgerichtet ist. Diesen Kommerz merkt man an den lästigen DLC Inhalten. Freundlicherweise aber bietet die Deluxe Edition viel davon zu einem günstigen Preis, zudem ein gelungenes Poster (leider gefaltet), ein kleines Artbook und einen Schlüsselanhänger mit Ignatius-Lämpchen.

Alles ist zwar nicht Licht beim Kind des Lichtes, aber das Positive ist so stark, dass es die wenigen Schwächen überstrahlt.

+ Grafik und Welt; hier zeigt sich wieder, dass es eben auch ohne aufwändiges 3D geht
+ Musik; der Soundtrack passt wie angegossen und ist wunderbar anzuhören
+ Geschichte; es ist Poesie, eigentlich schon spirituell
+ Spielführung; einfacher Modus (normal od. casual) und schwieriger Modus
+ Koopmodus

- Bedienung für Einzelspieler ein wenig fummelig, da man dann zwei Charaktere steuern muss
- Bindung an uplay Konto, DLC System

Das Spiel ist natürlich nichts für Halbstarke, die Daueraktion und hirnloses Geballere suchen. Es richtet sich also an ein reiferes Publikum, wobei das auch Kinder sein können.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Mai 2014
Ich habe mich für die Deluxe-Edition entschieden. Die Goodies sind toll aufgemacht: Ein schöner Igniculus-Schlüsselanhänger mit Taschenlampenfunktion, ein detailreiches Artbook sowie ein großes Poster (was aufgrund der Verpackung nur leider ziemlich oft geknickt ist). Außerdem liegen die Codes für das Bonus-Material Golem-Pack und Dark-Aurora-Pack bei, welche im Store etwas mehr als der Aufpreis vom Code zur Deluxe-Edition kosten würden. Der Download des Spiels hat sich bei mir leider ziemlich gezogen, aber Freitagabend ist vermutlich auch nicht die beste Zeit. Als es dann aber endlich los gehen konnte, war ich sofort gefangen. Und so begeistert, dass ich jedes Mal immer viel länger als geplant gespielt habe – es ist schon länger her, dass mich ein Spiel bis Drei Uhr nachts wachgehalten hat. Das lag an vielen Dingen, auf die ich nun nacheinander eingehen will.

Zunächst einmal hat mich der märchenhafte Flair überzeugt: Die Grafik erweckt einen handgezeichneten, räumlichen Eindruck und wirkt zu keiner Zeit comichaft oder flach, obwohl die Spielwelt zweidimensional ist. Die besondere Atmosphäre rührt vermutlich daher, dass das Bild nie richtig still steht, was aber keineswegs unruhig wirkt. Auch das Storytelling unterstützt die Stimmung: Wir werden in die Geschichte nach Art einer Märchenerzählung eingeführt, zudem sprechen alle Charaktere in Reimen – an dieser Stelle auch ein großes Lob für die Übersetzung, welche tolle deutsche Verse erfunden hat. Das ständige Gereime muss man natürlich mögen, aber ich fand es stilvoll. Und last but not least: Die hervorragende musikalische Untermalung. Meistens drehe ich spätestens nach einer Stunde dem jeweiligen Spiel den Ton ab, da ich von der immer gleichen, ablenkenden und aufdringlichen Musik genug habe. Hier hielt sich die Musik vornehm im Hintergrund, wirkte nie monoton und rundete die Atmosphäre ab. Gibt es eigentlich schon den Soundtrack irgendwo zu kaufen?

Im Mittelpunkt steht natürlich die Protagonistin Aurora, welche sich unverhofft in Lemuria wiederfindet. Zu Anfang kann sie nur laufen, später auch fliegen. Ihr zur Seite steht bald der blaue Glühwürm Igniculus, der sehr viele nützliche Fähigkeiten hat. Die Dialoge der beiden sind extrem knuffig. Außerdem erfährt Aurora im Laufe der Reise Unterstützung durch weitere Kampfgefährten, die alle verschiedene Fähigkeiten mitbringen. Alle haben jeweils drei verschiedene Fähigkeitswege, die gelevelt werden können. Außerdem kann mittels Edelsteinen die Ausrüstung verbessert werden. Gekämpft wird rundenbasiert mit Wartezeit und Vorbereitungszeit. Neben der Hauptgeschichte gilt es noch einige kleine Aufgaben nebenher zu lösen sowie sämtliche Truhen und allen Sternenstaub zu finden.

Die Bedienung des Spiels ist dabei wirklich sehr einfach, es müssen sich keine Tastenkombinationen oder ähnliches gemerkt werden. Eine Hand auf der Tastatur auf der in Nähe der Leertaste und eine an der Maus reichen. Normalerweise tue ich mich immer recht schwer mit Aufgaben und Rätseln, aber dieses Mal habe ich nahezu alles ohne Hilfe gelöst. Und das Kampfsystem sorgte dafür, dass kein Kampf verloren geht, nur weil die richtige Tastenkombination nicht gefunden wurde. Ich habe das Spiel auf Normal durchgespielt, was die Kämpfe dann größtenteils extrem einfach gemacht hat. Nur bei den Bossen kam ich dann doch das ein oder andere Mal ins Schwitzen und musste auf meine Heiltränke etc. zurückgreifen. Wer also ein einigermaßen fitter Spieler ist, kann ruhig direkt mit Schwer starten.

Kritikpunkte gibt es aus meiner Sicht fast keine, so lange klar ist, dass aus spielerischer Sicht das Spiel keine extreme Herausforderung ist. Die Kämpfe zogen sich zum Schluss gern mal etwas, obwohl der Sieger feststand. Die Truhen und den Sternenstaub muss man schon eine Weile suchen. Ich habe immer noch nicht alle gefunden, aber sonst wäre es auch witzlos. Und ich fand, zwischen dem letzten Boss und dem Endgegner wäre ein Moment der Spielbarkeit gut gewesen, damit die Ausrüstung noch einmal überprüfbar gewesen wäre, bevor der nächste Kampf anfängt. So vergeht die letzte Spielstunde in praktisch einem einzigen Kampf.

Insgesamt waren es etwas mehr als ein Dutzend traumhaft schöne Spielstunden, gänzlich ohne Bugs und sonstige Frustrationserlebnisse. Dieses Spiel würde ich wirklich bedenkenlos ein Kind spielen lassen. Aber auch Erwachsene, die Wert auf tolles Ambiente und unkomplizierten Spielspaß legen, kann ich „Child of Light“ nur wärmsten empfehlen!

5 von 5 Sternen
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. April 2014
Zunächst einmal einige Kommentare zur "Deluxe Edition":
Ich greife eigentlich recht selten zu, wenn es sich um die "Collector's Edition" eines PC-/Konsolenspiels handelt, weil ich die zusätzlichen Inhalte selten als Rechtfertigung für den oft deutlich höheren Preis akzeptiere.
In diesem Fall habe ich eine Ausnahme gemacht. Für weniger als 4 Euro zusätzlich habe ich in der "Deluxe Edition" zwei DLC's inklusive und kann mich über ein sehr edles Artbook freuen. Zusätzlich liegt ein auf sehr hochwertigem Papier gedrucktes Poster bei, welches lediglich durch die verpackungsbedingte Faltung leider etwas an Qualität einbüßt. Der beiligende Schlüsselanhänger ist vielleicht nicht von allerhöchster Qualität, aber dennoch ein lustiges Gimmick, welches durch seine Verwendbarkeit als "Mini-Taschenlampe" sicherlich Einsatz finden wird.

Nun aber zum Spiel selbst:
Da ich bisher nur zwei Stunden "hineingeschnuppert" habe, kann ich zur Zeit noch keine vollständige Rezension verfassen. Dennoch bin ich bereits begeistert und würde das Spiel am liebsten am Stück durchspielen. Die liebevollen Zeichnungen und der Soundtrack sind geradezu zauberhaft gestaltet und die Dialoge fügen sich (zumindest in der von mir installierten englischen Sprachausgabe) durch ihre Reimform sehr passend in den Gesamtstil ein.

Was den Schwierigkeitsgrad anbelangt, so kommt mir dieser bisher recht niedrig vor, was mich persönlich allerdings wenig stört, da ich auch nicht damit gerechnet habe, durch das Spiel enorm gefordert zu werden. Vielmehr genieße ich den unterhaltsamen Mix aus Jump 'n Run und klassischen j-RPG. Obwohl die Charakterentwicklung für ein "Rollenspiel" sehr limitiert erscheint, ermöglicht das Freischalten von Fertigkeiten in einer Art "Entwicklungsbaum" die ein oder andere Möglichkeit, die Heldengruppe aufeinander abzustimmen. Die Möglichkeit, die Begleiter jederzeit durchzuschalten begrüße ich zudem sehr.
Es ist eine schöne Idee, den (Licht-)Begleiter durch einen zweiten Spieler steuerbar zu machen. (Letzterer unterstützt durch seine Heilfähigkeit das Überleben übrigens sehr deutlich.)
Davon abgesehen sind auch die hin und wieder auftauchenden Rätsel eher von trivialer Natur, was den Gesamtunterhaltungswert des Spiels meiner Meinung nach jedoch nur wenig schmälert. Schade ist allerdings, dass auf die für Rollenspiele typischen Dialogoptionen verzichtet wurde. Bereits des öfteren hätte ich mir gewünscht, den Storyverlauf ein wenig durch unterschiedliche Antwortmöglichkeiten (wie z.B. in Dragon Age Origins o. ä.) beeinflussen zu können.

Trotz dieser kleinen Kritikpunkte habe ich großen Spaß mit diesem Spiel und werde ihn sicherlich auch noch einige Zeit haben. Gerade in Hinblick auf das Preisleistungsverhältnis (knapp 15 Euro für den Download bzw. knapp 19 für die Deluxe Edition) bin ich voll und ganz überzeugt. In den letzten Jahren wurde für Spiele ähnlichen Umfangs (schätzungsweise ca. 10 Stunden) häufig bereits ein ungefähr vierfacher Preis für Neuerscheinungen gefordert!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ubisoft ist und war schon immer mein liebster Spiele-Publisher und -Entwickler, und das nicht erst seit ich größter "Assassins Creed"-Fan der ersten Stunde bin. Sei es nun "Rayman", "Splinter Cell", "Call of Juarez", "Prince of Persia", "Far Cry'' - Der Blick in meine Spielesammlung weist mehr Titel der Franzosen auf als von EA und der restlichen Konkurrenz, wohl auch weil deren Portfolio meinen persönlichen Spielegeschmack fast immer haargenau trifft. Ein weiterer Grund warum ich Ubisoft sehr zugeneigt bin:
Sie sind so ziemlich die Einzigen unter den großen Spiele-Konzernen die außerhalb großer AAA-Projekte auch kleine, experimentelle Nischenspiele verwirklichen und damit entsprechende Zeichen setzen. Man könnte dies als eine klare Abgrenzung zum Rest der Videospiel-Industrie verstehen, quasi wie ein indirekter Ausruf á la "Sehet, WIR können auch ganz anders".
Und tatsächlich, "Child of Light" (=CoL) ist wirklich was völlig anderes, fällt völlig aus dem Rahmen dessen was man sonst von Ubisoft kennt. Ein umwerfend bildhübsches 2,5D-Runden-RPG mit einer fantastischer Musikuntermalung, einer wundervoll berührenden Geschichte und vielen kleinen, charmanten Eigenheiten.

Die Handlung von CoL ist angesiedelt im fiktiven Reich Austria des Jahres 1895.
Aurora, die kleine Tochter des Königs dieses Herzogtums, erkrankt und fällt in einen komatösen Schlaf. Sie erwacht in Lemuria, einer Traumwelt, die - wie sie von einer alten Dame erfährt, der sie alsbald begegnet - durch einen magischen Spiegel mit ihrer realen Welt verbunden ist. Eben dieser Spiegel könnte Aurora zurück zu ihrem Zuhause führen, weswegen sie auch sehnlichst danach sucht. Doch Lemuria wird von Umbria, der bösen Königin der Nacht bedroht, und die junge Prinzessin ist nicht gewillt die ihr freundlich gesinnten Traumwelt-Bewohner ihrem unheilvollen Schicksal zu überlassen. Also stellt sie sich als neue "Hüterin des Lichts" dem Kampf gegen Umbria und ihrem finsteren Angang, um Lemuria und auch ihr eigenes Leben zu retten...

Normalerweise lasse ich mich über die technischen Details eines Spiels ganz am Ende einer Review aus, doch hier muss ich einfach eine Ausnahme machen.
Als ich zu Spielbeginn in CoL eintauchte, schoss mir ein Satz augenblicklich durch den Kopf: "Ein lebendig gewordenes Gemälde". Und auch während der kommenden Spielstunden - es sollten gut 12 werden - konnten sich meine Augen an dieser Bilderpracht aus Aquarellfarben einfach nicht sattsehen, ein so durch und durch bezaubernd-schönes und ästhetisches Spiel wie dieses sieht man heutzutage echt selten. Jede einzelne von mir erstellte Screenshot-Aufnahme würde sich eingerahmt und an die Wand gehängt sowas von gut machen, es ist als wenn sich die Grafikdesigner mit einem Pott Wasserfarbe ans Werk gemacht und ihrer Fantasie mitsamt all ihren Können freien Lauf gelassen hätten. Und dann noch Aurora, wenn sie durch die Lüfte flattert, ihre lange, wallende Mähne hinter sich zieht... Man möchte in den Bildschirm hineingreifen und diesen kleinen Rotschopf direkt umarmen. Vom ersten bis zum letzten Spielmoment bleibt CoL ein absoluter Hingucker, und es erstaunt mich immer wieder wie vielseitig einsetzbar die "UbiArt Framework"-Engine ist. Die letzten "Rayman"-Teile sahen damit schon gnadenlos gut aus, das für mich ebenso sehr bald anstehende "Valiant Hearts" macht einen ähnlich hervorragenden Eindruck, doch CoL sticht mit seinem besonderen, eigenständigen Kunstlook besonders heraus. Mir fallen nicht genug Superlative ein die der Spielgrafik gerecht werden... *g*

Dieses Fest für die Spieler-Augen wird allerdings durch einen geradezu perfekten, eindringlichen Soundtrack ergänzt. Coeur de Pirate (oder Béatrice Martin, wie sie im wahren Leben heisst) - diesen Namen sollte man sich unbedingt merken. Was diese junge, gerade mal 25-jährige Musikerin aus Kanada da auf die Beine gestellt hat... Wahnsinn! Hätte ich mich nicht über Tante Wiki besser informiert, ich hätte angenommen ein gestandener, alter Hase der Spielemusik würde sich hinter diesem Künstler-Pseudonym verstecken. Martin setzt grundsätzlich auf klassisches Orchester, fügt in einigen Tracks wundervollen Chorgesang ein um kampfbetonte Situationen noch dramatischer wirken zu lassen. Was jedoch auffällt ist das Piano, welches sich immer leicht dominierend heraushören lässt. Lässt sich vielleicht damit begründen dass es sich um eines von Martins Lieblingsinstrumenten handelt und sie höchstpersönlich bei der Erstellung des Soundtracks Hand an die Klimpertasten gelegt hat, wie anhand eines kurzen Making-Of-Videos auf Yotube zu entnehmen ist.
Von all ihren grandiosen Stücken berührt mich Auroras Thema am meisten, jedes Mal wenn ich dieses höre kann ich dieses Gänsehautgefühl nicht abschütteln. Eines der heroischsten und zugleich traurigsten Heldenmotive die ich je gehört habe. Einfach toll.

Man steuert Aurora und ihren kleinen Begleiter, den Glühwurm Igniculus, durch die mehr oder weniger offene Welt von Limuria, heisst jeder bereits erkundete Ort kann jederzeit wieder aufgesucht werden wenn es die Haupt- oder Nebenquests verlangen. Frechdachs Igniculus ist dabei eine helfende Stütze, um verschlossene Türen oder Behältnisse mit seinem Lichtschein zu öffnen oder finstere Gebiete zu erhellen. Auch ist er in der Lage feste Strukturen zu durchfliegen und für Aurora nicht erreichbare Mana-/Lebenenergie-Kugeln einzufangen; desweiteren braucht die junge Prinzessin ihn beim Lösen netter Licht-Schatten-Rätsel zum Auslösen bestimmter Mechanismen.
Abseits der Erfüllung genannter Quests, der Dialogführung mit anderen NPCs und dem Erweitern der eigenen Mitglieder-Gruppe stehen in CoL natürlich die Kämpfe im Mittelpunkt. Deren Ablauf ähnelt denen aus JRPG-Vertretern wie "Grandia" und Co., allerdings mit einigen Besonderheiten. Die Züge geschehen nicht in klassischen Runden, sondern erfolgen zeitbasiert, daher sind Vorbereitung und Ausführungsbereitschaft je nach Gruppen-Charakter - maximal zwei Figuren stehen aufseiten Auroras während des Kampfs zur Verfügung - von seiner jeweiligen Geschwindigkeit und der Art der Aktion abhängig. Aufwendige Attacken oder Zauber kosten mehr Zeit, und in dieser Warte-Phase kann der Feind schneller handeln und uns Schaden zufügen. Hier kommt wieder Igniculus ins Spiel, denn der ist nicht nur als schwebende Leuchte nützlich:
Er kann eine feindliche Einheit vorübergehend blenden und diesen so in seinem Vorbereitungsfortschritt verlangsamen oder angeschlagene Helden anteilig heilen, so weit wie es seine eigene Leuchtenergie erlaubt. Im Gefecht mit wesentlich stärkeren Gegnern (insbesondere Boss-Gegner) wird der freche Glühwurm so zu Auroras wichtigen rechten Hand.

Eine gute Gegner-Vielfalt mit individuellen Stärken und Schwächen, hübsche Angriffseffekte und leicht zu handhabende Skill-Verbesserungen der eigenen Einheiten zeichnen die zahlreichen Kämpfe aus, jeder zudem schön spannend ins Szene gesetzt. Einzig der Schwierigkeitsgrad könnte einen Tacken höher ausfallen. Trotz zahlenmäßig überlegener Feinde (meistens läuft es auf 2:3-Verhältnisse hinaus) sind die Auseinandersetzungen mit ihnen tendenziell zu leicht geraten, gegen schwere Brocken ziehen sie sich allenfalls ein wenig in die Länge - zumindest auf dem normalen von zwei Schwierigkeitsgraden. Ebenfalls ausbaufähig wäre die Anzahl an Angriffs-/Kontermöglichkeiten pro Party-Charakter, ich vermute jedoch dass CoL der Zugänglichkeit wegen nicht so komplex und schwer sein kann/will wie die echten JRPGs-Schwergewichte. Das sollte aber Genre-Kenner bzw. -Profis nicht davon abhalten sich diese kleine RPG-Perle zu Gemüte zu führen, so ein westlicher Anstrich im JRPG-Fach in solch einer einzigartigen Präsentation darf man sich einfach nicht entgehen lassen.

Ein Paar letzte Worte zu der Lokalisation:
Seltsamerweise werden desöfteren die in Gedichtsversen vorgetragene Geschichte bzw. die Dialoge kritisiert. Kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, wo doch diese gerade das märchenhafte Wesen von CoL bestens unterstreichen. Allein der Aufwand einen rund klingenden Reim-Klang zu erzielen wird für die Übersetzer gewiss kein Geringer gewesen sein. Ebenso richtig halte ich die Entscheidung, abgesehen von der Off-Erzählerin gänzlich auf Sprachausgabe zu verzichten. Hätte man auch nur einen einzigen weniger fähigen Sprecher eingesetzt der kein Gefühl für die passende Betonung besitzt oder seine Figur theatralisch-übertrieben zu 'verkörpern' versuchte, die Wirkung der Dialoge, die ganze Handlung hätte dadurch nur gelitten. Ich lobe Ubisoft dafür, dass sie ihre Artdesign-Konzepte kompromisslos in diese Form umgesetzt haben.

Fazit:
Ein prachtvolles, unvergleichliches Kunstwerk von einem Spiel. Voller Anmut und Emotionalität bis ins letzte Byte. Bravo, Ubisoft! Bitte mehr solcher Titel die aus der Masse herausstechen. Wenn jemand aus dem Trott der Blockbuster-Dauerbrenner-Fließbandproduktion auszubrechen vermag und damit Zeichen setzen kann, dann seid ihr das.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. September 2014
die Vorstellung des Spieles in einer Zeitschrift hatte mich schon überzeugt. Die Grafik in Aquarelloptik ist sensationell für Leute die klassisches Malen mögen. Die Welten sind unglaublich fantasiereich, ich habe es auch für meine 9-jährige Tochter gekauft die ansonsten kaum Medien benutzt. Sie ist sehr begeistert. Die kleine Heldin mit großem Schwert des Spiels ist sehr sympathisch und und für Mädchen durchaus ein schönes Vorbild an Mut und Stärke. Auch Mädchen könne mutig sein und heldenhaft kämpfen.
Schön ist auch das es keine Kämpfe mit "direktem" Kontakt und abgetrennten Gliedern/Blut sind, die Kämpfer stehen auf Felsen gegenüber und bkämpfen sich mit Madie aus Kraft, Feuer, Wind und Wasser.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Dezember 2014
Child of Light läuft erst ab einem System mit AMD Athlon "II" X2 CPU (man beachte die "II")!
Diese Mindestanforderung wird von Ubisoft zwar angegeben, aber wer rechnet bei einem 2D-Sidescroller schon damit, dass das Spiel auf einem Rechner mit AMD Athlon X2 Dualcore-CPU (ohne die II), auf welchem andere Grafikmonster von Ubisoft, wie z.B. Assassin's Creed 3 ohne Probleme läufen, nicht startet?

Also Achtung! - Child of Light erst kaufen wenn im Athlon-Rechner eine entsprechende CPU oder besser steckt.
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am 6. Oktober 2014
Das Spiel ist Ubisoft mal richtig gut gelungen, hat mich echt beeindruckt.
Hab jetzt gute 12 Stunden gebraucht um es, inklusive aller Quests, durch zu zocken.
Klingt erstmal nicht viel, aber 1. ist es der Preis auch nicht und 2. sind die 12 Stunden vollgepackt mit Inhalten.
Da kam bei mir selten Langeweile auf.

So gibt es etwa alleine insgesamt 8 spielbare Figuren.

Die Grafik ist im Aquarell-Look gehalten, bombe! Noch nie zuvor in einem Spiel so gesehen.
Man bewegt sich zwar nur in einer 2D Welt von links nach rechts, allerdings kann man recht früh im Spiel fliegen und so kann
man alles in der vertikalen nochmals erkunden. Die Abschnitte sind auch recht kurzweilig und abwechslungsreich gehalten.
Es gibt sehr viel zu entdecken (Schatztruhen) und man muss Fallen ausweichen und ab uns zu ein paar Lichträtsel lösen.

Das Kampfsystem und die Charakterentwicklung ist wie in einem Rollenspiel.
Es wird abwechselnd gekämpft (wobei man dank Zeitleiste manipulieren kann wer wann angreift) und praktisch nach jedem Kampf
steigt mindestens ein Charakter im Rang auf. Am Ende war ich im Durchschnitt bei Level 45 mit jedem Char.
Der Anspruch ist kindgerecht. Ich bin im ganzen Spiel kein einziges Mal gestorben. Habe es aber auch nur auf "normal" gespielt.
So kann man jedoch einfach das Spiel genießen und die Atmosphäre in sich aufsaugen.

Der Soundtrack passt perfekt zum Spiel und der Stimmung und bei End- und Zwischenbossen ist er einfach nur episch gelungen.

Die Story ist sehr liebevoll gemacht und auch die Dialoge sind größtenteils gelungen und lustig. Ab und zu nerven die
"Ich muss jetzt unbedingt reimen"-Strophen aber auch mal, aber das ist locker zu verschmerzen.

Die Quests sind auch größtenteils gelungen. Aber auch hier nerven vereinzelt Suchquests. Ist aber auch noch okay.

Fazit: Großartige Atmosphäre, großartiges Spiel: diesen Budget Titel sollte jeder mal gesehen haben. Ich gebe 9/10 Punkten ~ 5 Sterne.
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am 21. Mai 2014
1. Das Spiel:
5 Sterne für die Grafik und Musik, 3 Sterne für Gameplay.

Allein von Promotion-Art bin ich sehr beeindruckt. Die Grafik erfüllt meine Vorstellungskraft die Welt von Lemuria, zusammen mit den Soundtrack machen sie das einzigartige Stimmung während des Spielens.

Das Gameplay ist am Anfang interessant. Aber wenn man mit dem zeit-basiertes Combat-Systems gewöhnt hat, langweilt man sich. Trotzdem kann man sich schnell mit der schönen Hintergrund erholen. Manchmal fliege ich Aurora nur rum, um die farbenhafte Landschaft von Lemuria zu besichtigen.

2. Deluxe Edition

Selbstverständlich kann man nur die Steam oder Uplay code kaufen und losspielen. Die Deluxe Edition bietet zwar noch 2 DLCs, schönes Poster, Artbook, und Schlüsselanhänger-Lämpchen und ist günstiger als separater online Kauf. Der Versand ist schnell, die Verpackung ist ordnungsgemäß Amazon, also gut.

Empfehlenswert für zwischendurch Erholungen.
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am 28. Dezember 2014
Ich habe mir die Collector's Edition gekauft und wurde positiv überrascht.
Ein schöner Schlüsselanhänger von Igniculus, welcher auch noch, wenn mit Batterien versehen (im Lieferumfang dabei), leuchtet.
Das Poster hat einen wunderbaren druck, intensive Farben wie frisch gemalt. Wurde aber oft gefaltet. (kleiner Tipp: ein paar Tage z.b. unter einen Teppich legen und schon gehts)
Das Artbook ist schön und alle Mal sind diese Gimmics den Preis allein schon wert.

Das Spiel ansicht besticht nicht durch top 3D Grafik, sondern hat seinen eigenen Flair. Es sieht detailliert und hangezeichnet aus (wurde es wohl auch mal aber zum Glück nicht digital verändert sondern nur zusammengefügt.)
Desweiteren macht das Ganze so märchenhaft, dass alles in Reimen gesprochen wird (auch im Deutschen! großes Lob an die Übersetzung!)
Und die Story an sich in mitreisend.
Das Kampfsystem ist wie in früheren Tagen Rundenbasierend. Was etwas Nostalgie mit sich bringt.
Und die Musik ist passend für die einzelnen Kapitel.

Das Spiel ist fordernd aber nicht unmöglich. Oft muss man bei den Rätseln auch etwas überlegen, was mir persönlich sehr gefiel.

Die Spieldauer ist ok für den Preis. Auch wenn ich es noch nicht auf 100% habe.

Einzig zu bemängeln ist für mich das DLC System.
Für mich heißt ein Spiel zu kaufen, alles zu kaufen und nicht nur Teile! Das kenne ich mehr aus Free2Play MMOs.
Wobei bei der Collector's Edition nur das Light Aurora DLC fehlt.
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am 19. Juli 2015
Das Spiel ist - gekauft nach Zeitschriftenkritik - wirklich gut: originelle, passende, schöne Grafik, nette Geschichte mit Überraschungen, Abwechslung (soweit man das sagen kann) in den prinzipiell nicht sonderlich spannenden Kämpfen durch die verschiedenen Charaktere, nette Rätsel und Geschicklichkeits"spiele" in einem guten Mix.
Von der Spieldauer ist es auch OK - den Wiederspielreiz finde ich jedoch nur mäßig. Eher schon die Motivation die gesamte Karte und alle Boni und Geheimnisse zu finden. Schade, daß einige dieser Dinge nur sehr schwer auszumachen sind ... aber es gibt gute Lösungen im Netz.
Was echt nervig ist, ist UPlay, welches man für das Spielen braucht. Steam, UPlay .... was soll der SCH..!? Wozu brauche ICH als Konsument diese "Bevormundung". Sind die "Belohnungen", die man sich erspielt, so wichtig? Vielleicht eher für manche das "Messen" mit anderen - die, die sich auch auf Facebook darstellen müssen. Ich brauche das nicht. Je weniger die "da draußen" von mir wissen, desto besser.
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