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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Chiko - der deutsche Tony Montana?,
Von
Rezension bezieht sich auf: Chiko (DVD)
Ein deutscher Gangsterfilm - der Trailer von "Chiko" überzeugt zunächst, dass so etwas möglich ist. Zu Beginn des Films wirken der titelgebende Antiheld und sein Kumpel Tibet jedoch nicht wie ihre großen amerikanischen Vorbilder, sondern wie gefährlichere Varianten von Erkan und Stefan. Zwei vertrottelte Kleindealer aus der Hamburger Unterschicht, die zwar grau ist, aber von Ghetto noch weit entfernt. Doch spätestens als Chiko gemeinsame Sache mit dem Untergrundboss Brownie macht und sich von seinem besten Freund abwendet, da dieser nicht das Potenzial für höhere Aufgaben besitzt, entwickelt sich der Streifen zu dem, was er wirklich ist: ein temporeiches Drama, das neben einer im hiesigen Kino noch nicht gesehenen Härte, vor allem eines beweist - außergewöhnliche Einfühlsamkeit in eine Welt, die parallel zu unserer Gesellschaft existiert. "Chiko" stellt perfekt das Prekariat dar, ein abgehängtes Abteil des rasant fahrenden Zuges Deutschland, in dem andere Gesetze und Werte gelten, ein Gefängnis ohne Gitter, dem man zumeist nur auf fragwürdigem Wege entkommen kann. Regisseur Yildirim ist es gelungen die Abgründe unserer Republik erschreckend real und ohne überladene Klischees auf die Leinwand zu bringen. Die herausragenden schauspielerischen Leistungen von Moschitto und Bleibtreu sowie die rasanten Schnitte untermauern die Authenzität dieses urbanen Meisterwerks. "Chiko" kann als modernisierte Ausgabe von "Scarface" betrachtet werden, ohne dabei dessen Zähigkeit zu besitzen. Chiko - der Tony Montana aus Hamburg.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Kurz und schmerzlich: Chikos Kiez-Karriere,
Von
Rezension bezieht sich auf: Chiko (DVD)
Ein deutscher Gangsterfilm im Stil und mit der Härte von Martin Scorseses Mafia-Dramen - geht das? Es geht. Der türkischstämmige Autor und Regisseur Özgür Yüldirim beweist dies in seinem souverän inszenierten Drogenkrimi "Chiko", der Geschichte von drei Freunden, die sich auf ein gewagtes Spiel um Drogen und Macht im Milieu der Dealer und Zuhälter einlassen und dafür mit allem bezahlen müssen, was ihnen heilig ist. Chiko (Denis Moschitto, der schon in Kebab Connection als Ghettokind glänzte) will eine große Nummer in der von Türken dominierten Hamburger Unterwelt werden. Das geht so lange gut, bis seine privaten Belange mit denen seiner kriminellen Karriere kollidieren. Er gerät in eine Zwickmühle von tragischen Ausmaßen. Sein Kumpel Tibet nimmt am Ende die Rolle der Nemesis ein: Chiko muss für seine Vermessenheit den Höchstpreis zahlen...Özgür Yüldirim ist ein Debütfilm von bedrückender Dichte und kompositorischer Eleganz gelungen. "Chiko" überragt in seiner inszenatorischen und erzählerischen Reife sogar noch das thematisch ähnlich gelagerte Untergrund-Drama Kurz und schmerzlos von Yüldirims Produzent Fatih Akin. Er spitzt die Handlung im Finale noch drastischer zu, lässt seinen Milieukrimi mit einer atemberaubenden Voltige in eine antike Tragödie umschlagen. Ein Film, den man sich auch als Beitrag zur Migrantendiskussion etwa in Schulen vorstellen könnte, doch dafür - das muss ich als Lehrer offen sagen - ist mir sowohl die Sprache auf Dauer zu rüde als auch vor allem die Sex-Szene zwischen Chiko und seiner Freundin, einer Prostituierten aus dem Milieu, zu hart und zu explizit ins Bild gesetzt. Das ist aber eigentlich der einzige Minuspunkt in einem rundum gelungenen und in jeder Einstellung authentisch wirkenden Gangsterfilm. Für Freunde von Bushido, Jungs im Viertel, Knallhart, Kurz und schmerzlos. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kein Scarface,
Von Benny L. (Frankfurt) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Chiko (DVD)
Chiko und Tibet sind die besten Freunde. Zusammen leben sie im Grauen nichts zwischen Drogen und Perspektivlosigkeit. Der Zug in ein besseres leben ist wohl schon seit Jahren abgefahren. Chiko sieht Tibets Mutter als seine eigene an, doch diese ist schwer krank und eine zusätzliche Belastung für die beiden. Ihnen bleiben nur wenige Möglichkeiten für ein besseres Leben und es wäre kein Gangsterfilm wenn diese nicht in Drogen und Gewalt liegen würde. Chiko ist der Stärkere der beiden, er treibt an und bestimmt. Doch gerade als Chiko den Kontakt zu dem Gangsterboss Brownie hergestellt hat und alles nach einer "besseren" Zukunft aussieht, baut Tibet misst. Chiko muss sich entscheiden zwischen einem besseren Leben mit der Hilfe von Brownie oder seinem alten Leben mit seinem besten Freund Tibet. Er entscheidet sich und die Dinge geraten außer Kontrolle...Der Film "Chiko" ist hart, authentisch und drängt sich einem auf. Zuerst ist man Zuschauer, doch schon bald ist man selbst Opfer der dramatischen Ereignisse, die durch Chaos und Hilfslosigkeit geprägt sind. Der Film fordert viel von seinem Zuschauer. Die harte und authentische Art des Filmes und die Klasse Leistung der Schauspieler könnte für manchen zuviel sein. Manch einer wird ihn nicht mögen, denn die Antihelden bleiben Antihelden und positive Gefühle sind nur sehr rar gesäht. Doch genau das macht diesen so gut er ist echt, er ist nicht Mainstream und auf keinen Fall schleimig. Die Story, die Optik , die Schauspieler, der Film verdient 5 Sterne auch wenn man an diesem Film vielleicht keinen "Spass" hat, denn "Chiko" ist eine Geschichte die in Deutschland spielt und irgendwo die Realität ist. 5 Sterne Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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