Ich habe diesen Film ohne jegliche Vorkenntnisse gekauft, daher eine gestraffte Rezension.
Die Handlung beleuchtet das Leben des koreanischen Künstlers Jang Seung-up, der im 19. Jahrhundert ein bekannter Maler war. Sein Leben wird gezeigt, von der ärmlichen Kindheit über Lehrjahre bis hin zum Alter. (Möchte hier jetzt nicht zusehr ins Detail gehen..)
Die Bildsprache ist fantastisch und man kommt nicht umhin, ein ums andere Mal eine besonders gelungene Aufnahme zu bestaunen. Choi Min-Sik spielt exzellent, man leidet mit ihm mit, während er langsam dem Alkohol verfällt. Eine Paraderolle.
Als etwas störend empfand ich die ungewohne Art, in der die Geschichte erzählt wird. Abrupte Schnitte, kurze Szenen, viele Nebenfiguren, über die kaum kein Wort verloren wird (und die man dann eine halbe Stunde später wieder zuordnen muss), dann wieder sehr langgezogene Szenen und eine sehr "asiatische" Erzählweise führten dazu, dass ich mich an manchen Stellen etwas allein gelassen fühlte.
Ich hätte mir, bildlich gesprochen, gewünscht, dass der Film mich etwas mehr an die Hand nimmt und durch die einzelnen Szenen führt, mir vielleicht die Nebenfiguren persönlich vorstellt.
Für Fans von asiatischem Kino zu empfehlen, alle anderen sollten vielleicht vorher durch Trailer etc. erste Eindrücke sammeln und dann entscheiden, ob dieser Film das Richtige für sie ist.