Chickenfoot

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Biografie

Selten wurde eine Band mit so vielen Erwartungen konfrontiert wie diese brandneue Formation, die sich Chickenfoot nennt. Richtig gelesen: Chickenfoot, wie Hühnerfuß. Man muss den Namen wohl ein paar Mal aussprechen, um sich an ihn zu gewöhnen. Zugegeben, es ist ein eigenartiger Name für eine Band (und ihr erstes Album). Er sorgt für Verwirrung und gibt einen Eselsarsch auf “coole Bandnamen”. Einen solchen brauchen Chickenfoot allerdings auch gar nicht, denn jeder der vier Musiker hat schon sein eigenes Kapitel in der Rockgeschichte geschrieben und füllte schon mehrere Artikel in vielen ... Lesen Sie mehr

Selten wurde eine Band mit so vielen Erwartungen konfrontiert wie diese brandneue Formation, die sich Chickenfoot nennt. Richtig gelesen: Chickenfoot, wie Hühnerfuß. Man muss den Namen wohl ein paar Mal aussprechen, um sich an ihn zu gewöhnen. Zugegeben, es ist ein eigenartiger Name für eine Band (und ihr erstes Album). Er sorgt für Verwirrung und gibt einen Eselsarsch auf “coole Bandnamen”. Einen solchen brauchen Chickenfoot allerdings auch gar nicht, denn jeder der vier Musiker hat schon sein eigenes Kapitel in der Rockgeschichte geschrieben und füllte schon mehrere Artikel in vielen Magazinen mit seinen individuellen Leistungen.
Die Nachricht, dass sich diese vier Talente sich 2008 zu einem Kollektiv vereint haben, verbreitete sich im letzten Jahr in Windeseile im Internet (nun ja, der durchgedrehte Bandname half ihnen dabei wohl ein bisschen), und die Tatsache, dass sie künstlerisch die wildesten Träume jedes Fans übertroffen haben (außer vielleicht ihre eigenen), ist nochmal ein zusätzlicher Grund zu feiern. Aber zunächst sollte man sich mal das außergewöhnliche Line-Up auf der Zunge zergehen lassen.
Der eine hat nichts weniger als den Status eines Gitarrengottes: Joe Satriani, dessen wahre Geburt am 18. September 1970 stattfand. Es war nämlich exakt an jenem Tag, als Jimi Hendrix starb, dass Satriani beschloss, aus dem Football-Team seiner Highschool auszusteigen und sein Leben voll und ganz der Gitarre zu widmen. Da war er 14.
Sein größtes Ziel war es immer gewesen, Gitarrist in einer großen Rockband mit einem Frontmann größer als das wirkliche Leben zu sein. Er ging von Band zu Band, aber nichts entsprach so wirklich seinen Vorstellungen. Schließlich kratzte er all sein Geld zusammen und nahm ein Album mit seinen Solo-Aufnahmen als Gitarrist auf. Not Of This Earth schlug in der Gitarrengemeinde sofort ein wie eine Bombe, aber erst sein 1987er Album Surfing With The Alien machte Satriani zu einem Begriff. Das Album erreichte schnell Gold (inzwischen ist Multi-Platin daraus geworden) und wurde zu einem Meilenstein der Gitarrenmusik.
Seither ist Joe Satriani zu einem der einflussreichsten Gitarristen der Welt geworden und seine Alben The Extremist und Super Colossal haben sich überall auf der Welt millionenfach verkauft. “Das war reiner Zufall”, so sagt er heute. “Ich hatte nie den Plan, Instrumentalist zu werden. Ich wollte immer Teil einer echten Rockband mit einem großartigen Sänger sein. Ich hatte ja viele Angebote, aber keines traf den Kern. Alle hätten immer nach Karriereplanung ausgesehen… bis Chickenfoot.
OK, was ist mit dem Sänger? Auch so ein Typ, den man niemandem erklären muss. Sammy Hagar, der Original-“Red Rocker”, der für seinen Einsatz bei Van Halen in die Rock’n’Roll Hall Of Fame aufgenommen wurde und sein Sänger-Debüt in den frühen Siebzigern mit der vielbestaunten Band Montrose hatte. Als Van Halen-Ersatzmann für David Lee Roth stellte er sich einer Herausforderung, um die ihn niemand beneidete, und die von den meisten Insidern und Fans als gar nicht zu meistern betrachtet wurde. Hagar selbst sah es entspannter: “Ich beschloss einfach, dass ich nicht als zweiter Sänger in der Band zu beurteilen war, sondern als der einzige Sänger, der in der Band war.”
Hagar führte Van Halen in neue Höhen, und gemeinsam schufen sie eine ganze Reihe von No.1-Alben, die sich Zig-Millionenmal verkauften. “Ich sorgte dafür, dass die Band ihr künstlerisches Niveau hielt und brachte sie an Orte, an denen sie noch nie gewesen war,” so Hagar rückblickend. “Das ist in meinen Augen mein wirklicher Beitrag bei Van Halen gewesen.”
Nach Van Halen war Hagar eigentlich gar nicht auf der Suche nach einer neuen Band: “Ich wollte gar nicht wieder in eine Band einsteigen, aber als ich die Jungs kennen lernte, wäre ich ein Idiot gewesen, wenn ich gesagt hätte: ‘Nee, das mach ich nicht’. In der ersten Minute, in der wir mit der Jam-Session anfingen, wurde mir sofort klar: ‘Das hier müssen die Leute hören.’”
Eine gute Band ist Nichts, wenn sie keine gute Rhythmussektion hat, und Chickenfoot haben mit Michael Anthony und Chad Smith eine der besten.
Als Gründungsmitglied von Van Halen (und Mit-Rock’n’Roll Hall Of Fame-Mitglied) hat Anthony seinerzeit das Flussbett gebildet, auf dem Gitarrengenie Eddie van Halen fließen konnte. Mehr als das, schuf er die charakteristischen Vocal-Backgrounds, die mit zum Erkennungsmerkmal der Band wurden. “Ein absoluter Zufallstreffer”, so der Bassist bescheiden. “Ich hab einfach nur gemacht, was natürlich aus mir herauskam.” Hagar dagegen sieht Anthonys Fähigkeiten etwas differenzierter: “Michael hielt die Band am Laufen. Er hat nie die Anerkennung erhalten, die ihm zusteht - er spielte neben Eddie Van Halen. Zur Hölle, Jack Bruce hat verglichen mit Eric Clapton auch nie seine Credits bekommen, das ist halt der Lauf der Dinge. Mickey hielt die Stellung, und das macht er immer noch.”
Dabei steht ihm Chad Smith zur Hilfe, langjähriger Drummer der Red Hot Chili Peppers, die vom kultigen Insidertipp zu einer der größten Bands der Welt wurden, seit Smith in den späten Achtzigern dazu stieß. Meist als “Funk-/Alternative-Drummer” gehandelt, rockt er bei Chickenfoot richtig hart, und wer außer Under The Bridge nichts von ihm kennt, wird von seinen Percussion-Explosionen ziemlich überrascht werden.
“Himmel, der Typ kommt aus Detroit”, betont Hagar. “Er kann einen höllisch guten Funk spielen, aber er ist durch und durch ein Rocker. Er spielt echt hart, Mann. Und er ist perfekt ausbalanciert - du kannst ihn mit nur einem Mikro im Raum aufnehmen, und du wirst jeden Teil seines Drumkits hören. Ohne seinen Groove würden Chickenfoot nicht existieren.
Alle Mitglieder von Chickenfoot räumen ein, dass sie eigentlich nur durch Zufall zusammengekommen sind, als sie sich auf einer Jam-Session in Hagars Club Cabo Wabo Cantina in Cabo San Lucas, Mexiko, trafen.
“Wir hatten einfach nur Spaß”, erinnert sich Michael Anthony. “Nachdem Sammy und ich aus Van Halen ausgestiegen waren, haben wir uns mit ein paar Musikern und ein paar Leuten getroffen, die zu uns zu passen schienen. Chad kam vorbei und wir konnten hervorragend miteinander. Nach und nach fingen wir an, darüber zu reden, etwas Ernsteres zu machen, aber wir brauchten einen Gitarristen. Jemanden, der echt qualmte, jemanden, der uns in gelobte Land führen würde.”
Auftritt Satch, der sich bei Hagar, Anthony und Smith einklinkte und “eine echte Verbindung” spürte, “anders als alles, was ich je vorher erlebt hatte.” Für Satriani, der sein Leben lang davon geträumt hatte, eine richtige Band zu haben, war dies die Chance, und dies waren seine Bandkollegen. “Nach nur ein paar Songs wurde es unübersehbar, dass wir alle eine musikalische Idee teilten. Die einzige Frage lautete, ob wir auch ein gutes Album zustande kriegen würden.”
Die Antwort kam in Form des illustren Produzenten Andy Johns in George Lucas’ Skywalker Studios und förderte eine Reihe von Songs zutage, die einen neuen Rockstandard für das neue Jahrtausend setzen.
Und so entstand 2009 das Debütalbum „Chickenfoot“ der Supergroup.
Vom gewaltigen Opener Avenida Revolution, der die blutigen Drogenkriege in Tijuana beschreibt und Hagar dazu bringt, seine Gefühle direkt durch seine Haut sickern zu lassen, bis zum Closer des Albums, die glitzernde Rockballade Future’s In The Past, ist Chickenfoot eine Feuerbombe von Album, wie es seit Jahren nicht mehr zu hören war. Die Band bahnt sich ihren Weg durch Rocker wie Soap On A Rope, Sexy Little Thing, Oh Yeah und My Kind Of Girl, die keine Gefangenen machen.
“Das sind alles Songs, die ich nie allein machen könnte”, erklärt Satriani. “Ich musste eine Band wie diese finden, um diese Songs zum Leben erwecken.” Und es sind erwachsene Themen, die die Band in Songs wie Runnin’ Out oder Learning To Fall aufgreifen. Ersteres ein Song über eine Welt, die bis zum Zerbrechen angespannt ist, das andere der vielleicht ergreifendste Lovesong, für den Hagar je den Text geschrieben hat. Sowohl als Sänger als auch als Songwriter kann Hagar seine Fähigkeiten bei Chickenfoot endlich zum Zuge kommen lassen.
“Ich schreibe über alles, was mir in den Sinn kommt,” so der Sänger. “Ich bin nicht auf bestimmte Themen festgelegt. Mich inspiriert die Musik. Als ich hörte, was für eine Musik Joe vorschwebte, ließ sie mich über mich selbst hinauswachsen. Sie brachte mich dazu, auf eine Art zu singen, wie ich normalerweise nie singen würde. Aber auf jeden von uns scheint die Band diesen Effekt zu haben.”
Satriani stimmt zu: “Viele Leute haben so eine Vorstellung davon, wie diese Band klingen müsste, oder über die Texte, die Sammy schreibt, und wie er singt. Die Sache ist aber die, das wir es schaffen, dass jeder von uns alles gibt, ohne dass es zu Konfrontationen kommt. Wenn ich mit Chickenfoot zusammenspiele, merke ich, wie ich ihnen immer mehr geben möchte. Ich halte nichts zurück. Und ich glaube, die anderen fühlen genau so.”
Dass Satriani sein großartiges Können vorbehaltlos ausspielt, ist natürlich ein Geschenk, aber bemerkenswert ist es, dass die individualistischen Züge, die jeder von ihnen hat, sich verbinden und auf eine wunderbare Art und Weise auf Chickenfoot zusammen kommen. Dabei bleiben die Eigenheiten eines jeden klar erkennbar. So wie Anthony und Smith auch vergangene Helden reflektieren: Für Anthony ist das Harvey Brooks von Electric Flag, für Chad Smith Zeppelins John Bonham. Zusammen kreieren sie einen überraschenden Balance-Akt, der sich perfekt zwischen heavy und leichtfüßig bewegt. So arbeitet eine gute Rhythmussektion, sie treibt die Band auf eine kreative Art an. Wenn man Chickenfoot hört, zeigt sich, was eine gute Rhythmussektion leisten kann.
Das selbstbetitelte Debüt „Chickenfoot“ wurde in den USA mit Gold ausgezeichnet. Es schoss 2009 in die Billboard Independent Albumcharts auf Platz 3 und belegte zudem Platz 88 der Top 200 Alben 2009. Begleitet wurde der immense Erfolg mit Auftritten in den berühmten amerikanischen Talkshows The Tonight Show with Conan O’Brien und Jimmy Kimmel Live, ebenso wie durch eine umgehend ausverkaufte Club-Tour und eine darauf folgende große US-Tour durch 30 Städte.
Das Album stieg in Japan sowie europaweit (Großbritannien, Deutschland, Schweiz, Benelux) in die Top 20 ein. Auch im Rest der Welt enterten sie fast überall die Top 40.
Das Classic Rock Magazine kürte Chickenfoot während ihrer alljährlichen Awardverleihung in London als „Best New Band“ und auch die restliche Presse nahm das Album positiv auf. So schrieb USA Today: „Hagar und Satriani haben unzählige Hooks und kompakte Soli in ihren Songs eingebaut und ein erfrischender, lebhafter Rhythmus treibt sie eindrucksvoll an.“
Billboard ging sogar noch einen Schritt weiter: „Das selbstbetitelte Debütalbum von Chickenfoot gefällt durch geradlinige Rock-Songs wie die Single ‚Oh Yeah’ oder das blues-lastige ‚Sexy Little Thing’. ‚Soap On A Rope’ klingt wie ein aus der Zukunft zurückgeschicktes Outtake von Led Zeppelin aus dem Jahre 2019.“

2011 erschien dann Chickenfoots Zweitlingwerk.
„Ich bin sehr stolz auf das neue Album“, teilt Sänger Hagar mit. „Wir haben für das Album den Titel Chickenfoot III gewählt, weil es so gut, so auf den Punkt ist, dass wir den Punkt, ein zweites Album machen zu müssen, schlichtweg übersprungen haben.“ Er fügt hinzu: „Zwischen Joe und mir hat sich großes Vertrauen entwickelt, wir kitzeln gegenseitig nur das Beste aus uns heraus und das überträgt sich auch auf den Rest der Band.“
Chickenfoot III enthält zehn Songs, die einer Offenbarung gleich kommen. Ein Album, dessen Großartigkeit beim ersten Hören so gar nicht erfassbar scheint. Kolossale Gitarrenriffs auf „Alright Alright“, „Last Temptation“, „Big Foot“ und „Lighten Up“ bringen die Erde zum Beben. Auf dem vom Nashville-Pop gefärbten „Different Devil“ trifft Tradition auf Innovation, während „Something Going Wrong“ unverkennbar Delta-Blues angehaucht ist. Die eindrucksvolle Rockballade „Come Closer“ vollzieht eine überraschende Wende und zeigt die Band von einer anderen Seite. Für diesen Song schrieb Sänger Hagar zuerst den Text und Gitarrist Joe Satriani komponierte erst danach die Musik. Aber das ist noch längst nicht alles. „Up Next” packt ganz unverblümt das Thema Sterblichkeit an, „Three And A Half Letters“ handelt von der aktuellen Weltwirtschaftslage und deren Folgen – all das gespickt mit reinem, durchs Mark gehenden Rock.
Und - haben wir schon erwähnt, dass sie einen etwas merkwürdigen Bandnamen haben?

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Selten wurde eine Band mit so vielen Erwartungen konfrontiert wie diese brandneue Formation, die sich Chickenfoot nennt. Richtig gelesen: Chickenfoot, wie Hühnerfuß. Man muss den Namen wohl ein paar Mal aussprechen, um sich an ihn zu gewöhnen. Zugegeben, es ist ein eigenartiger Name für eine Band (und ihr erstes Album). Er sorgt für Verwirrung und gibt einen Eselsarsch auf “coole Bandnamen”. Einen solchen brauchen Chickenfoot allerdings auch gar nicht, denn jeder der vier Musiker hat schon sein eigenes Kapitel in der Rockgeschichte geschrieben und füllte schon mehrere Artikel in vielen Magazinen mit seinen individuellen Leistungen.
Die Nachricht, dass sich diese vier Talente sich 2008 zu einem Kollektiv vereint haben, verbreitete sich im letzten Jahr in Windeseile im Internet (nun ja, der durchgedrehte Bandname half ihnen dabei wohl ein bisschen), und die Tatsache, dass sie künstlerisch die wildesten Träume jedes Fans übertroffen haben (außer vielleicht ihre eigenen), ist nochmal ein zusätzlicher Grund zu feiern. Aber zunächst sollte man sich mal das außergewöhnliche Line-Up auf der Zunge zergehen lassen.
Der eine hat nichts weniger als den Status eines Gitarrengottes: Joe Satriani, dessen wahre Geburt am 18. September 1970 stattfand. Es war nämlich exakt an jenem Tag, als Jimi Hendrix starb, dass Satriani beschloss, aus dem Football-Team seiner Highschool auszusteigen und sein Leben voll und ganz der Gitarre zu widmen. Da war er 14.
Sein größtes Ziel war es immer gewesen, Gitarrist in einer großen Rockband mit einem Frontmann größer als das wirkliche Leben zu sein. Er ging von Band zu Band, aber nichts entsprach so wirklich seinen Vorstellungen. Schließlich kratzte er all sein Geld zusammen und nahm ein Album mit seinen Solo-Aufnahmen als Gitarrist auf. Not Of This Earth schlug in der Gitarrengemeinde sofort ein wie eine Bombe, aber erst sein 1987er Album Surfing With The Alien machte Satriani zu einem Begriff. Das Album erreichte schnell Gold (inzwischen ist Multi-Platin daraus geworden) und wurde zu einem Meilenstein der Gitarrenmusik.
Seither ist Joe Satriani zu einem der einflussreichsten Gitarristen der Welt geworden und seine Alben The Extremist und Super Colossal haben sich überall auf der Welt millionenfach verkauft. “Das war reiner Zufall”, so sagt er heute. “Ich hatte nie den Plan, Instrumentalist zu werden. Ich wollte immer Teil einer echten Rockband mit einem großartigen Sänger sein. Ich hatte ja viele Angebote, aber keines traf den Kern. Alle hätten immer nach Karriereplanung ausgesehen… bis Chickenfoot.
OK, was ist mit dem Sänger? Auch so ein Typ, den man niemandem erklären muss. Sammy Hagar, der Original-“Red Rocker”, der für seinen Einsatz bei Van Halen in die Rock’n’Roll Hall Of Fame aufgenommen wurde und sein Sänger-Debüt in den frühen Siebzigern mit der vielbestaunten Band Montrose hatte. Als Van Halen-Ersatzmann für David Lee Roth stellte er sich einer Herausforderung, um die ihn niemand beneidete, und die von den meisten Insidern und Fans als gar nicht zu meistern betrachtet wurde. Hagar selbst sah es entspannter: “Ich beschloss einfach, dass ich nicht als zweiter Sänger in der Band zu beurteilen war, sondern als der einzige Sänger, der in der Band war.”
Hagar führte Van Halen in neue Höhen, und gemeinsam schufen sie eine ganze Reihe von No.1-Alben, die sich Zig-Millionenmal verkauften. “Ich sorgte dafür, dass die Band ihr künstlerisches Niveau hielt und brachte sie an Orte, an denen sie noch nie gewesen war,” so Hagar rückblickend. “Das ist in meinen Augen mein wirklicher Beitrag bei Van Halen gewesen.”
Nach Van Halen war Hagar eigentlich gar nicht auf der Suche nach einer neuen Band: “Ich wollte gar nicht wieder in eine Band einsteigen, aber als ich die Jungs kennen lernte, wäre ich ein Idiot gewesen, wenn ich gesagt hätte: ‘Nee, das mach ich nicht’. In der ersten Minute, in der wir mit der Jam-Session anfingen, wurde mir sofort klar: ‘Das hier müssen die Leute hören.’”
Eine gute Band ist Nichts, wenn sie keine gute Rhythmussektion hat, und Chickenfoot haben mit Michael Anthony und Chad Smith eine der besten.
Als Gründungsmitglied von Van Halen (und Mit-Rock’n’Roll Hall Of Fame-Mitglied) hat Anthony seinerzeit das Flussbett gebildet, auf dem Gitarrengenie Eddie van Halen fließen konnte. Mehr als das, schuf er die charakteristischen Vocal-Backgrounds, die mit zum Erkennungsmerkmal der Band wurden. “Ein absoluter Zufallstreffer”, so der Bassist bescheiden. “Ich hab einfach nur gemacht, was natürlich aus mir herauskam.” Hagar dagegen sieht Anthonys Fähigkeiten etwas differenzierter: “Michael hielt die Band am Laufen. Er hat nie die Anerkennung erhalten, die ihm zusteht - er spielte neben Eddie Van Halen. Zur Hölle, Jack Bruce hat verglichen mit Eric Clapton auch nie seine Credits bekommen, das ist halt der Lauf der Dinge. Mickey hielt die Stellung, und das macht er immer noch.”
Dabei steht ihm Chad Smith zur Hilfe, langjähriger Drummer der Red Hot Chili Peppers, die vom kultigen Insidertipp zu einer der größten Bands der Welt wurden, seit Smith in den späten Achtzigern dazu stieß. Meist als “Funk-/Alternative-Drummer” gehandelt, rockt er bei Chickenfoot richtig hart, und wer außer Under The Bridge nichts von ihm kennt, wird von seinen Percussion-Explosionen ziemlich überrascht werden.
“Himmel, der Typ kommt aus Detroit”, betont Hagar. “Er kann einen höllisch guten Funk spielen, aber er ist durch und durch ein Rocker. Er spielt echt hart, Mann. Und er ist perfekt ausbalanciert - du kannst ihn mit nur einem Mikro im Raum aufnehmen, und du wirst jeden Teil seines Drumkits hören. Ohne seinen Groove würden Chickenfoot nicht existieren.
Alle Mitglieder von Chickenfoot räumen ein, dass sie eigentlich nur durch Zufall zusammengekommen sind, als sie sich auf einer Jam-Session in Hagars Club Cabo Wabo Cantina in Cabo San Lucas, Mexiko, trafen.
“Wir hatten einfach nur Spaß”, erinnert sich Michael Anthony. “Nachdem Sammy und ich aus Van Halen ausgestiegen waren, haben wir uns mit ein paar Musikern und ein paar Leuten getroffen, die zu uns zu passen schienen. Chad kam vorbei und wir konnten hervorragend miteinander. Nach und nach fingen wir an, darüber zu reden, etwas Ernsteres zu machen, aber wir brauchten einen Gitarristen. Jemanden, der echt qualmte, jemanden, der uns in gelobte Land führen würde.”
Auftritt Satch, der sich bei Hagar, Anthony und Smith einklinkte und “eine echte Verbindung” spürte, “anders als alles, was ich je vorher erlebt hatte.” Für Satriani, der sein Leben lang davon geträumt hatte, eine richtige Band zu haben, war dies die Chance, und dies waren seine Bandkollegen. “Nach nur ein paar Songs wurde es unübersehbar, dass wir alle eine musikalische Idee teilten. Die einzige Frage lautete, ob wir auch ein gutes Album zustande kriegen würden.”
Die Antwort kam in Form des illustren Produzenten Andy Johns in George Lucas’ Skywalker Studios und förderte eine Reihe von Songs zutage, die einen neuen Rockstandard für das neue Jahrtausend setzen.
Und so entstand 2009 das Debütalbum „Chickenfoot“ der Supergroup.
Vom gewaltigen Opener Avenida Revolution, der die blutigen Drogenkriege in Tijuana beschreibt und Hagar dazu bringt, seine Gefühle direkt durch seine Haut sickern zu lassen, bis zum Closer des Albums, die glitzernde Rockballade Future’s In The Past, ist Chickenfoot eine Feuerbombe von Album, wie es seit Jahren nicht mehr zu hören war. Die Band bahnt sich ihren Weg durch Rocker wie Soap On A Rope, Sexy Little Thing, Oh Yeah und My Kind Of Girl, die keine Gefangenen machen.
“Das sind alles Songs, die ich nie allein machen könnte”, erklärt Satriani. “Ich musste eine Band wie diese finden, um diese Songs zum Leben erwecken.” Und es sind erwachsene Themen, die die Band in Songs wie Runnin’ Out oder Learning To Fall aufgreifen. Ersteres ein Song über eine Welt, die bis zum Zerbrechen angespannt ist, das andere der vielleicht ergreifendste Lovesong, für den Hagar je den Text geschrieben hat. Sowohl als Sänger als auch als Songwriter kann Hagar seine Fähigkeiten bei Chickenfoot endlich zum Zuge kommen lassen.
“Ich schreibe über alles, was mir in den Sinn kommt,” so der Sänger. “Ich bin nicht auf bestimmte Themen festgelegt. Mich inspiriert die Musik. Als ich hörte, was für eine Musik Joe vorschwebte, ließ sie mich über mich selbst hinauswachsen. Sie brachte mich dazu, auf eine Art zu singen, wie ich normalerweise nie singen würde. Aber auf jeden von uns scheint die Band diesen Effekt zu haben.”
Satriani stimmt zu: “Viele Leute haben so eine Vorstellung davon, wie diese Band klingen müsste, oder über die Texte, die Sammy schreibt, und wie er singt. Die Sache ist aber die, das wir es schaffen, dass jeder von uns alles gibt, ohne dass es zu Konfrontationen kommt. Wenn ich mit Chickenfoot zusammenspiele, merke ich, wie ich ihnen immer mehr geben möchte. Ich halte nichts zurück. Und ich glaube, die anderen fühlen genau so.”
Dass Satriani sein großartiges Können vorbehaltlos ausspielt, ist natürlich ein Geschenk, aber bemerkenswert ist es, dass die individualistischen Züge, die jeder von ihnen hat, sich verbinden und auf eine wunderbare Art und Weise auf Chickenfoot zusammen kommen. Dabei bleiben die Eigenheiten eines jeden klar erkennbar. So wie Anthony und Smith auch vergangene Helden reflektieren: Für Anthony ist das Harvey Brooks von Electric Flag, für Chad Smith Zeppelins John Bonham. Zusammen kreieren sie einen überraschenden Balance-Akt, der sich perfekt zwischen heavy und leichtfüßig bewegt. So arbeitet eine gute Rhythmussektion, sie treibt die Band auf eine kreative Art an. Wenn man Chickenfoot hört, zeigt sich, was eine gute Rhythmussektion leisten kann.
Das selbstbetitelte Debüt „Chickenfoot“ wurde in den USA mit Gold ausgezeichnet. Es schoss 2009 in die Billboard Independent Albumcharts auf Platz 3 und belegte zudem Platz 88 der Top 200 Alben 2009. Begleitet wurde der immense Erfolg mit Auftritten in den berühmten amerikanischen Talkshows The Tonight Show with Conan O’Brien und Jimmy Kimmel Live, ebenso wie durch eine umgehend ausverkaufte Club-Tour und eine darauf folgende große US-Tour durch 30 Städte.
Das Album stieg in Japan sowie europaweit (Großbritannien, Deutschland, Schweiz, Benelux) in die Top 20 ein. Auch im Rest der Welt enterten sie fast überall die Top 40.
Das Classic Rock Magazine kürte Chickenfoot während ihrer alljährlichen Awardverleihung in London als „Best New Band“ und auch die restliche Presse nahm das Album positiv auf. So schrieb USA Today: „Hagar und Satriani haben unzählige Hooks und kompakte Soli in ihren Songs eingebaut und ein erfrischender, lebhafter Rhythmus treibt sie eindrucksvoll an.“
Billboard ging sogar noch einen Schritt weiter: „Das selbstbetitelte Debütalbum von Chickenfoot gefällt durch geradlinige Rock-Songs wie die Single ‚Oh Yeah’ oder das blues-lastige ‚Sexy Little Thing’. ‚Soap On A Rope’ klingt wie ein aus der Zukunft zurückgeschicktes Outtake von Led Zeppelin aus dem Jahre 2019.“

2011 erschien dann Chickenfoots Zweitlingwerk.
„Ich bin sehr stolz auf das neue Album“, teilt Sänger Hagar mit. „Wir haben für das Album den Titel Chickenfoot III gewählt, weil es so gut, so auf den Punkt ist, dass wir den Punkt, ein zweites Album machen zu müssen, schlichtweg übersprungen haben.“ Er fügt hinzu: „Zwischen Joe und mir hat sich großes Vertrauen entwickelt, wir kitzeln gegenseitig nur das Beste aus uns heraus und das überträgt sich auch auf den Rest der Band.“
Chickenfoot III enthält zehn Songs, die einer Offenbarung gleich kommen. Ein Album, dessen Großartigkeit beim ersten Hören so gar nicht erfassbar scheint. Kolossale Gitarrenriffs auf „Alright Alright“, „Last Temptation“, „Big Foot“ und „Lighten Up“ bringen die Erde zum Beben. Auf dem vom Nashville-Pop gefärbten „Different Devil“ trifft Tradition auf Innovation, während „Something Going Wrong“ unverkennbar Delta-Blues angehaucht ist. Die eindrucksvolle Rockballade „Come Closer“ vollzieht eine überraschende Wende und zeigt die Band von einer anderen Seite. Für diesen Song schrieb Sänger Hagar zuerst den Text und Gitarrist Joe Satriani komponierte erst danach die Musik. Aber das ist noch längst nicht alles. „Up Next” packt ganz unverblümt das Thema Sterblichkeit an, „Three And A Half Letters“ handelt von der aktuellen Weltwirtschaftslage und deren Folgen – all das gespickt mit reinem, durchs Mark gehenden Rock.
Und - haben wir schon erwähnt, dass sie einen etwas merkwürdigen Bandnamen haben?

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Selten wurde eine Band mit so vielen Erwartungen konfrontiert wie diese brandneue Formation, die sich Chickenfoot nennt. Richtig gelesen: Chickenfoot, wie Hühnerfuß. Man muss den Namen wohl ein paar Mal aussprechen, um sich an ihn zu gewöhnen. Zugegeben, es ist ein eigenartiger Name für eine Band (und ihr erstes Album). Er sorgt für Verwirrung und gibt einen Eselsarsch auf “coole Bandnamen”. Einen solchen brauchen Chickenfoot allerdings auch gar nicht, denn jeder der vier Musiker hat schon sein eigenes Kapitel in der Rockgeschichte geschrieben und füllte schon mehrere Artikel in vielen Magazinen mit seinen individuellen Leistungen.
Die Nachricht, dass sich diese vier Talente sich 2008 zu einem Kollektiv vereint haben, verbreitete sich im letzten Jahr in Windeseile im Internet (nun ja, der durchgedrehte Bandname half ihnen dabei wohl ein bisschen), und die Tatsache, dass sie künstlerisch die wildesten Träume jedes Fans übertroffen haben (außer vielleicht ihre eigenen), ist nochmal ein zusätzlicher Grund zu feiern. Aber zunächst sollte man sich mal das außergewöhnliche Line-Up auf der Zunge zergehen lassen.
Der eine hat nichts weniger als den Status eines Gitarrengottes: Joe Satriani, dessen wahre Geburt am 18. September 1970 stattfand. Es war nämlich exakt an jenem Tag, als Jimi Hendrix starb, dass Satriani beschloss, aus dem Football-Team seiner Highschool auszusteigen und sein Leben voll und ganz der Gitarre zu widmen. Da war er 14.
Sein größtes Ziel war es immer gewesen, Gitarrist in einer großen Rockband mit einem Frontmann größer als das wirkliche Leben zu sein. Er ging von Band zu Band, aber nichts entsprach so wirklich seinen Vorstellungen. Schließlich kratzte er all sein Geld zusammen und nahm ein Album mit seinen Solo-Aufnahmen als Gitarrist auf. Not Of This Earth schlug in der Gitarrengemeinde sofort ein wie eine Bombe, aber erst sein 1987er Album Surfing With The Alien machte Satriani zu einem Begriff. Das Album erreichte schnell Gold (inzwischen ist Multi-Platin daraus geworden) und wurde zu einem Meilenstein der Gitarrenmusik.
Seither ist Joe Satriani zu einem der einflussreichsten Gitarristen der Welt geworden und seine Alben The Extremist und Super Colossal haben sich überall auf der Welt millionenfach verkauft. “Das war reiner Zufall”, so sagt er heute. “Ich hatte nie den Plan, Instrumentalist zu werden. Ich wollte immer Teil einer echten Rockband mit einem großartigen Sänger sein. Ich hatte ja viele Angebote, aber keines traf den Kern. Alle hätten immer nach Karriereplanung ausgesehen… bis Chickenfoot.
OK, was ist mit dem Sänger? Auch so ein Typ, den man niemandem erklären muss. Sammy Hagar, der Original-“Red Rocker”, der für seinen Einsatz bei Van Halen in die Rock’n’Roll Hall Of Fame aufgenommen wurde und sein Sänger-Debüt in den frühen Siebzigern mit der vielbestaunten Band Montrose hatte. Als Van Halen-Ersatzmann für David Lee Roth stellte er sich einer Herausforderung, um die ihn niemand beneidete, und die von den meisten Insidern und Fans als gar nicht zu meistern betrachtet wurde. Hagar selbst sah es entspannter: “Ich beschloss einfach, dass ich nicht als zweiter Sänger in der Band zu beurteilen war, sondern als der einzige Sänger, der in der Band war.”
Hagar führte Van Halen in neue Höhen, und gemeinsam schufen sie eine ganze Reihe von No.1-Alben, die sich Zig-Millionenmal verkauften. “Ich sorgte dafür, dass die Band ihr künstlerisches Niveau hielt und brachte sie an Orte, an denen sie noch nie gewesen war,” so Hagar rückblickend. “Das ist in meinen Augen mein wirklicher Beitrag bei Van Halen gewesen.”
Nach Van Halen war Hagar eigentlich gar nicht auf der Suche nach einer neuen Band: “Ich wollte gar nicht wieder in eine Band einsteigen, aber als ich die Jungs kennen lernte, wäre ich ein Idiot gewesen, wenn ich gesagt hätte: ‘Nee, das mach ich nicht’. In der ersten Minute, in der wir mit der Jam-Session anfingen, wurde mir sofort klar: ‘Das hier müssen die Leute hören.’”
Eine gute Band ist Nichts, wenn sie keine gute Rhythmussektion hat, und Chickenfoot haben mit Michael Anthony und Chad Smith eine der besten.
Als Gründungsmitglied von Van Halen (und Mit-Rock’n’Roll Hall Of Fame-Mitglied) hat Anthony seinerzeit das Flussbett gebildet, auf dem Gitarrengenie Eddie van Halen fließen konnte. Mehr als das, schuf er die charakteristischen Vocal-Backgrounds, die mit zum Erkennungsmerkmal der Band wurden. “Ein absoluter Zufallstreffer”, so der Bassist bescheiden. “Ich hab einfach nur gemacht, was natürlich aus mir herauskam.” Hagar dagegen sieht Anthonys Fähigkeiten etwas differenzierter: “Michael hielt die Band am Laufen. Er hat nie die Anerkennung erhalten, die ihm zusteht - er spielte neben Eddie Van Halen. Zur Hölle, Jack Bruce hat verglichen mit Eric Clapton auch nie seine Credits bekommen, das ist halt der Lauf der Dinge. Mickey hielt die Stellung, und das macht er immer noch.”
Dabei steht ihm Chad Smith zur Hilfe, langjähriger Drummer der Red Hot Chili Peppers, die vom kultigen Insidertipp zu einer der größten Bands der Welt wurden, seit Smith in den späten Achtzigern dazu stieß. Meist als “Funk-/Alternative-Drummer” gehandelt, rockt er bei Chickenfoot richtig hart, und wer außer Under The Bridge nichts von ihm kennt, wird von seinen Percussion-Explosionen ziemlich überrascht werden.
“Himmel, der Typ kommt aus Detroit”, betont Hagar. “Er kann einen höllisch guten Funk spielen, aber er ist durch und durch ein Rocker. Er spielt echt hart, Mann. Und er ist perfekt ausbalanciert - du kannst ihn mit nur einem Mikro im Raum aufnehmen, und du wirst jeden Teil seines Drumkits hören. Ohne seinen Groove würden Chickenfoot nicht existieren.
Alle Mitglieder von Chickenfoot räumen ein, dass sie eigentlich nur durch Zufall zusammengekommen sind, als sie sich auf einer Jam-Session in Hagars Club Cabo Wabo Cantina in Cabo San Lucas, Mexiko, trafen.
“Wir hatten einfach nur Spaß”, erinnert sich Michael Anthony. “Nachdem Sammy und ich aus Van Halen ausgestiegen waren, haben wir uns mit ein paar Musikern und ein paar Leuten getroffen, die zu uns zu passen schienen. Chad kam vorbei und wir konnten hervorragend miteinander. Nach und nach fingen wir an, darüber zu reden, etwas Ernsteres zu machen, aber wir brauchten einen Gitarristen. Jemanden, der echt qualmte, jemanden, der uns in gelobte Land führen würde.”
Auftritt Satch, der sich bei Hagar, Anthony und Smith einklinkte und “eine echte Verbindung” spürte, “anders als alles, was ich je vorher erlebt hatte.” Für Satriani, der sein Leben lang davon geträumt hatte, eine richtige Band zu haben, war dies die Chance, und dies waren seine Bandkollegen. “Nach nur ein paar Songs wurde es unübersehbar, dass wir alle eine musikalische Idee teilten. Die einzige Frage lautete, ob wir auch ein gutes Album zustande kriegen würden.”
Die Antwort kam in Form des illustren Produzenten Andy Johns in George Lucas’ Skywalker Studios und förderte eine Reihe von Songs zutage, die einen neuen Rockstandard für das neue Jahrtausend setzen.
Und so entstand 2009 das Debütalbum „Chickenfoot“ der Supergroup.
Vom gewaltigen Opener Avenida Revolution, der die blutigen Drogenkriege in Tijuana beschreibt und Hagar dazu bringt, seine Gefühle direkt durch seine Haut sickern zu lassen, bis zum Closer des Albums, die glitzernde Rockballade Future’s In The Past, ist Chickenfoot eine Feuerbombe von Album, wie es seit Jahren nicht mehr zu hören war. Die Band bahnt sich ihren Weg durch Rocker wie Soap On A Rope, Sexy Little Thing, Oh Yeah und My Kind Of Girl, die keine Gefangenen machen.
“Das sind alles Songs, die ich nie allein machen könnte”, erklärt Satriani. “Ich musste eine Band wie diese finden, um diese Songs zum Leben erwecken.” Und es sind erwachsene Themen, die die Band in Songs wie Runnin’ Out oder Learning To Fall aufgreifen. Ersteres ein Song über eine Welt, die bis zum Zerbrechen angespannt ist, das andere der vielleicht ergreifendste Lovesong, für den Hagar je den Text geschrieben hat. Sowohl als Sänger als auch als Songwriter kann Hagar seine Fähigkeiten bei Chickenfoot endlich zum Zuge kommen lassen.
“Ich schreibe über alles, was mir in den Sinn kommt,” so der Sänger. “Ich bin nicht auf bestimmte Themen festgelegt. Mich inspiriert die Musik. Als ich hörte, was für eine Musik Joe vorschwebte, ließ sie mich über mich selbst hinauswachsen. Sie brachte mich dazu, auf eine Art zu singen, wie ich normalerweise nie singen würde. Aber auf jeden von uns scheint die Band diesen Effekt zu haben.”
Satriani stimmt zu: “Viele Leute haben so eine Vorstellung davon, wie diese Band klingen müsste, oder über die Texte, die Sammy schreibt, und wie er singt. Die Sache ist aber die, das wir es schaffen, dass jeder von uns alles gibt, ohne dass es zu Konfrontationen kommt. Wenn ich mit Chickenfoot zusammenspiele, merke ich, wie ich ihnen immer mehr geben möchte. Ich halte nichts zurück. Und ich glaube, die anderen fühlen genau so.”
Dass Satriani sein großartiges Können vorbehaltlos ausspielt, ist natürlich ein Geschenk, aber bemerkenswert ist es, dass die individualistischen Züge, die jeder von ihnen hat, sich verbinden und auf eine wunderbare Art und Weise auf Chickenfoot zusammen kommen. Dabei bleiben die Eigenheiten eines jeden klar erkennbar. So wie Anthony und Smith auch vergangene Helden reflektieren: Für Anthony ist das Harvey Brooks von Electric Flag, für Chad Smith Zeppelins John Bonham. Zusammen kreieren sie einen überraschenden Balance-Akt, der sich perfekt zwischen heavy und leichtfüßig bewegt. So arbeitet eine gute Rhythmussektion, sie treibt die Band auf eine kreative Art an. Wenn man Chickenfoot hört, zeigt sich, was eine gute Rhythmussektion leisten kann.
Das selbstbetitelte Debüt „Chickenfoot“ wurde in den USA mit Gold ausgezeichnet. Es schoss 2009 in die Billboard Independent Albumcharts auf Platz 3 und belegte zudem Platz 88 der Top 200 Alben 2009. Begleitet wurde der immense Erfolg mit Auftritten in den berühmten amerikanischen Talkshows The Tonight Show with Conan O’Brien und Jimmy Kimmel Live, ebenso wie durch eine umgehend ausverkaufte Club-Tour und eine darauf folgende große US-Tour durch 30 Städte.
Das Album stieg in Japan sowie europaweit (Großbritannien, Deutschland, Schweiz, Benelux) in die Top 20 ein. Auch im Rest der Welt enterten sie fast überall die Top 40.
Das Classic Rock Magazine kürte Chickenfoot während ihrer alljährlichen Awardverleihung in London als „Best New Band“ und auch die restliche Presse nahm das Album positiv auf. So schrieb USA Today: „Hagar und Satriani haben unzählige Hooks und kompakte Soli in ihren Songs eingebaut und ein erfrischender, lebhafter Rhythmus treibt sie eindrucksvoll an.“
Billboard ging sogar noch einen Schritt weiter: „Das selbstbetitelte Debütalbum von Chickenfoot gefällt durch geradlinige Rock-Songs wie die Single ‚Oh Yeah’ oder das blues-lastige ‚Sexy Little Thing’. ‚Soap On A Rope’ klingt wie ein aus der Zukunft zurückgeschicktes Outtake von Led Zeppelin aus dem Jahre 2019.“

2011 erschien dann Chickenfoots Zweitlingwerk.
„Ich bin sehr stolz auf das neue Album“, teilt Sänger Hagar mit. „Wir haben für das Album den Titel Chickenfoot III gewählt, weil es so gut, so auf den Punkt ist, dass wir den Punkt, ein zweites Album machen zu müssen, schlichtweg übersprungen haben.“ Er fügt hinzu: „Zwischen Joe und mir hat sich großes Vertrauen entwickelt, wir kitzeln gegenseitig nur das Beste aus uns heraus und das überträgt sich auch auf den Rest der Band.“
Chickenfoot III enthält zehn Songs, die einer Offenbarung gleich kommen. Ein Album, dessen Großartigkeit beim ersten Hören so gar nicht erfassbar scheint. Kolossale Gitarrenriffs auf „Alright Alright“, „Last Temptation“, „Big Foot“ und „Lighten Up“ bringen die Erde zum Beben. Auf dem vom Nashville-Pop gefärbten „Different Devil“ trifft Tradition auf Innovation, während „Something Going Wrong“ unverkennbar Delta-Blues angehaucht ist. Die eindrucksvolle Rockballade „Come Closer“ vollzieht eine überraschende Wende und zeigt die Band von einer anderen Seite. Für diesen Song schrieb Sänger Hagar zuerst den Text und Gitarrist Joe Satriani komponierte erst danach die Musik. Aber das ist noch längst nicht alles. „Up Next” packt ganz unverblümt das Thema Sterblichkeit an, „Three And A Half Letters“ handelt von der aktuellen Weltwirtschaftslage und deren Folgen – all das gespickt mit reinem, durchs Mark gehenden Rock.
Und - haben wir schon erwähnt, dass sie einen etwas merkwürdigen Bandnamen haben?

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