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Mit den sogenannten Supergroups, die sich immer mal wieder im Rockbusiness zusammentun, ist das ja so eine Sache. Es raufen sich mehrere (Ex-)Mitglieder von erfolgreichen Bands zusammen, um gemeinsam eine Band zu gründen. Oft sind diese Bands dann nach einem Album wieder Geschichte. Die aktuellste dieser Supergroups sind Chickenfoot. Die Band mit dem ungewöhnlichen Namen besteht aus den ehemaligen Van Halen Mitgliedern, Sammy Hagar und Michael Anthony, sowie dem Gitarrenvirtuosen Steve Vai und Red Hot Chilli Peppers Drummer Chad Smith. Glaubt man den Äusserungen von Gitarrero Satriani, dann dürfte das selbstbetitelte Debüt Album der Hühnerfüße, nicht die letzte Veröffentlichung sein. Und wenn man sich dieses Album mal zu Gemüte geführt hat, dann kann man das auch nur hoffen. Denn hier wird Mainstream Stadion Rock par Excellence geboten, quasi der Soundtrack für den Sommer 2009.

Natürlich werden viele Fans der Protagonisten ihre Erwartungen an dieses Album haben, einige werden wohl erwarten hier auf Van Halen Sounds zu treffen, oder auf Satrianis Gitarrenakrobatik und lässige Red Hot Chilli Peppers Songs. Irgendwie trifft das auch alles zu, und irgendwie auch nicht. Chad Smith grooved wie die Sau, Hagar und Anthony bringen natürlich ein wenig Van Halen Feeling ein, aber die größte Überraschung für mich ist Joe Satriani. Er verzichtet komplett auf Gitarrengekniedel und spielt sehr banddienlich. Tolle Rhythmusarbeit und hervorragende Gitarrensoli die perfekt zu den Songs passen!

Der erste Song "Avenida Revolution" ist auch gleich der einzige Song auf den Album, der mich etwas langweilt, irgendwie schafft die Band es nicht hier schon den Motor anzuwerfen. Was dann aber bei "Soap On A Rope" um so besser funktioniert. Der Song rockt, wie der ganze Rest des Albums. "Down The Drain" ist ein ziemlich entspannter Rock Song mit sehr schönem Satriani Solo und mit "Learning To Fall" haben Chickenfoot eine extrem schöne Ballade am Start.

Rock und Hard Rock Fans werden an diesem Album mit Sicherheit ihren Spaß haben.
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VINE-PRODUKTTESTERam 3. Juni 2009
Die beste Künstlerbiografie schreibt eine erfolgreiche Karriere, auf die man bereits zurückblicken kann. Eben diesen Umstand machen sich immer wieder neu formierte Supergroups zu nutze und rühmen sich mit Titeln und Tonträgern, die sie einst in einem Land vor unserer Zeit eingespielt haben. Doch nicht selten geht dieser Schuß nach hinten los. Aber Sarkasmus beiseite - im Falle von "Chickenfoot" wählt man nicht nur einen, aus Marketingsicht, wenig reißerischen Namen, sondern hat es auch sonst nicht nötig sich erst über ein neues, kommerziell aufgezogenes Bandprojekt zu profilieren. Drummer Chad Smith ist mit den "Red Hot Chili Peppers" immer noch dick im Geschäft, Sammy Hagar und Michael Anthony haben sich mit "Van Halen" ihre Sporen verdient und Nachfolger inspiriert, sowie Gitarrenvirtuose und Kurzzeitmitglied von "Deep Purple" Joe Satriani, der seine ganz eigene Musikgeschichte geschrieben hat. Hier treffen Vollblutmusiker aufeinander, die es gemeinsam noch einmal wissen möchten.

Spaß steht dabei im Vordergrund und so glänzt das selbst betitelte Debüt mit ausgelassener Spielfreude und zünftiger Gangart. Ob nun Rock'n'Roll oder doch Hard Rock - "Chickenfoot" wandeln auf Led Zeppelins Spuren ohne diese aber mit ihren eigenen verwischen zu können. Dennoch lebt das Album von der individuellen Klasse der Einzelnen, die sich gekonnt zu einem größeren Ganzen zusammenfügen. Im Schnitt mit 5 Minuten Länge befindet sich lediglich 1 Ballade (Learning to fall) unter den 11 Songs. Man lässt viel lieber die Gitarren klingen, das Schlagzeug und Bass als pulsierenden Rhythmusmotor fungieren und Hagars markant-krächzige Stimme, die man durch "Van Halen" Hits wie "Why can't this be love" oder "Right now" kennen und lieben gelernt hat, als Zirkusdompteur in ihrer Mitte stehen. In jeglicher Hinsicht klassisch aufgezogen, angereichert mit viel Blues, Funk und sogar Southern Rock Elementen, doch mit dem Blick auf das Hier und Jetzt.

Anspieltipps: "Sexy little thing", "Runnin' out" und "My kinda girl"
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am 14. Juli 2009
Um es kurz zu machen: Chickenfoot klingt wie eine gelungene Mischung aus Van Halen und Joe Satriani, was bei den Bandmitgliedern nicht verwundert. Eingängige Riffs, Harmoniegesang wie zu den besten Van Halen-Zeiten und schöne Satrianisoli. Wer etwas Innovatives erwartet ist hier falsch, wer aber Spitzenrock alter Schule mag ist genau richtig.
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am 3. Oktober 2011
Ich war ja die ganze Zeit sehr skeptisch was diese Supergroup angeht - doch war meine Sorge unbegründet. Das hier sind ganz grosse Songs - erstklassig umgesetzt,wobei mich besonders Joe Satriani überrascht - spielt er doch sehr Banddienlich - und doch kann man jederzeit seinen Stil und seine aussergewöhnliche Klasse heraushören.Doch auch das Schlagzeug ist sehr druckvoll und sehr vielseitig,doch am meisten fasziniert mich Sammy Hagars Stimme, die sich keinen Deut schlechter anhört als in den seeligen Achtzigern - hätte ich dem guten Sammy nicht mehr zugetraut.
Die teils lässigen verspielten heiteren Kompositionen haben schon Ihren eigenen modernen Stil, doch vieles hört sich auch nach Van Halen zu Sammy Hagars Zeiten an - wen wunderts bei zwei ehemaligen Van Halen-Mitgliedern.Im Prinzip ist das Songwriting sehr klassisch ausgefallen,aber so perfekt hat das schon lange niemand mehr hinbekommen. Es stimmt hier wirklich alles vom Songwriting über die Instrumentierung bis hin zur Produktion - es ist wirklich höchster Hörgenuss für Leute die mit melodischem Hard Rock etwas anfangen können.
Es ist im Prinzip ein gutes modernes Van Halen-Album, nur mit natürlicherem Schlagzeug.
Das Album hat sich redlich seine 5 Sterne verdient -- volle Empfehlung
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am 24. Juni 2009
Als ich hörte, dass Joe Satriani, Michael Anthony, Chad Smith und Sammy Hager ein Bandprojekt starten, dachte ich mir: Das könnte was werden.
Als ich hörte, dass die Musik, die sie machen wollen, einen touch von Led Zeppelin haben soll, dachte ich mir: Das wird auf jeden Fall was werden.
Als ich hörte, dass die Jungs sich Chickenfoot nennen, dachte ich mir: Äh...Was?

Nun steht das selbstbetitelte Album in meinem CD-Regal, die Scheibe selber liegt in Fach 2 meines 3-fach-CD-Players.

Nun muss ich anmerken, dass ich mich bestimmt nicht davon beeindrucken lasse, dass ein paar berühmte Namen sich zusammenschließen. Aber ich bin großer Sympathisant von Chad Smith. Und dass der Herr Satriani ein toller Gitarrist ist, ist auch nichts Neues. Den Namen Chickenfoot hatte ich ohnehin schnell in mein Herz geschlossen und als ich auch noch 'Oh Yeah' gehört habe, war mir klar: Die Platte kauf ich mir.
Wenngleich ich sie mir ohne die allzu großen Erwartungen gekauft habe. Und die wurden dann auch erfüllt.
Diese Platte erfindet nichts, aber auch gar nichts neu. Ein Vergleich mit Led Zeppelin (der wohl nur im Suff geäußert wurde - Gott sei Dank!) grenzt schon an Frevel. Keine Spur von Zeppelin, schon eher ein Bisschen AC/DC. Und das kann man nun wirklich nicht vergleichen.
Aber bitte nicht falsch verstehen: Schlecht ist das Album keineswegs.
Aber es ist eben auch nichts Besonderes. Guter, wenn auch längst bekannter Rock. Kaum Einflüsse anderer Musikstile. Ein Hauch von Standard. Satrianis Gitarrensolis plätschern zeitweise ein wenig dahin, Anthonys Bass fügt sich gut ein - und hat hin und wieder einen kleinen Auftritt. An Hagers Gesang ist erwartungsgemäß nichts auszusetzen. Und Smith spielt sein Ding routiniert herunter.
Alles in Allem kann man sich diese Musik sehr gut anhören, nach dem dritten oder vierten Mal gefiel es mir auch immer besser. Und hinten raus wird die Platte immer stärker (Anspieltipp: 'Turnin' Left', 'Future in the Past'). Aber es bleibt dabei: Etwas Besonderes ist es nicht.
Es sind vier Jungs, die ihr Instrument verdammt gut beherrschen, aber irgendwie spielen sie nur Bekanntes, nichts Neues. Was einerseits schade ist, andererseits aber irgendwie auch nicht anders zu erwarten war.
Sie hatten ihren Spass, sie haben dabei ein gutes Rock-Album produziert, was will man mehr?

Meine drei Sterne haben eine starke Tendenz zu den vier Sternen, erreichen sie nur eben nicht.

Übrigens: Am Ende werden doch noch die Erinnerungen an Led Zeppelin wach: Der Anfang des letzten Songs 'Future in the Past' erinnert schon zu stark an Zeppelins 'Thank you'.
Das sei nur einmal erwähnt.
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am 4. April 2012
Ich bin selber seit 20 Jahren aktiv Berufsmusiker und ich vermisse seit längeren etwas entscheidenes bei meinen alten Musikhelden. Innovation und gute Songs.
Diese Scheibe von Chickenfoot ist sicher, wie viele andere neue Scheiben Ihrer Musikerkollegen auch, sauber + einwandfrei produziert und aufgenommen. Aber ich höre hier kein Menschenleben mehr drinn.
Tolle Gitarrenarbeit, keine Frage, toller Sound, klasse Riffs von Joe. aber was soll Sammy dazu machen. Mehr als dazwischen rumbellen, ein bißchen daher kreischen, bleibt nicht. Ich habe bis zum Schluß auf den starken Song gewartet, auf Zusammenspiel, wenigstens auf etwas Aussage. Kam nicht. Klingt irgendwie wie ..jeder für sich.. ein generelles Problem zur Zeit, wie ich finde. Egal wo man hinhört, Tausend Spuren, überladen, 100 fach kompremiert, jeder für sich, Erbebnis: klingt Tod.
Wenn man etwas echtes hören möchte, bleiben einen nur noch die alten Liedermacher- Scheiben der 70er, mal krass gesagt.
Aber so ist das eben zur Zeit.
Auf dieser Scheibe machen Profis Ihren Job, wie jeder andere Handwerker auch, aber mehr eben auch nicht. Ergebnis: Ausreichende Unterhaltung. Sorry.
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TOP 1000 REZENSENTam 29. August 2015
Im Oktober 2009 erschien das 1. Studioalbum der Hard Rock Band Chickenfoot aus den U.S.A.. Chickenfoot sind: Sammy Hagar (Lead Vocals), Joe Satriani (Lead Guitar), Michael Anthony (Bass Guitar, Backing Vocals) und Chad Smith (Drums). Produziert wurde das Album von Chickenfoot und Andy Johns. Fast alle Titel wurden von Sammy Hagar und Joe Satriani geschrieben. Bei einigen Songs haben noch Anthony und Smith mitkomponiert.

Supergroup hin oder Supergroup her, mir kommt es auf die Musik an. Und die ist auf diesem Album phantastisch! Sammy Hagar hängt sich richtig rein und Joe Satriani spielt ein geiles Riff nach dem nächsten, einfach grosse klasse. Zu wenig gewürdigt wird für mich aber Chad Smith, welcher hier ein unglaublich geiles Drumming hinlegt. Der Opener `Avenida revolucion` ist super cool! Ein starkes Riff von Satriani und die ganze Band kann überzeugen. `Soap on a rope` ist kaum schwächer. `Sexy little thing` und `Oh yeah` sind auch gelungen, man merkt bei diesen Titeln, dass die Band viel Spaß beim einspielen hatte. `Get it up` hat ein richtig fettes Riff, der Song ist wirklich heavy. Ich muss nicht extra betonen, dass es auch viele tolle Soli von Satriani zu hören gibt. Man kann es nicht glauben, dass manche Hörer meinen, hier würde kein Hard Rock gespielt. Ich bin der Meinung, dass hier manches nach Van Halen klingt, aber ohne Keyboards. Ist ja auch kein Wunder, sind hier ja 50 % von Van Halen am Start. `Down the drain` ist auch wieder so ein grower. Wenn man etwas kritisieren könnte, dann dass es nur wenige schnelle Stücke zu hören gibt. Mich stört es nicht weiter. Neben Smith spielt auch Michael Anthony einen starken Bass, so wie man es von ihm gewöhnt ist. `My kinda girl` ist etwas kommerzieller, rockt aber trotzdem. Eine schöne Ballade ist `Learning to fall`. Die ruhigeren Töne kann die Gruppe also auch. Mit zwei starken Tracks endet dieses tolle Album.
In den U.S.A. wurde Platz 4 und in Deutschland Platz 17 der Charts erklommen.

Fazit: Hier sind 4 Hochkaräter aufeinander gestossen und haben ein richtig gutes Hard Rock Album eingespielt. Für mich eines der besten Alben aus diesem Genre der letzen 6 Jahre. Den Nachfolger "Chickenfoot III" finde ich nicht ganz so stark. Ich hoffe aber auf ein weiteres Album dieser Herren. 5 Sterne!
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am 30. Oktober 2012
Bei "Chickenfoot‘s" erstem Album handelt es sich um das Produkt einer Vereinigung von hochdekorierten Musikern. Da jeder beteiligte Musiker eine schillernde Vorgeschichte besitzt, werden unter Berücksichtigung der Talente bzw. der vorangegangenen Erfolge solche Vereinigungen in „Fachkreisen“ gerne als „Supergroup“ tituliert. Die Erwartungen an solch eine Supergroup sind „per se“ immens hoch. Somit geht man als geneigter Musikfan oder „Fachmann“ davon aus, dass auf Grund des vorhandenen Genies und dessen Konzentration alles bisher Dagewesene in den berühmten Schatten gestellt wird. Ist das so? Muss das so sein? Ist das Wunschdenken oder eine Selbstverständlichkeit? Dazu später mehr…

"Sachliche Betrachtung"
Zunächst ist da Sammy Hagar; einst und mittlerweile wieder selbständiger Musiker; nach Lust und Laune auch mal Frontmann einer „Supergroup“; im Wesentlichen aber bekannt als das einstmalige (gesangliche) Aushängeschild von „Van Halen“! Was Sammy dort trieb sorgte für Begeisterung aber auch für Ablehnung! Schließlich nahm er das Rohe von „Van Halen“ weg und gab deren Musik die manchem Fan zu zugängliche Note mit auf den Weg. Letztlich hatten „Van Halen“ mit Sammy Hagar ihre erfolgreichste Phase. Und dieser Fakt soll (schlicht betrachtet) den Taten von Sammy recht geben. Nun ja… Hier jedenfalls ist Sammy ganz einfach Sammy. Ein gute Laune Ausnahmeshouter! Man kann über ihn denken was man will, aber seine Stimme ist immer noch so was von fett und kernig, dass man eher an einen Mittzwanziger denkt, als an einen amtlichen Großvater. Was Sammy hier stimmlich einbringt, trifft so ziemlich den Kern von (guter) klassischer Rockmusik: Erdigkeit, „ungeschminktes“ Auftreten, keine Umwege, straightes Vorwärtsmarschieren, klare Worte, pure Energie und absolut lebensbejahend. Dabei ist seine Stimmlage niemals nervig oder schrill. Sie wirkt nicht weinerlich divenhaft, wie die eines „James LaBrie“ bei „Dream Theater“ oder pseudoaggressiv wie die von „Mark Wakefield“ bei „Linkin Park“. Nein, diese Stimme ist einfach ehrlich – Sammy ist die klassische Sirene! Hinzu kommt sein eingängiges Songwriting, das zwar mitunter Simpel wirkt (da nicht kompliziert), dafür jedoch unbedingt authentisch ist!
Dann ist da natürlich noch der Professor – Mr. „Joe Satriani“. Für Insider führt er mitunter den Nimbus einer Götzenfigur; oder auch nicht! Hier wird er als Gitarrengott gefeiert; dort ist er als Flitzfinger bzw. Gitarrensportler verschrien. Viele lieben sein filigranes gefühlsbetontes Gitarrenspiel; andere sprechen ihm genau dieses ab und empfinden ihn als zu mechanisch, berechenbar, techniklastig… Am Ende ist es wie immer Geschmacksache, über die man nicht streiten kann. Was er hier bei Chickenfoot spielt ist jedenfalls handwerklich allerhöchstes Niveau. Gerade emotional empfinde ich ihn hier um Längen packender als auf seinen Soloalben. Alles wirkt runder und reifer. Erst jetzt klingt Satriani für mich richtig überzeugend. Und ich besitze und liebe all seine Soloalben! Vielleicht sollte er sich, wie auch ein „Joe Bonamassa“ bei „Black County Community“, grundsätzlich einer Band anschließen, um unter dem Einfluss anderer gleichberechtigter Musiker den wahren Schliff zum Brillanten zu erfahren.
Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Satriani hat sich und sein Spiel nicht neu erfunden. Alles klingt irgendwie bekannt. Nahezu jedes Gitarrensolo ist ein Zitat aus seinen Soloalben. Hier jedoch, wie bereits gesagt, überzeugender und somit (für mich) schlicht besser! Was für meinen Geschmack eine Überraschung ist, und womit er heraussticht ist seine Rhythmusarbeit und somit seine Songdienlichkeit. Sehr sympathisch, wie sich Satriani bei Chickenfoot ein- und unterordnet.
„Chad Smith“ und „Michael Anthony“ liefern an den Drums / dem Bass eine mehr als überzeugende Leistung ab. Leider wird gerade über diese Parts am wenigsten geredet, da sie vordergründig nicht so herausstechen wie melodieführende Sänger, Gitarristen oder Keyboarder. Doch ist es gerade die Rhythmusarbeit, die einen Song leben lässt; welche die Basis für die Energie eines Liedes bestimmt; welche darüber entscheidet wie langweilig oder wie fetzig ein Song ist. Und gerade dieses Rhythmusarbeit der Herren Smith und Anthony lebt von der Erfahrung, vom Spielwitz und von guter Laune.

"Emotionale Betrachtung"
Zunächst höre ich hier eines der launigsten Rockalben der letzten Jahre und überhaupt. In der Regel ist man es speziell von AC/DC gewohnt, mittels eines Bombardements mit guter Laune aus der tiefsten Depression gerettet zu werden. Und genau dies gelingt hier auch den Herren von „Chickenfoot“ - nahezu durchgängig. Nein, nicht dass Lückenfüller dabei wären. Doch ab und an werden auch mal teils recht besinnliche Töne angeschlagen. So z.B. bei dem durchaus ordentlichen „Learning to fall“. Wobei ich persönlich dieses ganze Balladengedudel nicht brauche. Somit ist dies auch der einzige Song, auf den ich hätte verzichten können. An andere Stelle wurde gelobt, das „Sammy Hagar“ bei Balladen angeblich nie in übersteigerten Pathos abrutscht – sorry, ich sehe es anders. In dieser Richtung gibt’s nicht viel, wo nicht doch an irgendeiner Stelle der Schleim trieft; auch bei Herrn Hagar…
Doch bevor ich mir überhaupt dieses Album gekauft habe und zwischenzeitlich von dem total nervenden Supergroup Geschwafel überrollt wurde, hatte ich mich bei „Youtube“ informiert. Nur durch einen glücklichen Zufall bin ich auf „Chickenfoot“ aufmerksam geworden und wollte „nur mal reinhören“… Und dann sah ich diesen unglaublichen Spaß, den die vier Herren glaubhaft transportierten. Insbesondere bei „Soap on the roap“ hat das Video derart Laune gemacht, dass ich es immer wieder anschauen musste. Eine wundervolle Kombination aus GEILER Musik und vier „Jungs“, die einfach nur richtig Spaß bei dem haben, was sie tun. Und dann auch noch das leckere „Oh Yeah“. Herz, was willst du mehr? Nochmal, einfach nur GEIL!!!

"Abschließende Betrachtung "
Jawoll, jeder einzelne Musiker wird erstmal darauf festgenagelt, was er bisher getrieben hat! Und weil es momentan Hipp ist, weil es das Streben nach Gigantomanie unterstützt, und weil es ganz nebenbei verkaufsfördernd ist, wird hier die Bezeichnung „Supergroup“ gewählt. Widerlich! Ganz nebenbei besitzen diese Herren für mich nicht den Stellenwert, den die Bezeichnung „Supergroup“ rechtfertigen würde. Dafür gäbe es noch ganz andere Kaliber. Wenn ich die Herren spielen höre (und in den Videos sehe), dann glaube ich einfach, dass sich hier vier bekannte / befreundete Musiker getroffen haben, nur um ein gute Zeit miteinander zu verbringen. Um einfach mal Spaß zu haben!!!

Insgesamt wird dem Projekt auch noch ein (rein wirtschaftliches) Kalkül unterstellt. Sollte ich dies nicht erkennen – sollte dies wirklich der Fall sein? Danach klingt es (zumindest für mich) bei „Chickenfoot“ nicht!

Ja, jeder Musiker hat hier seinen Wiedererkennungswert. Nur tut das nicht weh. Im Gegenteil! In dieser Konstellation macht es so richtig Spaß. Eine klare Empfehlung für „Gute-Laune-Rockmusik-Liebhaber“. Das ergibt vier Sterne für ein sehr gutes Album, dass ich immer wieder gerne höre. Fünf Sterne sind es (noch) nicht, da mir für das Himmelreich noch ein wenig fehlt; da es doch zu spaßlastig ist; da sich die Musik (noch) nicht wirklich im Hirn festgefressen hat. Aber das kann ja alles noch werden…
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am 14. Juni 2009
Rock, Hardrock, Sleaze, Groove, Power-Riffs - von allem gibt es auf dem gleichnamigen Debutalbum von Chickenfoot reichlich zu hören. Manchmal auch ein bisschen zuviel. Klar, alles schon einmal dagewesen, klingt eher wie ein Spaßprojekt, soll es ja schließlich auch sein. Die nächste Supergroup aus Los Angeles bringt den Rock zurück und präsentiert uns ein 'Musiker"-Album mit Rhythmuswechseln, Spielereien, einer ordentlichen Brise Rock-Attitude und ein paar Angebereien. Es sei ihnen gegönnt. Sammy Hagar und Michael Anthony (beide Ex-Van Halen), Stargitarrist Joe Satriani und Rhythmus-Crack Chad Smith (Red Hot Chili Peppers) ballern wild drauf los und brennen ein Rock-Feuerwerk ab, das an manchen Stellen etwas zu gewollt wirkt, insgesamt aber durchaus überzeugt.

Zu den musikalischen Qualitäten und Hintergründen des Quartetts muss man nicht mehr viele Worte verlieren, die bisherigen Verkaufszahlen der Musiker sprechen Bände. Wie das bei Supergroups nun einmal so ist, wird im Vorfeld vielleicht zuviel erwartet und man addiert die individuellen Talente imaginär zu einem möglichen Interstellar-Über-Album. Das ist 'Chickenfoot" natürlich nicht geworden, aber es ist auch keineswegs so schlecht, wie es in der Presse teilweise dargestellt wird. Wenn man unvoreingenommen an die Scheibe herangeht und sich ein bisschen damit beschäftigt, wird man nach und nach immer Neues entdecken und sich von der aufgeladenen Energie der Band anstecken lassen. Satrianis hochvirtuoses (zeitweise etwas ausuferndes) Gitarrenspiel ist wie immer über jeden Zweifel erhaben, Anthony lässt den Bass souverän rollen, Smith hält die ganze Fraktion an den Drums zusammen und Hagars Vocals klingen immer noch beeindruckend frisch. Überzeugend ist zudem die glänzende Produktion des Longplayers, witzig das Cover mit der Thermofolie.

Also: Skepsis ablegen, Bierchen aufmachen und das Kopfnicken kommt von alleine.

Anspieltipps: Runnin Out - My Kinda Girl - Learning To Fall
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am 5. Juni 2009
Eine absolut mitreissende, gute Laune verursachende Hardrockscheibe im Stile von "OU812" oder "F.U.C.K" legen die Herren hier vor, wobei Joe Satriani dem Sound natürlich seinen eigenen Stempel aufdrückt. Dabei bleibts aber trotz aller Virtuosität immer songdienlich, höchst melodiös und voller toller Grooves. Über Sammy Hagars Klasse-Stimme braucht man ja nicht viele Worte zu verlieren und beim Schreiben toller, abwechslungsreicher und eingängiger Songs kann man diesen Profis eh nichts vormachen. Für mich ein absolutes Highlight 2009.
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