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Julia Sawalha spricht Ginger, eine tapfere englische Henne, die versucht hat von Tweedys Hühnerfarm zu entkommen, wo die garstige Mrs. Tweedy (Miranda Richardson) alle Hühner brät, die nicht genügend Eier produzieren. Als der Profit mit dem Eierverkauf absinkt, beschließt Mrs. Tweedy ihre Farm in eine Hühnerpastetenfabrik umzuwandeln, was Gingers Fluchtplan neue Dringlichkeit verleiht. An dieser Stelle betritt Rocky, der fliegende Hahn (Mel Gibson), die Szenerie, ein dreist aufdringlicher Amerikaner, der aus einem Zirkus entkommen ist und verspricht, den Hennen das Fliegen beizubringen.
Der Film hat unzählige Einstellungen und die Animation ist von so greifbarer Qualität, dass man versucht ist, die Arme auszustrecken, um das lustige Geflügel zu berühren, das sich auf der Leinwand tummelt. Vor allem aber bietet der Film eine seltene Mischung aus Intelligenz und Herz. Auch wenn die Vermarktung von Chicken Run in erster Linie ein junges Zielpublikum erreichen sollte, handelt es sich hier um einen ausgesprochenen Familienfilm, der sowohl auf der Kind- als auch auf der Erwachsenenebene funktioniert. Es wäre ein großes Versäumnis, wenn das erwachsene Publikum auf diesen Film verzichtet, nur weil es der Meinung ist, dass Chicken Run ausschließlich für Kinder geeignet sei. --Marshall Fine
Und wo wir grade von "genial" sprechen: Chicken Run ist definitiv und zweifelsohne der beste, witzigste und sehenswerteste Film, den die beiden Knetgummi-Gurus Rick Park und Peter Lord jemals durchgezogen haben.
Für alle folgenden Exzesse chauvinistischer und sonstiger Art entschuldige ich mich an dieser Stelle gleich im Voraus.
Die Story ist, wenn man mal von der mehr schlechten als rechten Dutzendware amerikanischer und britischer Kriegsgefangenenlagerfilme aus den 1950er bis -60ern absieht, recht leicht erklärt:
Die Hennen Ginger (die Ausbrecherin), Bunti (die gefiederte Wuchtbrumme), Mac (in der deutschen Version ein Kaaskoppje, im Orginal Schottin), Babs (das dumme Huhn par excéllence), der alte Kampfhahn Fowler (passender Name - schaut ins Wörterbuch) und 50 andere Hennen wollen von ihrer Farm flüchten.
Dummerweise wird der Laden von der perfiden Gummistiefel-Domina Mrs. Tweedy und ihrem Mann - dessen IQ irgendwo zwischen einer Tiefkühlpizza und einem Schluck Mineralwasser liegt - geleitet und bisher endete jeder Fluchtversuch entweder in Einzelhaft für Ginger oder einer Einladung zum Abendessen für eines der Hühner (als Hauptgang).
In dieser Situation fällt im wahrsten Sinne des Wortes der amerikanische Hahn Rocky Rhodes vom Himmel, der - von allen Hennen als flugfähiger Retter in der Not gefeiert - den Ladies beibringen soll, wie sie die Flatter machen können.
Leider stellt sich schon bald heraus, dass Rocky lediglich ein getürmter Zirkus-Hahn ist und den Hühnern die Zeit davonrennt, da Mrs. Tweedy den Plan fasst, alle Hühe zu Pastete zu verarbeiten.
Jedes Huhn hat seinen eigenen Charakter:
- Ein Huhn mit holländischem Akzent, das die Konstruktionen und Berechnungen der Flugversuche durchführt.
- Ein Huhn mit bayrischem Dialekt.
- ...
Wenn man bedenkt, daß es sich hierbei "nur" um Knetmasse handelt, kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus. Die Wallace&Gromit-Macher lassen sich an Ideenreichtum nicht übertreffen.
Hinweis: Für Kinder ist der Film nicht geeignet, da die Gags nicht verstanden werden. Auch viele Anspielungen, wie z.B. die KZ-Atmosphäre der Hühnerfarm, werden nicht verstanden.
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