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Chicken Christl
 
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Chicken Christl [Taschenbuch]

Martin Amanshauser
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 177 Seiten
  • Verlag: Deuticke im Zsolnay Verlag; Auflage: 1 (18. Februar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3216306798
  • ISBN-13: 978-3216306791
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,2 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.743.208 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Eine längere Krise Jdl. Wenn der österreichische Schriftsteller Martin Amanshauser Romane schreibt, dann ist die Paranoia nur ein paradoxer Vorgriff aufs Paradies: süsser Zwang und freie Wahl der Qualen. Vom österreichischen Burgenland bis nach Tacoma im US-Bundesstaat Washington erstreckt sich diesmal eine heitere Trashwelt, der die Wirklichkeit kaum nachsteht – ausser im Humor. Wild entschlossen treibt Amanshauser seinen Plot voran. «Chicken Christl» heisst die ehemalige burgenländische Hühnerfarmbesitzerin und romantitelgebende Gattin des apokryphen US-Präsidenten Major Koegl. Der wiederum macht mit dem finsteren Streichholzerzeuger und Gentechniker Teddy Novgor gemeinsame Sache. Spätes Opfer dieser politisch-sektenhaften Konspiration ist der geklonte Präsidentenenkel Mika, der als hypochondrischer Ich-Erzähler nicht nur unter Liebesqualen und Entführungsversuchen leidet, sondern auch an einem ererbten Merkmal: Er hat zwölf Finger. So weit, so gut. Und in Wahrheit viel besser. Denn Amanshausers Roman, der seine Wirklichkeit in höchst genauen Sätzen niederschreibt, kann auch als Nachklang auf die halluzinatorischen Melancholien der Beat-Literatur gelesen werden. Worum es in der Welt überhaupt geht, fragten sich die begnadeten Deliranten der sechziger Jahre. Amanshauser liefert die Zusammenfassung seines Romans gleich mit dem ersten Satz: «Bevor ich von Wahnsinnigen entführt wurde, die mich zu ihrem Gott machen wollten, durchlebte ich eine längere Krise.»

Über den Autor

Martin Amanshauser, geboren 1968, lebt in Wien. Autor und Übersetzer aus dem Portugiesischen. Er erhielt unter anderem den Georg Trakl-Förderungspreis für Lyrik (1992) und das Staatsstipendium für Literatur (1996/97).

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Im Norden Deutschlands ist dieser Autor bisher wohl eher unbekannt, und nachdem ich dieses Buch gelesen habe, weiß ich nicht, wieso eigentlich!
Das Buch ist sehr interessant (inhaltlich ist oben ja schon viel -vielleicht sogar zuviel- gesagt worden), auch wenn der genannte erste Satz wohl erstmal sehr seltsam anmutet. Die Geschichte entwickelt sich, und ist viel näher an der Realität, als es zunächst scheint.
Was mir besonders gefällt ist die Sprache: klar, irgendwie ruhig und doch voller Spannung, kein Wort zuviel aber vor allem auch keines zu wenig.
Und ganz abgesehen davon, ist dies ein Buch, das auch äußerlich anspricht: die ganzen "Nebensächlichkeiten" wie Schriftgröße, Papierqualität - und besonders die Aufmachung des Covers.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Martin Amanshauser hat eine der spitzesten Federn von allen jungen Autoren unserer Tage. Für Freunde der nicht ganz so einfachen Literatur ist er ein fixer Bestandteil der Szene. Auch wenn Chicken Valley im Vergleich zu "Nil" oder "Im Magen einer kranken Hyäne" ein bisschen banaler erscheint, gelingt es ihm doch wieder, den konzentrierten Leser zu fesseln. Vielleicht wäre auch ein Schuss mehr Seitenhiebe auf die aktuelle gesellschaftliche und politische Situation nicht so schlecht gewesen. Aber summa summarum finde ich "Chicken Christl" ungedingt lesenswert. Und bei Martin Amanshauser ist es ja ähnlich wie bei Red Bull - man liebt es oder man hasst es.
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