- Chia-Samen werden im Frühling ausgesät. Weil die Pflanze leicht fault, empfiehlt sich die Aussaat primär in Gegenden, die nicht durch allzu starken Regenfall gekennzeichnet sind. Die Pflanze erreicht eine Höhe von bis zu einem Meter und ist durch die zahlreichen blauen und gehäuft wachsenden Blüten leicht zu identifizieren. Die Samen werden im Herbst geerntet.
- Bei Chia handelt es sich um eine ursprünglich in Mexiko beheimatete Pflanze, die zur Familie der Lippenblütler sowie zur Gattung der Salbei gehört. Schon bei den Azteken, die ihre kräftigende Wirkung sehr schätzten, galt sie als überaus wichtige Nahrungsquelle. Nach Spanien gelangte sie wahrscheinlich um das Jahr 1521 durch die Konquistadoren im Zuge der Eroberung Mexikos. Den botanischen Namen Salvia hispanica erhielt Chia im 18. Jahrhundert von dem Botaniker Carl von Linné, der die Pflanze, die damals nur wild in Spanien wuchs, irrtümlich für ein heimisches Gewächs hielt.
- Chia wird heute in vielen Ländern Südamerikas kommerziell angebaut. Grund dafür ist vor allem der ausgesprochen hohe Anteil an Omega-3-Fettsäuren, der in den Chia-Samen enthalten ist. Fettsäuen vom Typ Omega 3 sind für den Menschen sehr wichtig, weil sie lebensnotwendig sind, jedoch vom Körper selbst nicht produziert werden können. Wie Leinsamen - die ebenfalls reich an Omega-3 sind - fördern auch Chia-Samen die Verdauung. Als weitere wertvolle Inhaltsstoffe enthalten sie zudem eine Reihe von Vitaminen wie Niacin, Riboflavin, Thiamin und Vitamin A, Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Zink sowie Antioxidantien und hochwertige Proteine. Chia-Samen sind zudem ein besonders gutes Sättigungsmittel, weil sie den Körper über längere Zeit gleichmäßig mit Energie versorgen.
- Chia-Samen wurden schon früh von den amerikanischen Ureinwohnern als Sättigungsmittel und Energielieferant geschätzt. Sie können roh oder getrocknet verzehrt werden und lassen sich auch als Verdickungsmittel verwenden oder Soßen zusetzen. Als Beigabe zum Müsli, in Joghurt oder Saft sorgen Chia-Samen für einen gesunden Start in den Tag. Sie eignen sich auch als gesunder Zusatz zum Brotteig, durch den das Brot sogar besonders lange frisch bleiben soll. Das aus den Chia-Samen gewonnene Chiaöl, das in der Regel heiß gepresst wird, ist zudem eines der gesündesten Pflanzenöle und ähnelt hinsichtlich seiner Eigenschaften Rapsöl. Chia-Samen werden sogar als Hühnerfutter verwendet. Hier geht es aber weniger um das Wohlergehen des Federviehs, sondern vielmehr um die Gesundheit der Menschen. Denn so werden die von den Hühnern gelegten Eier auf elegante Art und Weise mit den wichtigen Omega-3-Fettsäuren angereichert, die in den Chia-Samen enthalten sind.


