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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Anspruchsvolles Drama um drei Jugendliche,
Von Parsel1 (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Cherrybomb (DVD)
In dem Film werden ziemlich schonungslos die Höhen und Tiefen jugendlicher Abenteuer anhand einer wilden Wochenendgeschichte in Belfast erzählt. Von den Jungdarstellern (u.a. Rupert Grint aus Harry Potter) recht überzeugend gespielt: zwei Kumpel wetteifern um die Gunst eines neu in die Gegend gezogenen Mädchens, die die Beiden aus Langeweile dazu antreibt, immer üblere Taten zu begehen (Drogen, Schlägereien, Häuser-Graffity, Autoklauen, etc.) um sie "rum zu kriegen". Die Handlung eskaliert gegen Ende des Films, als nach einer big party der erste Tote zu beklagen ist. Der Film beginnt recht eindrucksvoll mit den Folgen, nämlich dem polizeilichen Verhör der ziemlich übel zugerichteten Überlebenden.Der Film ist natürlich in erster Linie als spannende Unterhaltung für Jugendliche gedacht (die sich in vielen Details des Films wiederfinden werden). Zwar ohne erhobenen Zeigefinger, aber dennoch lässt der Film auch nicht weg, was schiefgehen kann, wenn mans übertreibt. Für Eltern (Erzieher, Lehrer) dürfte die sehr realistisch erzählte Geschichte ebenfalls ein sehenswerter Film und ein leichter, aber heilsamer Schocker sein, denn er zeigt auch ungeschminkt die Ursachen für die sich anbahnende Katastrophe: wenn man den Kontakt zu seinen Kindern in der Pubertät nicht mehr geregelt kriegt (oder der Kontakt vorher schon nicht richtig existierte). So werden im Film auch die Rahmenbedingungen der drei Jugendlichen einfühlsam geschildert: der eine aus liebevollem, umsorgenden Elternhaus sucht die Herausforderung des Verbotenen - der andere aus kaputten Verhältnissen am unteren sozialen Rand sucht Ruhe und Halt in der Freundschaft zu seinem Kumpel. Und schließlich die kaputte Beziehung zwischen dem Mädchen und ihrem geschiedenen Vater, die letztendlich der Hauptgrund für ihr zerstörerisches Verhalten ist. Der Film wurde von zwei irischen Jung-Regisseuren (einem Ehepaar) mit vielen innovativen Ideen gedreht. Im Ergebnis ein künstlerisch wertvoller Film aus der 'Independent' Filmschmiede Großbritanniens - sehenswert nicht nur für Jugendliche. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Junge Rebellen Vol. 29,
Von
Rezension bezieht sich auf: Cherrybomb (DVD)
Zwei junge Männer betrachten sich als beste Freunde, wobei der Umgang des einen mit dem anderen nicht gerade als pfleglich zu bezeichnen ist. Während Malachy sich gute Noten in der Schule verdient und einem Nebenjob in einem Freizeitbad nachgeht, hat Luke schon lange alles geschmissen und verdealt für seinen Bruder kleine, lustige Pillen. Er schämt sich für seinen abgefackten Vater, gibt sich nach außen hin aber umso omnipotenter. Die beiden konkurrieren um ein schönes Mädchen (Michelle, die Tochter des Chefs von Malachy). Wer bekommt sie zuerst ins Bett? Michelle ist jedoch auch alles andere als handzahm und gerade von der Mutter zum getrenntlebenden Vater verschoben worden. Sie spielt ein wenig mit den Jungs und spornt sie zu immer weiteren sinnlosen "Wettbewerben" an. Als die Göre ihrem Vater die Schlüssel für das Freizeitbad entwendet, lädt sie dort zu einer großen Abschiedsparty fürs sich ein, denn der Vater möchte sie wieder zur Mutter abstoßen.....Jugendliche Auflehnung, Sex, Drogen und Party. Kommt euch altvertraut vor? Nun, vom Grundthema her, bietet der Film kaum Innovatives. Letztendlich handelt es sich um einen Balzwettstreit der beiden jugendlichen Protagonisten. Die lassen sicher allerhand schräge Sachen einfallen, um den Konkurrenten auszustechen. Das Mädchen zeigt sich unentschlossen, mitunter zickig und abgrundtief unreif. Nun, der Film kommt 'cool' herangerollt und wird sicherlich sein Publikum finden. Für mich persönlich war das Agieren der Akteure aber vor allem infantil und belächelnswert. Für eine Sozialstudie waren die Hintergründe und Verstrickungen der Figuren zu wenig herausgearbeitet. Es gab eine Unterschriftenaktion in Großbritannien, damit dieser Film in die Kinos kommt. Ist schon klar, dass vor allem die weiblichen Fans von Rupert Grint sich dafür eingesetzt haben. In Deutschland ist der Film wohl nur auf DVD erschienen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4.0 von 5 Sternen
Jugendfilm und Milieustudie,
Von
Rezension bezieht sich auf: Cherrybomb [Blu-ray] (Blu-ray)
Diese irische Produktion erinnert mich an eine ganze Reihe sehr ähnlicher Filme, vom aktuellen britischen "Fish Tank" bis zum 70er-Jahre-Klassiker "Deep End" (Stichwort: Schwimmbad). Das der Film freilich nichts vollkommen Neues ist, sei vorweg schon mal gesagt.Dennoch ist der Film sehenswert. Nicht nur wegen des Wiedersehens mit Rupert "Ron Weasley" Grint, sondern auch wegen des sehr nachdenklichen Drehbuchs. Man kann sich recht einfach mit Grints Figur Malachy identifizieren, für den es das Schwerste ist, die richtigen Entscheidungen zu treffen und beim Buhlen um ein Mädchen einen großen Fehler nach dem anderen begeht. Aus Spaß und Party wird am Ende bitterer Ernst, ein böses Erwachen im wahrsten Sinne des Wortes... Ein altes Thema frisch und unverkrampft aufbereitet, im englischen Original mit genüsslichem irischen Akzent versehen. Gelungene Mixtur aus Coming of Age-Geschichte und Filme Noir... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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