Sollte diese Tastatur ihrem ersten (überragenden) Eindruck gerecht werden, kann man selbst bei dem Preis nichts falsch machen, obwohl 35 € für eine *gute* Tastatur keineswegs zuviel sind, wenn man die labbrigen 20 € Teile mal näher betrachtet hat.
Selbst für Windows-Nutzer, die eine Migration gen Linux oder Dual-Boot nicht ausschließen, ist das DIE Alternative, weil die Tastatur ohne jedwede Probleme sofort unter WinXP läuft (mit oder ohne mitgelieferte Treiber, ohne Treiber aber auch ohne Zusatztasten) sowie unter Linux (SuSe 9.x oder 10.x), ohne nervtötendes Keymapping und Programmieren.
Qualitativ scheint die Tastatur eine gute Cherry zu sein, der Tastenanschlag ist satt und stramm, schnelle Finger finden sich gut zurecht. Die Funktionstasten und die Konfigurationsmöglichkeiten der Software sind gut und alltagstauglich. Die Zusatztasten umfassen alles, was das Herz begehrt (Multimedia, Internet, cut'n'paste, Programm-Hotkeys, auf dämliche weil nutzlose Gimmick-Funktionen hat man verzichtet, was einem u.a. die Funktionstasten wieder zurückgibt). Verarbeitungsmängel oder Schwachstellen in der Konstruktion sind mir bis dato noch keine aufgefallen. Das Design ist dezent und hochwertig, vor einem auf Chic getrimmten Schreibtisch braucht sich das aktuelle aber zeitlose Design in Schwarz und Silber auch nicht zu verstecken. Bis auf die Zusatztasten ist im Allgemeinen das Layout fast Standard, was vor allem der Konfusion bei den Tasten über dem Cursor-Block vorbeugt (da hat mich mein MS-Keyboard zum Wahnsinn getrieben).
Obwohl eher an Linux-User und Vielschreiber gerichtet, ist das eine absolut interessante und äußerst Alltagstaugliche Tastatur an der Nahtstelle zwischen Windows und Linux, weil beides ohne Kompromisse funktioniert (es sei denn, es stört jemanden, wenn Tux die 'Windows'-Taste ziert).