Auch das erfährt man aus diesem Buch nicht. Wohl aber, wie die Ägypter es hätten machen können, und zwar ganz ohne Aliens oder Wirkung von aussen. Ein Ingenieur und ein Archtikt haben sich hier jahrelang Gedanken gemacht, wie dieses einzig verbleibende Weltwunder hätte entstehen können. Und ihre Theorie klingt sehr plausibel. Ganz ohne Flaschenzüge und Rädern wird aufgezeigt, wie man mit damaligen Mitteln bis zu 63 Tonnen schwere Steine dahin bewegt, wo sie hin sollen. Und zudem nicht nur ein Steinhaufen, sondern eine Pyramide mit einem Innenleben.
Mit zahlreichen Skizzen und 3D Ansichten wird aufgezeigt, wie ein solches Bauwerk entstehen kann. Leider werden nur wenige Indizien an der Pyramide aufgezeigt, die diese Theorie stützen. Insbesonders für die Innenrampe müssten sich eigentlich mehr Indizien finden lassen als die gezeigten mikrogravimetrischen Messungen. Doch wer Zahi Hawass kennt weiss wie schwer ist, Forschungen an den Pyramiden durchführen zu können. Von daher sei den Autoren verziehen.
Warum dann nur 4 Punkte und nicht 5? Es hat einfach etwas zu viele Grafiken, es muss nicht jeder Aufriss aus jeder Himmelrichtung gezeigt werden. Und damit dann das Buch nicht zu dünn wird, hätte man noch etwas mehr auf die Fragen eingehen können, wie die Ägypter das Areal planierten, wie sie die Nordausrichtung schafften und wieso sich Pi in den Dimensionen verbirgt. Oder auch wie die Ägypter es schafften, dass die Spitze auch in der Mitte der Pyramide ist und nicht irgendwo versetzt. Darüber lassen sich die Autoren gar nicht bis wenig aus, gehört aber meiner Meinung unbedingt zu einem Architekturbuch über die Cheopspyramide dazu.
Bleibt abzuwarten, ob man die Theorie der Innenrampe und des Gewichtsschlitten in der grossen Galerie an der Realität stützen kann.