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Produktinformation
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Aus allen Teilgebieten der Chemie
Das Werk berücksichtigt nicht nur die wissenschaftliche Seite der Chemie, sondern auch die Lebens- und Alltagserfahrungen der Schüler/innen. Einen Schwerpunkt bilden die Bereiche Umwelt und Technik.
Chemische Schulexperimente eignet sich für alle Schularten - vom Anfangsunterricht bis zu den Grund- und Leistungskursen der gymnasialen Oberstufe, das Wahlpflichtfach Naturwissenschaften eingeschlossen.
Die Bände beziehen Varianten für die technische Durchführung der Experimente ein. So gelingt die optimale Anpassung an die Besonderheiten jedes schulischen Umfelds. Auf der Grundlage der neuesten gesetzlichen Bestimmungen und Vorschriften sind zu jedem Experiment Hinweise auf Gefahrstoffe, zum Arbeitsschutz und zur Entsorgung beigefügt.
Darstellung, Eigenschaften und Nachweis von Elementen und Verbindungen der I. bis VII. Hauptgruppe sowie der I. bis VIII. Nebengruppe des Periodensystems der Elemente.
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Nun zu den einzelnen, zahlreichen Versuchen: Jedes Experiment trägt neben dem Titel entsprechende Symbole (zu den Gefahren und zum Umgang - Arbeit unter dem Abzug, mit Schutzhandschuhe) und Abkürzungen, wer aufgrund der verwendeten Chemikalien, den Versuch durchführen kann, also ob's eine Lehrerdemo oder ein Schülerversuch ist (SchülerIn S, GymnasiastIn SgO, Nur Schüler S-w). Am Ende jeder Versuchsanleitung findet sich der entsprechende Hinweis zur korrekten Entsorgung (E-Sätze).
Jedes Experiment ist in die folgenden Abschnitte unterteilt: Titel, für wen (S, SgO, S-w), die (Gefahren)-Symbole, „Geräte", „Chemikalien" inkl. Gefahrenhinweise, „Durchführung", „Auswertung" und „Entsorgung", manchmal gefolgt von einem Abschnitt „Bemerkungen".
Beim Abschnitt „Durchführung" ist sehr oft eine schematische Abbildung zum apparativen Aufbau des Versuchs mit angegeben, was sehr zur Verständlichkeit beiträgt. Beim Punkt „Durchführung", aber auch bei den „Geräten" oder den „Chemikalien" sind oft auch noch „Varianten" für die technische Durchführung der Experimente angegeben, was dem Lehrer erlaubt, die ihm oder der schulischen Infrastruktur entsprechende auszuwählen.
Unter „Auswertung" sind immer die Partikel- oder Reaktionsgleichungen angegeben.
Zusammenfassend: Auf 317 Seiten, wurden total 368 Experimente beschrieben, entsprechend 6/7-Seiten pro Experiment, wohlbemerkt oftmals inklusive Varianten, was veranschaulicht, dass wohl eher auf systematische Vollständigkeit, denn auf eine, den modernen schulischen Gegebenheiten angepasste Auswahl Wert gelegt wurde:
Wenn man davon ausgeht, dass ein Lehrer jedes Experiment, das er selber demonstriert oder das er in einem Praktikum von Schülern erarbeiten lässt, vorher zumindest einmal selber durchführt und man ferner auch bedenken muss, dass alle Chemikalien, Glaswaren und Gerätschaften z.T. im Klassensatz vorhanden sein müssen, dann würde man sich wünschen, dass die einzelnen Experimente zumindest prioritär bezeichnet bzw. geordnet wären.
Prioritär in dem Sinne, dass einzelne Experimente ev. als „Unbedingt (sehenswert)", andere als „Nice to have" kategorisiert wären. Aus praktischer Erfahrung zeigt sich, dass gewisse Versuche oder Versuchsanordnungen zwar von der Theorie her praktikabel sind, doch in der Praxis z.B. vom Aufwand her oder von der stufengerechten Aussagekraft im Vergleich mit anderen Experimenten eher wenig anschaulich sind und nicht sehr viel hergeben. Das wäre vielleicht eine Anregung für eine nächste Auflage, denn ich hoffe, dass sich dieses umfassende, gründliche Werk, das einer reichen Fundgrube gleicht, sehr gut verkaufen wird.
Dann hätte ich aber noch gleich eine weitere Anregung: Gerade auch die anorganische Chemie hat definitiv einen hohen Stellenwert beim Herstellen eines Praxisbezugs (Analytik von Luft, Wasser, Boden, New Materials, Supraleiter, Mineralien, Legierungen, etc.). Von dem her gesehen sollten unbedingt vermehrt Experimente in einen (thematischen) Mittelpunkt gerückt werden, die eine praktische Anwendung haben, denn solche sind auch bei den Schülern einprägsamer und kommen deshalb besser an. Weil man sich darunter halt was vorstellen kann. Didaktisch (k)eine (un)wesentliche Komponente, die im zu besprechenden Band 1 etwas stark ausser Acht gelassen wurde. Fragen wie: Für was macht man das? Wieso stellt man diese Verbindung her? Was hat dieses Salz für eine Bedeutung? etc. sollten in einer solchen Experimentensammlung doch auch angedeutet werden, so dass die chemische Kunst nicht zur „l'art pour l'art" verkommt.
Tatsache: Chemie ist eine der Naturwissenschaften, bei der das Experiment die zentrale Rolle spielt. Das Experimentieren soll sich aber nicht auf ein Nachkochen beschränken, wobei „je effektvoller, desto besser". Erwünscht wären fachsystematisch wertvolle und didaktisch sinnvoll aufbereitete Lerninhalte bzw. hilfreiche stichwortartige Hinweise, würden auch schon genügen.
Hier folgend ein paar Gesichtspunkte: Das empirische Vorgehen auf dem historischen Weg oder der Einbezug von Alltags- und Umweltphänomene aus der Erfahrungswelt der Schüler oder die Deutung und Erklärung der beobachteten Phänomene mit geeigneten Modellen oder einer Korrelationen zwischen Modellversuch in der Schule und der Industrie oder Projektarbeit anhand von Themenkreisen oder ein spürbarer Aktualitätsbezug mit Beispielen z.B. aus Medien.
Es gibt viele Varianten, wie mit Experimenten ein Praxisbezug hergestellt werden kann und dies wurde im Vorwort auch erwähnt: Um einen „Beitrag zum naturwissenschaftlichen Grundverständnis unserer Umwelt" zu leisten, sollen „chemische Vorgänge in Umwelt, Alltag und Technik mit" einbezogen werden, „die chemische Analytik" ziehe sich durch alle Sachgebiete und „Modellexperimente zu chemisch-technischen Verfahren" seien mit dem sachlichen Kontext verflochten. Vielleicht treten diese Ambitionen dann im Band 3 klarer, gewichtiger und eindeutiger zu Tage. In diesem Band 1 umgesetzt ist ganz eindeutig als Grundlage der Anordnung sämtlicher Schulexperimente das Periodensystem der chemischen Elemente PSE. Allenfalls das Register ermöglicht den Zugang zu anderen im Chemieunterricht wichtigen Gliederungsgesichtspunkten.
Wenn man bedenkt, dass dem Fach Chemie zusehends Wochenstunden bzw. Jahreslektionen abhanden kommen, während der gymnasialen Ausbildung die Chemie vielleicht noch mit total 200 Lektionen beziffert werden kann, wäre ev. eine Beschränkung auf die wesentlichsten Experimente wünschenswert. Dies in Anbetracht, dass die 368 Experimente vorerst nur mal die anorganische Chemie (Band 1) betreffen ...
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