Kurzbeschreibung
Das Thema "Chemische Grenzwerte" wird in der Bevölkerung wie in der Wissenschaft heiß diskutiert. Dabei sind nicht nur die wissenschaftlichen und gerätetechnischen Begrenzungen maßgebend, sondern auch die rechtswissenschaftlichen, sozialwissenschaftlichen und umweltmedizinischen Aspekte sind von beträchtlichem Belang. Neu hinzugekommen sind Fragestellungen aus dem philosophisch-ethischen Bereich.
Das Herausgeberteam aus den Bereichen Philosophie und Chemie präsentiert in vorgestellten Buch Referate von Fachleute aus den einzelnen Disziplinen, die für sich selbst interessant, als interdisziplinäre Summe dann aber mehr als einfach eine Aneinanderreihung der Einzelbeiträge darstellt.
Das Buch ist das Ergebnis einer Tagung mit dem Titelthema, die im Rahmen des Programms "Chemie und Geisteswissenschaften" des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft stattgefunden hat.Inhalt:
Grenzwerte im Spannungsfeld zwischen intuitiver Toxikologie und "Risk Stories" - Wie lassen sich Konflikte um Grenzwerte heilen?/ Umweltstandards: Grundlegungs- und Umsetzungsprobleme/ Der wahre Meßwert - Erkenntnistheoretische Probleme einer technischen Praxis/ Gütekriterien von Analysenverfahren und ihre Bedeutung bei der Festlegung von chemischen Grenzwerten/ Grundprinzipien für die Ableitung von Grenzwerten/ Grenzwertfindung bei limitierter Datenlage: Arbeitsplatz-Richtwerte - Konzept des Ausschusses für Gefahrstoffe und des VCI/ Anforderungen an arbeitsmedizinisch-toxikologische Analysen (Biomonitoring) - Stand der Technik/ Gegenwärtige Praxis der Festlegung von Grenzwerten für chemische Stoffe am Arbeitsplatz in der Bundesrepublik und der EU/ Grenzwerte in der Praxis von Verwaltung und Gerichten/ Grenzwerte im europäischen Umweltrecht/ Vom Sein zum Sollen? Problematik der Festlegung chemischer Grenzwerte vor dem Hintergrund toxikologisch-chemischer Wirkungserkenntnisse/ Programm "Chemie und Geisteswissenschaften"/ Zu den Autoren/ Register
Über den Autor
Peter Janich ist Professor für Philosophie an der Universität Marburg. Aus dem Konstruktivismus der Erlanger Schule kommend, ist er Mitbegründer des Methodischen Kulturalismus.