Experimentell und überraschend wie eh und je melden sich die Ying Yang Twins zurück. Wie immer sind die Twins thematisch etwas eingeschränkt auf das eine. Aber alles andere wäre auch eine Enttäuschung gewesen ;).
Der erste Song "Keep on Coming" ist ein für die YYT langsamerer Song, der dem ein oder anderen vielleicht zu monoton rüber kommen wird, andere aber werden gerade diesen Style mögen, besonders YYT-Fans. 4 von 5 Sternen
"1st Booty On Duty" ist der erste Club-Banger auf dem neuen Album mit sehr viel Bass, was leicht an "Wait" aus dem alten Album erinnert, aber wesentlich abwechselungsreicher rüberkommt, da die Bassline gut mit anderen Elementen unterlegt wurde. (Außerdem wird nich geflüstert;) ) 5 von 5 Sternen
"Jack It Up (feat. Taurus)" ist wieder ein Song der Spitzenklasse. Der Refrain wird wie bei "Put That Thang Down" aus dem USA-Album von einer Frau gesungen und der Song erreicht auch fast das selbe Level. 5 von 5 Sternen
"Jigglin" ist wieder einer dieser ehr monotonen Songs, da sich der Beat auch im Refrain nicht verändert und ihn eigentlich nichts sonst hervorhebt. Nur 3 von 5 Sternen
"Take It Slow (Feat. Los Vegas)" ist ein für YYT-Niveau fast schon melancholischer Song mit viel RnB. Nicht so mein Geschmack, 2 von 5 Sternen
"Big Boy Liquor (Feat K.T. and Huggy)" ist ein durchschnittlicher Song der mir zu wenig Bass hat, zu langsam ist und auch zu wenig Abwechslung bietet. 3 von 5 Sternen
"Collard Greens" erinnert einen ehr an Gangsta HipHop anderer Kollegen durch den langsamen Takt und die düstere Stimmung (tiefe Glocken, Streicher usw.)Wem aber diesr Stil auch gefällt, ist gut bedient. 4 von 5 Sternen
"Water" ist einer der besten wenn nicht sogar der beste Song des Albums. Der schnelle Beat geht sofort ins Blut und man muss mitgehen. Konditionell verlangt der Song aber beim Tanzen durch den schnellen Beat schon einiges ab. Der Refrain ist extrem geil und auch die vielleicht untypischen E-Gittaren Rifs fügen sich perfekt ein, dazu die hohe Frauenstimme im Hintergrund...5 von 5 Sternen
"Dangerous (Feat. Wyclef Jean)" ist die erste Single-Auskopplung aus dem Album und hat viel Potenzial. Trotz der leicht langsamen Art animiert der Song zum Tanzen und musikalisch ist es der wohl wertvollste Song des Albums und einer der besten sowieso. Die E-Gitarre tauch auch hier wieder auf und passt wie angegossen. Dazu die Bass-Gitarren-Melodie...ein extremer Ohrwurm. (Das Ende ist auch sehr schön ;) ) 5 von 5 Sternen
"Family" ist wieder ein sehr...nachdenklicher(?) Song, den man den YYT nicht so direkt zugetraut hättte. Es geht mal nicht nur um Frauen und f**** sonder auch wirklich um die Familie mit Kinderstimmen im Refrain und Gospel. 4 von 5 Sternen
"Friday" ist wieder ein Party-Song der sich wieder mit den typischen Ying Yang Themen beschäftigt. Er hebt sich zwar nicht durch irgendwelche Besonderheiten herraus aber das ist ja auch nicht Pflicht. 5 von 5 Sternen
"Leave" ist wieder etwas untypischer mit einem sehr schnellem Klavier im Hintergrund und schnellen Raps. Er ist auch nicht großartig mit vielen anderen Elementen überzeichnet wie andere YYT-Songs. Es gibt noch Schlagzeug, Bass und Klanghölzer in geregelten Maßen und das wars. Trotzdem schön. 4 von 5 Sternen
"Open" ist wieder Club-Tauglich, ohne Instrumente, sondern wie alte Songs rein elektronischem Ursprung. 5 von 5 Sternen
"In This Thang Still" knüpft an den vorigen Song an, was die Art angeht. Ist aber öffter überzeichnet von anderen Elemeten und ein sehr gelungener Abschluss des Albums. 5 von 5 Sternen
Fazit: Ich würde 4,5 Sterne vergeben. Wie immer experimentieren die Twins viel rum, was halt auch manchmal zu Lieder führt die bei manchen vielleicht aus dem Geschmacksbereich fallen. Aus diesem Grund kann man auch nicht sagen, dass dies jetzt das beste Album der YYT ist, das muss jeder selbst entscheiden. Wer aber die alten Alben gemocht hat, wird auch hier zuschlagen könne, da die Mehrzahl der Lieder ihm gefallen wird. Bei den anderen kommt es dann drauf an, aber das war bei den alten Alben ja auch nicht anders.