Kurzbeschreibung
Mit Horst Herold übernahm 1971 ein außergewöhnlicher, ideenreicher Mann den Chefsessel im Bundeskriminalamt. 1981 wurde er von Innenminister Baum entlassen: Im Entführungsfall Schleier konnte das Versteck des Opfers nicht gefunden werden, später warf man Herold vor, mittels seiner Rasterfahndung den Weg in den Überwachungsstaat zu ebnen. Schenks Biographie zeichnet die wichtigsten Lebensstationen Herolds nach, gewährt einen Blick hinter die Kulissen des BKA und zeigt die Machtmechanismen der deutschen Innenpolitik auf.
Autorenportrait
Dieter Schenk, geb. 1937, war als Kriminaldirektor im Bundeskriminalamt jahrelanger Berater des Auswärtigen Amtes in Fragen der Sicherheit des diplomatischen Dienstes im Ausland; 1989 schied er auf eigenen Antrag aus dem Polizeidiest aus. Bekannt wurde er durch den Tatsachenroman "BKA - Die Reise nach Beirut". Für sein Buch "Die Post von Danzig - Geschichte eines deutschen Justizmordes" wurde er in Polen und in Deutschland mit Auszeichnungen geehrt. Seit 1998 ist Dieter Schenk Honorarprofessor der Universität Lodz mit einem Lehrauftrag für Geschichte des Nationalsozialismus