Der Album-Titel ist Programm. Humorig-zynische Texte, verpackt in catchy Songs mit geilen Ska-Bläsersätzen und melodischen Punk-Anleihen, lassen selbst die miesesten Beziehungen in einer witzigen Perspektive erscheinen.
Die Band ist alles andere als knauserig und liefert 16 Songs plus Bonus Track plus Hidden Track. Satte 18 Songs - und da beschwere sich noch mal jemand über CD-Preise.
Hier lohnt sich jedenfalls jeder Cent. Angefangen vom Feel-Good-Kracher „Good Thing", über das punkige „Cheer Up" und den Mega-Ohrwurm „Dateless Losers", bis zur netten Coverversion von Sublimes „Boss DJ" - jeder Song macht auf seine Art Spaß. Die Lyrics bestechen immer noch durch ihren augenzwinkernden Humor. Vor allem der Text von „Ban The Tube Top" gehört zum Witzigsten, was Aaron Barret bisher geschrieben hat.
Der Ska-Gehalt mag zugunsten von mehr Pop-Punk abgenommen haben, aber das Album ist dennoch eine typische RBF-Platte, im positiven Sinne! Die Band war ja nie etwas für Ska-Puristen. „Somebody Loved Me", „What Are Friends For" und „Valerie", mit genialen Bläser-Hooklines und super-eingängigen Refrains hätten auch auf einem der Vorgänger-Alben sein können. Die mehr an Melodic-Punk orientierten Songs, wie „Where Have You Been", sind aber auf ihre Art ähnlich gut. Ansonsten wird Vielfalt groß geschrieben. „A Little Doubt Goes A Long Way" ist bester Ska-Rock, "Rock 'N' Roll" Is Bitchin'" eine witzige Stadion-Rockhymne im Stil vom Aerosmith-Material der 80er Jahre (inklusive Fake-Stadion-Publikum) und die überraschende A-Capella-Version von „New York New York" swingt echt gut.
Wenn man in der richtigen Stimmung ist, kann man die CD locker mehrmals hintereinander durchlaufen lassen, langweilig wird es nicht. Danach hat man nur Probleme, die ganzen Ohrwurm-Refrains wieder aus dem Kopf zu bekommen. Aber wer will das schon?