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Checkpoint: Roman
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Das dieser Nicholson Baker ein famoser Autor ist, der - egal ob in Miniaturen oder in Romanen - sowohl die Kunst der sorgfältigen Wortsetzung als auch die untrügliche Beobachtung all der Winzigkeiten des Alltages beherrscht, haben schon viele Leser allüberall in der Welt erfahren dürfen. Und das dieser Mann auch ein politisches Gewissen hat, kann jeder im gerade erschienenen neuen Buch von Nicholson Baker „Checkpoint" nachlesen, dass der Rowohlt Verlag ganz schnell hat übersetzen lassen und das damit (fast) zeitgleich überm großen Teich ebenso erschienen ist wie hierzulande. Baker rechnet in dem als Dialog gehaltenen (und damit auch für die kleine Bühne geeigneten) Text schonungslos mit den Herren Bush, Cheney, Rumsfeld & Co. ab und macht plausibel, warum die Welt nicht gerade mit Hochachtung auf den Irak-Feldzug des amerikanischen Präsidenten blickt und warum eigentlich kaum ein Amerikaner dieses Gespann wieder wählen dürfte. Zornig leiht Nicholson Baker seinen beiden Protagonisten (denen sich lediglich einmal eine dritte handelnde Person, ein Zimmermädchen, hinzugesellt) seine Stimme und arbeitet klar und deutlich heraus, dass Bush nur Marionette industrieller Interessen ist und es mit der Integrität von Cheney und Rumsfeld nicht gerade weit her ist. Die beiden Männer philosophieren in der Einsamkeit eines Washingtoner Hotelzimmers über den Tod von Bush: der eine möchte den Präsidenten ermorden, was der andere nicht so gut findet, schließlich muß man ja nicht künstlich Märtyrer erschaffen. Vergleichbar mit Philip Roths Abrechnung zu Nixons Watergate „Unsere Gang" wird auch Bakers Buch einen Platz in der amerikanischen Literatur erlangen, der jenseits von der Tagesaktualität bleiben wird als notwendige politische Stellungnahme im literarischen Gewand.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. August 2004
Also wenn dieses Büchlein nicht für Zündstoff sorgt, dann weiß ich nicht. Die beiden Freunde Jay und Ben treffen sich in einem Hotelzimmer. Jay will den Präsidenten George W. Bush ermorden, und Ben versucht, ihn davon abzuhalten. Jay ist, Zitat von Ben, geistig "an den Rändern etwas ausgefranst". Seine vermeintlichen Waffen sind unter anderem Kugeln, die sich von selbst ins Ziel steuern, wenn sie nur lange genug auf einem Foto des Präsidenten liegen. Was bemerkenswert ist: Jay hat sehr gute Argumente für seine Wut auf den Präsidenten. Auslöser ist ein Ereignis an einem irakischen Checkpoint. Diese 140 Seiten bieten dem Leser eine Zusammenfassung dessen, was im Moment faul ist im Staate Amerika: vom Zusammenfall der Türme über Lockheed bis zu Wal-Mart kommen erstaunliche Dinge zutage. Fazit: unbedingt lesen!
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3 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. August 2004
Kurz hat sich Baker gefasst, seine politischen Aussagen bündig in Form eines Dialogstücks gegossen und dabei einen für den Buchmarkt enorm aktuellen Touch gefunden. Die Foltergefängnisse finden im US-Skandalbuch "Checkpoint" ebenso Erwähnung wie die jüngsten Bush-Auftritte, mit denen der amtierende US-Präsident seinen Platz auch in den deutschen Medien fand.
Doch Baker setzt seiner gedruckten Anklage, die er einem überzeugten Bush-Attentäter auf die Zunge legt, keine Grenzen: Und so schwingt er sich vom Kennedy-Attentat zu den Abtreibungsprotesten, von Hinz zu Kunz und von dem irrtümlichen Massaker an einer irakischen Familien an einem Checkpoint zum Einfluss der Vize-Präsidenten-Ehefrau auf das Schlachtgetümmel. Selbst für überzeugte Bush-Gegner ein bisschen zu viel des "Guten", erst recht im Schatten der "Fahrenheit 9/11"-Manie. Vor allem aber liegt es jenseits des moralischen und ethischen Anspruchs, ein Buch zu schreiben, das bei lebenden Figuren in vergleichbarer Weise unter die Gürtellinie zielt - und trifft.
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