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Che. Die Biographie.
 
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Che. Die Biographie. [Broschiert]

Jon L. Anderson
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (34 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 732 Seiten
  • Verlag: Econ Tb. (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3612265652
  • ISBN-13: 978-3612265654
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 5,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (34 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 584.468 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Nicht ohne Stolz vermerkt der Autor, während eines Gespräches mit einem bolivianischen Ex-General und Zeugen des Mordes an Guevara, als erster über die Umstände der Hinrichtung und den Verbleib der Leiche erfahren zu haben!

Die zweite große Che-Guevara-Biographie, die in diesem Jahr erschienen ist, ist noch umfangreicher als die von Suhrkamp herausgegebene. Dem Autor Jon Lee Anderson stand dabei eine Informationsquelle von unschätzbarem Wert zur Verfügung: Die Witwe Ches, Aleida March, erklärte sich zur Mitarbeit bereit, und so zog der Autor 1993 kurzerhand nach Havanna, da er dort dem Mythos des Revolutionärs am ehesten auf die Spur zu kommen glaubte. Andersons Buch stützt sich, im Gegensatz zu dem von Castañeda, mehr auf die Aussagen der Witwe, seiner fünf Kinder und der Mitstreiter Guevaras. Er kommt so dem Menschen näher und webt ein dichtes Psychogramm, das auch Fehler und Schwächen des Revolutionärs aufzeigt.

Ches Biographen, noch immer in den Wurzeln des späteren Revolutionärs herumleuchtend, so auch Anderson, kommen immer wieder auf die komplizierte Mutter-Sohn-Bindung zurück, die ein Leben lang andauerte. Ches Vater, ein Zauderer -- der eigene Sohn blieb ihm ewig fremd -- spielte eine unbedeutende Hintergrundrolle in der Familie. Die Mutter, eine Art argentinische Femme fatale, erhob Che in den Status eines Familienoberhauptes, wie weit diese Rolle getrieben wurde, bleibt ein Rätsel.

Che Guevara war besessen vom Ideal, ganz Lateinamerika durch eine bewaffnete Revolution von seinem Elend und seiner Unterdrückung zu befreien. Dafür kämpfte er Seite an Seite mit Castro zusammen gegen Batista, dafür vernachlässigte er viele, die ihm nahestanden (er galt als kuba-untypisch gehemmt und emotionslos), und dafür starb er, gehetzt von der bolivianischen Armee und der CIA.

Andersons Biographie ist zwar etwas reißerischer im Ton als die bei Suhrkamp erschienene, dabei nicht weniger gründlich recherchiert, und wer mehr Action liebt, ist hiermit bestens bedient. --Ravi Unger

Kurzbeschreibung

Wichtige Augenzeugen sowie Ches engste Freunde und Mitkämpfer kommen hier zum Teil erstmals zu Wort. Egal ob Guerilleros in Bolivien, KGB-Angehörige in Moskau, CIA-Agenten in Miami, kubanische Geheimdienstoffiziere, Indios und selbst die Militärs, die Che exekutierten und heimlich seine Leiche verscharrten - mit wem auch immer Anderson sprach: Dem Charisma des faszinierenden Banditen konnte sich keiner entziehen.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

48 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen DIE Che Guevara Biographie, 5. Oktober 2004
Von 
deathdealer92618 (Bochum) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Che. Die Biographie (Taschenbuch)
Dies ist die mit Abstand beste Che Guevara Biographie die ich gelesen habe. Der Autor hatte erstmals zu Quellen zugang, von denen die voherigen Biographen nur träumen konnten. Jon Lee Anderson zog für die Recherchen an diesem Buch extra nach Kuba und reiste von dort aus auch noch in weitere Länder, um möglichst viele Personen die mit Che, direkt oder zumindest indirekt etwas zu tun hatten, zu interviewen. Da wäre natürlich an erster Stelle dieser Personen Aleida March, also Ches Witwe, zu nennen. Das bringt natürlich mit sich, dass der Autor auch Einblick in sehr persönliche und teils unveröffentlichte Dokumente (z.B. Teile von Ches Tagebüchern) hatte. Desweiteren sprach er auch mit Ches Kindern, mit seinen Freunden, mit Mitstreitern und sogar mit seinen Feinden und/oder deren Kindern, so z.B. mit Felix Rodriguez, der unmittelbar mit Ches Hinrichtung zu tun hatte. Auch hier hatte Anderson zugriff zu Dokumenten, wie das Notizbuch von Oberstleutnant Selich, so dass fast die komplette Vernehmung Ches kurz vor seinem Tod in diesem Buch zu finden ist. Aufgrund dieser Fülle an Quellen, ist ein Buch entstanden das sehr glaubwürdig erscheint, da man einfach so gut wie ALLES aus Ches Leben erfährt. Ein vollständigeres Bildnis Che Guevaras wird man wohl kaum finden. Nicht wenige Fussnoten bzw. Ergänzungen geben zusätzlich noch Auskunft über Personen bzw. Geschehnisse, die, zwar nur sekundär, aber immerhin, etwas mit Che zu tun haben. Grosser Pluspunkt hierbei: Wenn etwas bis heute nicht 100%ig festgestellt werden konnte, so erwähnt dies der Autor auch. Sollten sich mehrere Quellen widersprechen, also Aussagen von Zeitzeugen, was hier nicht häufig vorkommt, dann werden alle Aussagen genannt und Anderson nennt dann die, seiner Meinung nach, wahrscheinlichste. Allerdings nicht ohne gute und zahlreiche Argumente dafür zu nennen. Ebenfalls ganz wichtig für mich an diesem Buch: Der Autor wertet nicht. Sätze, wie sie z.B. in der Biographie von Daniel James zu finden sind ("Ches katastrophale Wirtschaftspolitik") wird man hier nicht finden. Jon L. Anderson schreibt natürlich auch, um bei diesem Beispiel zu bleiben, über Ches politische Ansichten, aber er bewertet sie nicht. Der Autor zeigt somit auch nicht nur eine Seite von Guevara, sondern alle. Er zeigt auch die Schwächen und Fehler auf, wie Ches Naivität, welche z.B. in Bolivien Folgen hatte. Oder Ches extreme Härte "Untergebenen" gegenüber, sowie auch die Tatsache, dass er das ein oder andere Mal sehr gewaltbereit zu sein scheint. Doch auch der liebende Familienvater wird hier beschrieben, der seine Kinder vermisst und um Freunde trauert. Anderson überlässt es völlig dem Leser Che als Mensch und seine Ideen und Taten gut oder schlecht zu finden. Wie jeder gute Autor, hält sich Anderson mit seiner Meinung zurück, so dass der Leser sich automatisch selbst Gedanken macht, was wiederrum dazu führt, dass man viel intensiver in den Bann dieses Buch gezogen wird. Obwohl es hierbei natürlich auch an dem flüssigen Schreibstil des Autors liegt, dass man diese Biographie wie einen Roman lesen kann und auch wird, denke ich. Keine trockenen, seitenlangen politischen Ausführungen, nein, es macht wirklich Spass dieses spannende Buch zu lesen.
Es ist einfach viel mehr als nur eine Che Guevara Biographie, es ist DIE Che Guevara Biographie. Zusätzlich ist es noch ein politisches und soziales Panorama des Lateinamerika der 1950er und 60er Jahre. Und ein Roman der Revolution! Absolut empfehlenswert. LESEN!
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Großartige Biografie, 12. Mai 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Che. Die Biographie (Taschenbuch)
Ernesto "Che" Guevara ist eine der bekanntesten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, gleichzeitig aber wohl auch eine, die stark mystiziert wurde.

In dieser Biografie versucht Jon Lee Anderson, den "wahren" Che zu zeigen. Dazu wurde es erstmals überhaupt einem Journalisten erlaubt, in kubanischen Archiven zu forschen und auch Guevaras Witwe Aleida March erklärte sich zur Kooperation bereit.

Entstanden ist ein Buch, wie es besser nicht sein könnte. Anderson zeigt Che, wie er (wohl) wirklich war, ohne sich dabei auf irgendeine Seite zu stellen. An Faktenreichtum ist diese Biografie nicht zu überbieten, dabei aber auch noch sehr gut zu lesen.

Insgesamt "Ein Porträt wie es vollständiger nicht sein könnte" (Die Quelle fällt mir grade nicht ein, steht aber auch hinten auf dem Buch)

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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Der "Neue Mensch", 21. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Che. Die Biographie. (Broschiert)
Da fast jeder Autor von seinem eigenem Umfeld, seiner Erziehung und seinem Gesellschaftssystem geprägt ist, gelingt es auch John Lee Anderson nicht, die Person Dr. Ernesto "Che" Guevara völlig neutral zu beleuchten. Mit der Absicht "den wahren Che freizulegen - einen Menschen mit Fehlern und Schwächen" geht John Lee Anderson mit seiner amerikanischen kapitalistischen Sichtweise ans Werk. Im Laufe des Werkes wird Anderson jedoch zunehmends in den Bann Che's gezogen und man bekommt den Eindruck, Anderson würde am Ende sogar Symphatie für Che empfinden. Das Buch ist äußerst gut recherchiert (Aleida March, die Witwe, diente als Quelle) und spannend geschrieben. Man erlebt alle Stationen der Geschichte nocheinmal, und als Che schließlich von der CIA und vom bolivianischen Militär ermordet wird, macht sich ein Gefühl der Leere in einem breit. Ich kann dieses Buch nur wärmstens jedem empfehlen. Die Frage, die ich mir nach der Lektüre des Buches stellte war: "Wieso haben wir diesen Menschen nie im Geschichtsunterricht in der Schule behandelt." Die Antwort: "Wer in der Geschichte siegt, der schreibt sie auch."
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