Wer chattet, findet sich in dem Buch wieder. Das ist keine Frage. Ich meine, all den verschiedenen Typen und Charakteren schon begegnet zu sein. Ob das Buch auch für jemanden interessant ist, der noch nie gechattet hat, ich kann es mir nicht vorstellen. Er wird nicht begreifen, welche Gefühle man wirklich entwickeln kann, dass "Ch@tlove" durchaus authentisch sein kann. Wahrscheinlich schreckt es eher ab, sich jemals in dieser "Welt" umzusehen.
Das was mir in dem Buch nicht gefällt, ist die Tatsache, dass es sich durchweg um studierte Leute handelt, die darin eine Rolle spielen. Denen bin ich, nur mit wenigen Ausnahmen, begegnet. Real kann man schon froh sein, wenn man auf jemanden trifft, der in der Lage ist, ein vernünftiges Deutsch zu schreiben. Dagegen wirken die immer wiederkehrenden lateinischen Sätze, in dem Buch, recht lächerlich. Nett, dass es wenigstens immer wieder eine Übersetzung dazu gibt ;o). Jemand, der sich nicht für Geschichte interessiert, kann getrost ein paar Seiten überfliegen.
Alles in allem gefiel mir das Buch und wenn es "Ch@tlove" noch nicht geben würde, müsste es unbedingt geschrieben werden. Einmal angefangen zu lesen, mag man es nicht wieder aus den Händen legen. Ich habe es schon einigen "Chatfreunden" weiterempfohlen.