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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Momentaufnahme !!!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Charred Walls of the Damned (Audio CD)
Wenn man der Frontsirene Tim "Ripper" Owens heutzutage ein musikalisches Zwischenzeugnis ausstellen müsste, dann würde dieses seinen gesanglichen Fähigkeiten in keinster Weise gerecht werden. Vielmehr liest sich der bisherige Lebenslauf des Wundersängers wie eine Schneise der Verwüstung: Nach den unterdurchschnittlichen Scheiben "Jugulator" und "Demolition" wurde der gute Mann bei den Metal-Urvätern JUDAS PRIEST vor die Tür gesetzt...in einer stillosen "Nacht-und-Nebel"-Aktion bei den Power-Metallern ICED EARTH ausgebootet und durch den Vorgänger Matthew Barlow ersetzt...zuletzt mit seiner neuen Band BEYOND FEAR in der Mittelprächtigkeit der Metal-Szene steckengeblieben. Erfolg sieht anders aus - und eigentlich müsste einem Tim Owens wirklich leid tun. Denn an seinen herausragenden Gesangsfähigkeiten hat es bis dato noch nie gelegen, dass die Karriere in einer Sackgasse endete.Die musikalischen Vorzeichen seines neuen Projektes CHARRED WALLS OF THE DAMNED sind eigentlich jetzt schon auf Miserfolg vorprogrammiert. Möglicherweise kommt es aber auch ganz anders ?!? Die Bandbesetzung von CHARRED WALLS OF THE DAMNED kann sich nämlich wirklich hören lassen, und versammelt einige der technisch hochwertigsten Musiker, die das Metal-Business in den letzten 10 Jahren hervorgebracht hat. Eigentlicher Initiator dieses Projektes ist nämlich der legendäre Schlagzeug-Wirbelwind Richard Christy, der sein Können bereits mehrfach unter den Fittichen von Chuck Schuldiner beweisen konnte. Auf sein Konto gehen u.a. das letzte DEATH-Album "The sound of perserverance" und das saustarke CONTROL DENIED-Debüt "The fragile art of existence". Aus demselben musikalischen Dunstkreis wurde der Bassist Steve DiGiorgio rekrutiert - ebenfalls ein ehemaliger DEATH-Mitstreiter. Tja, und die Position des Gitarren-Wizards bei CHARRED WALLS OF THE DAMNES bekleidet kein geringerer als Jason Suecof, der bisher vor allem als Produzent von CHIMAIRA , DEATH ANGEL oder TRIVIUM in Erscheinung getreten war. Ein positiv Verrückter, der in der gesamten Szene für seine spielerischen Fähigkeiten berüchtigt ist. Wenn man sich dieses Traum-Line-Up mal genüsslich auf der Zunge zergehen lässt, dann müssen CHARRED WALLS OF THE DAMNED eigentlich die Prog/Death-Endteckung des Jahres sein - sind sie aber nicht !!! Denn das Quartett zockt auf seinem schlicht "Charred walls of the damned" betitelten Erstling modernen Power Metal mit gelegentlichen Thrash-Einflüssen. Als musikalische Querverweise fallen hier auf Anhieb natürlich Genre-Urgesteine wie NEVERMORE , ICED EARTH , CONTROL DENIED und straighte INTO ETERNITY ein. Die neun Tracks dieses 35-Minüters sind in spielerischer Hinsicht sicherlich allererste Sahne, zumal die Gitarrenarbeit herrlich vielseitig daherkommt, und auch die Melodien an der richtigen Stelle sitzen. Neben hochmelodischen Parts gibt es immer wieder akustische Einsprengsel, getragene Passagen und aggressive Blast-Abfahrten inklusive. Seinen großen Auftritt hat hier aber erneut Tim "Ripper" Owens, der erwartungsgemäß eine gesangliche Glanzleistung abliefert, die keine Weltklasse-Vergleiche scheuen muss. Grandios! Der Mikrofon-Gott schafft es quasi im Alleingang, der Band CHARRED WALLS OF THE DAMNED seinen eigenen Stempel aufzudrücken. Mit seinem kraftvollen Organ reißt Tim "Ripper" Owens nämlich einiges raus, was die restlichen Musiker manchmal nicht auf die Reihe kriegen. Soll heißen: Das Songwriting dieses 9-Trackers ist teilweise doch arg durchschnittlich, und würde unter normalen Umständen eher wenig Staub aufwirbeln. Songs wie "From the abyss" , "Manifestations" , "Creating the machine" oder "The darkest eyes" bieten sicherlich soliden Stoff, der vielen Headbangern da draußen (auch zu Recht) gefallen wird. Allerdings verfolgen viele Nummern die einfache Devise "Links rein - rechts raus!". Alles in allem ganz gut, aber von der Metal-Spitze etliche Lichtjahre entfernt. Tja, wären da nicht die grandiosen Gänsehaut-Vocals von Tim "Ripper" Owens, der diese Scheibe dann letztlich vor einem musikalischen Stolperer bewahrt. Alle Zweifler tun sich einfach mal hervorragende Hookline-Schmankerl wie "Blood on wood" (Hit!) , "In a world so cruel" , den Opener "Ghost town" und das Tempo-Chamäleon "Voices within the walls" rein. Jawoll ja, diese Refrains sitzen perfekt - und diese Gesangsmelodien sind alles in allem schwer zu toppen !!! Produziert wurde das CHARRED WALLS OF THE DAMNED-Debüt übrigens vom Gitarristen Jason Suecof, der auch gute Arbeit abgeliefert hat. Sicherlich kann man darüber streiten, ob der Sound dieses 35-Minüters etwas zuuu modern bzw. künstlich ausgefallen ist. Einige Schlagzeug-Parts klingen manchmal echt, als wären sie mit der Nähmaschine runterrattert worden - für nostalgische Retro-Verfechter ein eindeutiges No-Go. Letzten Endes ist dies natürlich Geschmackssache.. Fazit: CHARRED WALLS OF THE DAMNED haben mit ihrem selbstbetitelten Erstling solide Hausmannskost abgeliefert, die in der Endabrechnung eine Kaufempfehlung wert ist. Leider fehlt es dem Quartett noch etwas an Eigenständigkeit und songwriterischem Glanz. Nicht alle Ideen zünden auf Anhieb, manche Songs sind einfach nicht zwingend genug. Hier sollte man sich nicht darauf verlassen, dass man einen der weltbesten Sänger in seinen Reihen hat. Solche Experimente sind schon desöfteren mal gescheitert. Dennoch: Alles in allem eine gute Scheibe !!! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5.0 von 5 Sternen
Klasse Scheibe von klasse Musikern,
Von
Rezension bezieht sich auf: Charred Walls of the Damned (Audio CD)
All-Star-Projekte sind meist eine zwiespältige Sache. Zwar ist das Können der einzelnen Protagonisten über jeden Zweifel erhaben, aber die Teamfähigkeit ist bei einer Gruppe von Ausnahmekönnern, die ein (zurecht) nicht unerhebliches Selbstbewusstsein zur Schau stellen können, nicht immer vorhanden. Solchermaßen voreingenommen ging ich denn auch an die Rezension der hier zu besprechenden Scheibe.Richard Christy, seines Zeichens (Ex-)Drummer von Death, Iced Earth, Demons & Wizards, Acheron und Control Denied und einer Reihe weiterer Bands hat sich dazu aufgerafft, wieder im Musikbusiness tätig zu werden, nachdem er in den letzten Jahren hauptsächlich als Comedian bei Howard Stern in Erscheinung getreten war. Dazu hat er eine Riege Musiker um sich geschart, deren Namen nicht völlig unbekannt sein dürften. An den Stahltrossen findet man Steve DiGiorgio (u.a. Death, Testament, Sadus, Vintersorg und Iced Earth), der gemeinhin als einer der besten Bassisten der härteren Musik gilt. Die Arbeit an der Sechssaitigen verrichtet Jason Suecof, der als Musiker zwar "nur" bei Crotchduster und Carphanaum in Erscheinung getreten ist, dafür aber so ziemlich alles produziert hat, was bei den Amerikanern extremere Musik macht (z.B. The Black Dahlia Murder, DevilDriver und Trivium). Und am Mikro hat ein weitgereister Sänger seinen Platz gefunden: Tim "The Ripper" Owens (da spare ich mir mal die Aufzählung der bisherigen Bands). All-Star-Truppe trifft die Sache also recht genau, nur können diese vier illustren Musikanten ihre Egos bei dieser Band unter einen Hut bringen? Deutliche Antwort: Ja! Charred Walls Of The Damned ist ein Kracher vor dem Herrn geworden. Die Scheibe klingt wie eine beinharte Version von Iced Earth, nur ohne die in den letzten Jahren so augenscheinliche Patriotenfolklore, dafür aber mit einem Biss, der an die späteren Werke von Death erinnert. Selten durfte der Ripper sich an solch deftigen Songs versuchen und er macht dabei eine gar hervorragende Figur. Dass der Mann singen kann, war ja allseits bekannt, aber hier kann er sich vollends austoben und zeigen, dass er auch diesem Liedgut gewachsen ist. Auch Herr Christy macht an der Schießbude einen blitzsauberen Job, Doublebass-Geknatter wechselt mit Blast Beats (ja, wirklich) und passt trotz dieser Mischung perfekt zu den Stücken. Ebenso wie das Bassspiel, bei dem Steve DiGiorgio das ein oder andere Ausrufezeichen setzen kann. Am meisten aber hat mich die Leistung des Gitarristen überrascht, der zumindest als Musiker die kleinste Vita der Beteiligten vorzuweisen hat. Der Mann kann spielen! Nicht nur geile Riffs, auch Weltklasse-Leads und -Soli, absolut feist, was der Mann leistet. Und als wäre die Klasse der Musiker nicht genug, sind auch noch die Songs durchweg spitze geworden. Härte, Melodie, Dramatik, Aggression, alles da und wechselt sich im perfekten Wechselspiel ab, um nie auch nur eine Spur Langweile aufkommen zu lassen. Eisenharter Metal, der sowohl den traditionellen Schwermetaller als auch den etwas gröber veranlagten Extremhörer ansprechen sollte. Einzig der Umfang des Outputs ist ein wenig dünn geraten, aber das ist eigentlich nur nebensächlich, denn auch wenn die 35 Minuten wie im Fluge vergehen, läuft die CD doch mehr als einmal hintereinander in meinem Player. So stelle ich mir eine gelungene Zusammenarbeit von begnadeten Musiker vor, davon will ich mehr! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Dream Team mit Dream Album,
Von
Rezension bezieht sich auf: Charred Walls of the Damned (Audio CD)
Nachdem eher durchwachsenen Solo Album des TIM "RIPPER" OWENS freute ich mich zu hören, dass er bei einem weiteren Projekt mitwirkt. CHARRED WALLS OF THE DAMNED nennt sich diese Truppe, die nicht nur mit dem Ripper einen großen Namen aufzuweisen hat. Die Idee dazu hatte nämlich Drummer Richard Christy, der schon für das Death Metal Kaliber DEATH und auch für ICED EARTH das Schlagzeug bediente. Für den Bass engagierte er Steve Digiorgio, der ihn schon bei den zwei genannten Bands begleitete und auch TESTAMENT und AUTOPSY seinen Groove verlieh. Zu guter letzt hat man mit Jason Suecof einen bekannten Songwriter und Produzenten, der schon mit TRIVIUM, ALL THAT REMAINS oder DEVILDRIVER zusammen arbeitete, selbst schwang er die Gitarre aber nur bei CARPHANAUM.Man hat es hier also mit einem richtigen Dream-Team zu tun, doch zu erahnen, worum es sich musikalisch handeln wird, ist, natürlich bei den ganzen Namen, die da gefallen sind, überaus schwer. Mit großer Spannung und gemischten Erwartungen legte ich also das gleichnamige Debüt in den Player und ließ mich überraschen. "Ghost Town" beginnt überaus aggressiv mit heftigesten Drums und Death Metal-Riffing. Eigentlich hätte man nun einen bösen Shouter erwartet, doch mit Tim am Micro ist dies natürlich ausgeschlossen, aber der Mann erfüllt mit seinen hohen Screams die Aufgabe mehr als passabel und macht dieses Album zu etwas Besonderem. Im Chorus wird dann auch auf Melodie gesetzt. Diese bekommt auch etwas mehr Aufmerksamkeit im folgenden "From The Abyss" und durch die dramatischen Vocals und die eindringlichen Riffs ist der Track ein richtiger Leckerbissen mit viel Gefühl. CHARRED WALLS OF THE DAMNED vermischen viele Stilelemente ihrer vorangegangenen Bands und so treffen bösartige Grind Beats auf thrashige Riffs, zarte Power Metal artige Melodien und viel Dramatik. Der Ripper macht seine eher mittelmäßige Figur vom Solo Album mehr als nur wett und gibt seine wahrscheinlich beste Leistung ab. Stellenweise erinnert der Gesang auch an ICED EARTH Zeiten, aber auch neue Facetten tun sich auf. Egal ob dynamische Metalkracher, wie "Blood On Wood", der sehr viel Freude bereitet oder UpTempo Brecher wie "Manifestations", der im Refrain mit den unmenschlichen Screams und dem eindringlichen Riffing, begleitet von derben Grinds, ein wahrer Hörgenuss ist. CWOTD haben nur überaus starke Songs am Start, die trotz der Härte sehr schnell ins Ohr gehen und teilweise nicht mehr heraus wollen. Auch bei "The Darkest Eyes" erwartet man wieder brutalste Screams und Growls, aber obwohl diese nicht kommen, funktionieren Musik und Gesang auf einer harmonischen Ebene, die wunderbar ist. Richard, Tim, Steve und Jason können meinen Erwartungen stand halten, nein, übertreffen diese sogar und liefern ein fettes Album mit absolut eigenständigem Charakter ab, das noch lange Freude bereiten kann. Dennoch sind sämtliche Bands, die genannt wurden, in irgendeiner Weise in dem außergewöhnlichen Sound der Amerikaner enthalten. Ich hoffe innständig auf eine Tour. Und wer hat jetzt eigentlich diese verdammte Mauer angezündet? Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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