Ich gebe es gleich unumwunden zu: Ja, ich bin die Tochter der Autorin. Und ich möchte mich trotzdem (oder vielleicht sogar gerade deswegen) an dieser Stelle äußern. Weil meine Mama nämlich ein ganz wunderbares Buch geschrieben hat. Ein Buch für den Sonntagnachmittag auf dem Sofa, ein Buch für den Strandurlaub, ein Buch, das man bis spät in die Nacht liest, weil man einfach wissen muss, wie es ausgeht. Natürlich handelt es sich hier um keines der Bücher, bei denen man nicht schon auf Seite 20 ahnen würde, wie es wohl ausgeht. Aber darum geht es nicht. Meine Mama vermag es, in ihrer lebhaften, witzigen und spannenden Erzählweise den Leser in die Geschichte zu ziehen, man kann gar nicht anders, als mit Jenny und ihren Freunden zu lachen, zu leiden und vor allem mit zu lieben. Man ist Teil der Frauenquasselrunden, man sitzt auf dem Beifahrersitz auf dem Weg an die Ostsee, man verliebt sich ein klitzekleines Bisschen mit in Robert und man steht mit Jenny auf der Düne, hält die Nase in den Wind (der natürlich aus Nord-Ost kommt) und hört das Meer rauschen. Ja, und man kriegt Sehnsucht, Sehnsucht nach der Natur, nach Wald, nach Strand und Meer. Bei mir heißt das dann wohl Heimweh.