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Charmed, Zauberhafte Schwestern, Bd. 15: Der Garten des Bösen
 
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Charmed, Zauberhafte Schwestern, Bd. 15: Der Garten des Bösen [Gebundene Ausgabe]

Elizabeth Lenhard
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Der Verlag über das Buch

Im dramatischen Finale der 3.Staffelvn "Charmed" stirbt Prue, die älteste der "zauberhaften Hexen". Mit Hilfe eines magischen Rituals versuchen Phoebe und Piper ihre Schwester ins Leben zurückzurufen - und stoßen dabei auf ein dunkles Familiengeheimnis... Gelingt es Ihnen die "Macht der Drei" wiederherzustellen?

Klappentext

Paige fühlt sich wie das fünfte Rad am Wagen. Piper und Phoebe turteln verliebt mit ihren Männern Leo und Cole, während sie noch immer nicht ihren Traummann gefunden hat und nur neidisch das Glück der Schwestern beobachten kann.

Phoebes neuste Vision unterbricht die Frühlingsgefühle und sorgt für Aufregung ... die Zauberhaften retten eine Studentin vor dem Angriff eines Dämons und machen dabei die Bekanntschaft von Micah, einem gut aussehenden jungen Mann mit unglaublich blauen Augen, der Paige schnell den Kopf verdreht. Auch Micah scheint ernsthaft an Paige interessiert zu sein, doch irgendetwas stimmt nicht mit ihm. Phoebe hat da ihre Zweifel ... davon will Paige jedoch nichts wissen. Wütend ignoriert sie die Warnungen ihrer Schwestern und gibt sich ganz ihren Gefühlen hin, was sie in ernsthafte Gefahr bringt. Und die magischen Kräfte der Hexen scheinen in diesem Fall wirkungslos zu sein ...

Auszug aus Charmed. Zauberhafte Schwestern. Der Garten des Bösen. von Elizabeth Lenhard. Copyright © 2002. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Gefangen im Paradies
"Du hast es bestimmt schon öfter gehört, aber ich muss sagen, dein Zuhause ist wunderschön", schwärmte Paige und ließ ihren Blick durch die Bibliothek mit den vielen ledergebundenen Büchern schweifen. Micah trat zu ihr.
"Du auch, aber das hörst du bestimmt auch nicht zum ersten Mal", entgegnete er. "Es bedeutet mir sehr viel, dass dir dieses Haus ebenso gut gefällt wie mir", fuhr er leise fort. "Aber ich wusste es. Du hast dich gleich auf den ersten Blick in es verliebt."
Ein warmer Schauer jagte über Paiges Haut, als Micah sie an der Taille fasste. Verträumt sah sie zu ihm auf. "Man muss es einfach lieben", sagte sie. "Es ist ... umwerfend."
Sie sahen sich in die Augen und Paige überkam das gleiche Schwindelgefühl wie am Abend zuvor im Restaurant, aber es war okay. Allmählich begann sie es zu genießen - dieses Gefühl, sich in Micahs Augen zu verlieren.
"Das Beste hast du noch gar nicht gesehen", sagte Micah mit rauer Stimme.
"Das Beste?", wiederholte Paige benommen, denn sie war in diesem Augenblick nicht fähig, einen klaren Gedanken zu fassen.
"Den Garten", erklärte Micah und seine Augen leuchteten vor Begeisterung. "Du musst dir unbedingt den Garten ansehen."
1.

Die warmen Strahlen der Nachmittagssonne kitzelten Paige Matthews im Nacken, als sie sich auf den Bauch drehte und die Seiten des bunten Hochglanzmagazins glatt strich, das sie nun schon zum fünften Mal durchblätterte. Es war ein herrlicher, wolkenloser Frühlingstag in San Francisco und die Sonne hatte Paige und ihre Schwestern Phoebe und Piper Halliwell mitsamt ihren besseren Hälften Cole und Leo in den Delores Park gelockt - wie die übrigen Bewohner des Viertels auch. Als Paige die dunkle Sonnenbrille auf die Nase setzte und sich umsah, lief eine Gruppe schreiender Kinder vorbei, die Fangen spielte, und ein Liebespaar spazierte Hand in Hand über den grünen Rasen. Verträumt flüsterten sich die beiden gegenseitig Zärtlichkeiten ins Ohr.
Der Anblick trieb Paige fast in den Wahnsinn. Sie hob den Kopf und drehte sich zu Phoebe und Cole um. "Hey, habt ihr vielleicht Lust ..."
Sie brach mitten im Satz ab, als sie sah, womit die beiden beschäftigt waren. Phoebe hatte den Kopf in den Nacken gelegt und den Mund weit geöffnet, um eine in Sahne getauchte Erdbeere in Empfang zu nehmen, mit der Cole sie füttern wollte. Phoebes lange braune Haare fielen über ihre Schultern bis auf die blaue Picknickdecke. Es sah aus, als posierten die beiden für das Titelfoto von einem dieser billigen Liebesromane, die Phoebe so gern las.
"Ach, ist nicht so wichtig", sagte Paige und verdrehte genervt ihre großen blauen Augen, als Phoebe kichernd in die Erdbeere biss.
"Ähm ... Hört mal, Leute", sagte Piper, die auf der anderen Seite der Decke saß und das unerträgliche Geturtel des Paares beobachtete. "Hatten wir nicht gesagt, wir wollen heute Nachmittag mal ein bisschen weniger ... zweisam sein?" Weil das Objekt ihrer Begierde - ihr Ehemann Leo - sich gerade von der Truppe entfernt hatte, fühlte sie sich offenbar zur Anführerin der Kampagne gegen pärchenweises Zusammenhängen berufen.
Alle drei sahen Paige mit schuldbewusster Miene an und sie spürte, wie ihr vor Verlegenheit und Ärger die Röte in das milchweiße Gesicht stieg.
"Meinetwegen müsst ihr nicht auf den Schmalzfaktor verzichten", sagte sie leichthin, setzte sich auf und schlug ihre Zeitschrift zu. Mit lässiger Geste zog sie ihren Pferdeschwanz stramm. "Nur weil ich seit Monaten keinen Freund hatte und für die nächste Zukunft auch keiner in Sicht ist, müsst ihr mich nicht wie ein rohes Ei behandeln."
"Nein, nein. Piper hat Recht", entgegnete Phoebe nickend und rückte ein paar Zentimeter von Cole ab. Resolut straffte sie die Schultern. "Wir müssen ja nicht die ganze Zeit aneinander kleben."
"Wenn du meinst ...", sagte Cole und knabberte verspielt an Phoebes Hals.
"Cole!", kreischte Phoebe und schlug lachend nach ihm. "Fort mit dir!"
"Tut mir Leid", sagte Cole und zog gespielt beleidigt eine Schnute. Seine heitere Stimmung stand im krassen Gegensatz zu seiner ansonsten eher düsteren und grüblerischen Art.
"Ach was, knabbert ruhig weiter!", rief Paige und winkte ab. "Cole hat Recht. Jeden Augenblick könnte ja wieder irgendein freakiger Abgeordneter der Unterwelt auftauchen, um ihn zu jagen, und ihr seht euch unter Umständen tagelang nicht, Phoebe."
Paige schlug ihre Zeitschrift wieder auf und steckte die Nase hinein. Aber es gelang ihr nicht, sich auf den Inhalt der bunten Seiten zu konzentrieren. Stattdessen versuchte sie einmal mehr, sich mental mit der Tatsache anzufreunden, dass zu ihrem Wortschatz nun Begriffe wie "Abgeordnete der Unterwelt" oder "Kopfgeldjäger" zählten.
Vor gar nicht allzu langer Zeit war Paige noch ein ganz normales Mädchen ohne Geschwister gewesen, das seine Brötchen als Sozialarbeiterin verdiente und nicht die geringste Ahnung von dem unirdischen Bösen gehabt hatte, das überall auf der Welt lauerte. Aber seit Phoebe und Piper in Paiges Leben getreten waren, hatte sie jeden Tag neue und verrückte Dinge kennen gelernt.
Sie war ein Adoptivkind, das hatte sie immer gewusst, aber was für ein Schock war es gewesen zu erfahren, dass ihre leibliche Mutter eine Hexe gewesen war - und eben auch die Mutter von Piper und Phoebe. Damit nicht genug: Ihr Vater war ein Wächter des Lichts gewesen, ein übernatürlicher Verfechter des Guten und Hexenbeschützer. Gesegnet mit solchen Eltern musste Paige, wie den drei Schwestern rasch klar geworden war, über beträchtliche Kräfte verfügen. Und so hatte es nicht lange gedauert, bis Paige herausfand, dass sie nicht nur orben, also von einem Ort verschwinden und woanders wieder auftauchen, sondern auch auf dieselbe Weise nach Belieben Gegenstände bewegen konnte.

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