Natürlich ist das kein schlechtes Buch und gerade Jungs werden die Sci-Fi anmutende Geschichte eines gläsernen Fahrstuhls im Weltall bestimmt witzig finden.
Trotzdem: mein Sohn hat schon einige Dahl Bücher selbst gelesen und vorgelesen bekommen und fand dieses (genau wie ich) am schlechtesten. Es ist ziemlich vorhersehbar, was bei anderen Roald Dahl Büchern nicht der Fall ist. Die handelnden Personen verhalten sich - ob vernünftig oder unvernünftig - so wie man es erwartet und machen nicht plötzlich ganz seltsame, verbotene oder böse Dinge. Gerade diese Dinge sind es, die einen sonst überraschen, entsetzen und amüsieren.
Nach Charlie und die Schokoladenfabrik ist das Buch jedenfalls eine Enttäuschung. Aber es kommt bestimmt nicht von ungefähr, daß das eine "Charlie Buch" so berühmt ist und mehrfach verfilmt wurde (genau wie andere empfehlenswerte Dahl Bücher z.b. Mathilda, Jack and the Giant Peach und das ganz ganz böse Hexen Hexen) und man von diesem Buch eigentlich noch nie gehört hat.
Ich konnte den Eindruck nicht loswerden, daß er eigentlich zwei Geschichten im Kopf hatte die so gar nicht zusammenpaßten und er dann im zweiten Buch etwas lieblos das Restmaterial verwendet hat.