Hierbei handelt es sich um ein 2004 erschienenes Buch von Ben Sherwood, das sich um den jungen Mann Charlie St. Cloud dreht, der in jungen Jahren seinen Bruder bei einem Autounfall verloren hat und nur knapp selbst dem Tod entronnen ist. Seit diesem Tag kann Charlie Geister sehen, aber nur in der Umgebung des Friedhofes, in dem er dann auch zu arbeiten beginnt, um stets jeden Abend bei Sonnenuntergang mit dem Geist seines Bruders Baseball zu spielen. Doch eines Tages wird dieses Verhältnis auf die Probe gestellt, als plätzlich die junge Seglerin Tess in Charlies Leben tritt.
"The Death and Life of Charlie St. Cloud" ist eine tragische Geschichte, die gefühlvoll und fantasievoll umgesetzt worden ist und stets berührt, während sie ihre Botschaft ganz sanft übermittelt: Schwelge nicht Erinnerungen und der Vergangenheit, sondern lebe dein Leben. Dabei driftet Sherwood in seinem Roman nur selten in den Kitsch ab und schafft es seine Geschichte fesselnd zu Papier zu bringen und den Leser mitfühlen zu lassen. Dabei kann er die ein oder andere Wende in der Geschichte unterbringen, wenngleich diese nicht wirklich zünden, da sie zu vorhersehbar sind. Aber dennoch ist der Roman gelungen und kann seine Leser einen Abend lang gut unterhalten.
Alles in allem ein schöner Roman für Zwischendurch. Keine Offenbarung, aber dennoch kitschfreie Fantasy-Romanze mit viel Melodramatik. Frü einen kalten Herbst- oder Winterabend bestens geeignet.