Charlie Chaplins Abrechnung mit Hitler. Als etwas Anderes kann man den Film wohl nicht bezeichnen. Und obwohl der Film selbst nie einen Oscar® bekommen hat, gehört er zu den Meisterwerken der Filmgeschichte. Mit der Premiere im Oktober 1940 ergoss sich in Amerika zunächst eine Hetzkampagne über den Film. In den USA gab es viele Anti-Kommunisten besonders die deutsch-freundliche Hearst Presse, die den Film kritisierte. Und als 1942 Chaplin auf mehreren Veranstaltungen des Amerikanischen Komitees, Russlandhilfe forderte, rückte man ihn sehr schnell in die Nähe der Kommunisten. Die Ablehnung Charles Chaplin gegenüber, fand 1952 ihren Höhepunkt als man dem Briten die Wiedereinreise-Genehmigung verwehrte.
Daraus zog Chaplin Konsequenzen: Seine Frau Oona löste den gesamten Besitz der Chaplins in den Amerika auf und holte das komplette Archiv mit allen Chaplin Filmen nach Europa. Die Chaplins ließen sich in der Schweiz nieder. Erst 20 Jahre später - 1972 - reiste er wieder in die Staaten, um den Ehren-Oscar® für sein Lebenswerk in Empfang zu nehmen.
FAZIT: Mit seiner komisch-tragischen Auseinandersetzung über eines der dunkelsten Kapitel der Menschheitsgeschichte hat Chaplin in seiner Doppelrolle als Adenoid Hynkel und jüdischen Friseur für alle Zeiten Filmgeschichte geschrieben. Auch wenn Chaplin für die meisten Fans eigentlich 'der Tramp' bleibt. Wer 'Der große Diktator' nicht kennt, misst ein Stück Filmgeschichte. Auch wenn die deutsche Fassung nicht an das Original rankommt, sollte man diesen Film unbedingt als Klassiker im Filmarchiv haben. Ein Film der Sie wie mich zum Lachen und Weinen rühren wird, da bin ich mir ganz sicher.