Charlie und seine Freunde leiden noch immer unter den Machenschaften der Bloors und Charlies schrecklichen Tanten. Nun spitzt sich die Lage aber zu, Dagberts Vater zieht in die Schule ein und hat einen großen Wasserglobus dabei, mit dessen Hilfe er Charlies Eltern ertränken will, die sich ja noch immer auf Reisen befinden. Und ausserdem will er seinen Sohn vernichten, denn der Familienfluch erlaubt nur einem zu überleben.
Dagbert sucht Hilfe bei Charlie und entschuldigt sich für vergangene Vorfälle. Charlie bleibt erst mal misstrauisch, denn schliesslich hat er Tranced ertränkt. Dass dieser noch am Leben ist, soll weiterhin ein Geheimnis bleiben. Doch weitere Vorfälle (wie z.B. dass die Hexe Tilpin einen Vorfahr herholt, der Charlie töten will) bewirken, dass Charlie Dagbert doch vertraut. Zusammen mit Lycander können sie den Ertränker besiegen, doch da warten schon die nächsten Probleme.
Ein Nebel zieht auf, die Bewohner verlassen die Stadt, das glückliche Haustier wird zwangsgeschlossen, Überfälle finden statt...und das alles nur wegen eines Kästchens das das Testament beinhaltet. Die Nachfahren des Roten Königs müssen nun zusammen halten und sich dem Betörer stellen.
Ja ja, ich hab mal wieder ein Kinderbuch gelesen, bevor es ins Regal meiner Kleinen gewandert ist. Aber diese Charlie Bone Bücher sind auch für ältere nicht schlecht. Sie sind nicht kindlich geschrieben und somit auch für Erwachsene durchaus spannend zu lesen.
In diesem Buch kommt es also zum entscheidenden Kampf. Die Handlungen vorher sind wie gewohnt: Charlie und seine Freunde müssen sich gegen die Tante, die Bloors und ihre Helferlein wehren, doch sie bekommen ja immer Hilfe von den Katzen und dem roten Ritter. Alles in der Stadt verändert sich und ihre sicheren Plätze werden zerstört und überfallen. Der große Kampf ist aber meiner Meinung etwas mager. Also ein bischen mehr Einsatz der besonderen Kräfte hätte ich schon erwartet, aber die Sache wurde ganz schnell mit wenig Verletzten abgehandelt. Gut, es ist ein Kinderbuch, aber ich denke, auch Kinder würden sich hier eine Art Zauberschlacht wünschen (schliesslich sind wir ja alle schon Potter geschädigt *g*).
Es wäre kein Kinderbuch, wenn nicht alles gut ausgehen würde, aber die Autorin hat es geschafft, dass das Ende nicht komplett vorhersehbar ist. So ist der wahre Erbe jemand anderer, als bisher immer vermutet und auch der Rote Ritter ist jemand, auf den man durch raten eigentlich nicht kommt. Gut gelungen, kann ich nur sagen und schade, dass dies vermutlich der letzte Band der Reihe ist. Die Bösen sind besiegt und die Guten übernehmen...Ende? Nun ja, vielleicht überlegt sich die Autorin noch mal was und die bösen Tanten finden neue böse Verbündete? Möglich ist alles, aber fürs erste ist dies ein gelungener Abschluss der Reihe.
Ich vergebe 5 Sterne und eine Kaufempfehlung.