Charlie Bartlett ist nicht gerade das, was man einen normalen Jungen nennen kann. Seine Familie ist sehr reich, gleichzeitig sitzt sein Vater aber im Gefängnis und seine Mutter ist depressiv. Er selbst geht damit nicht gerade locker um. Im Gegenteil: Inzwischen von 10 Privatschulen geflogen(wegen Führerscheinfälschungen und anderen Vergehen), entscheidet sich seine Mutter nun für eine öffentliche High School. Dort ist er anfangs der komische, stinkreiche Streber. Klar, dass niemand etwas mit ihm zu tun haben will und er sogar mit den Schulschlägern aneinander gerät. Doch der kluge Kopf lässt sich nicht so leicht unterkriegen und schließt ein Geschäftsbündnis mit seinem früheren Peiniger,um den Schülern mit Problemen diverse Pillen zu verkaufen. Inklusive dazu gibt es psychologische Gespräche auf dem Jungenklo. Charlie weiß genau, wie er seinen Mitschülern helfen kann und steigt schließlich zum beliebtesten Schüler der Schule auf. Doch genau da fangen die nächsten Probleme erst an.
Charlie Bartlett ist für mich einer der interessantesten und witzigsten Filme, die ich kenne. Schwarzen Humor gibt es zuhauf und hinter der lustigen Fassade steckt ein ernster und moralischer Hintergrund. Ist es das wirklich wert, für Ruhm und Beliebtheit illegal Pillen zu verkaufen? Sollte man für eine hohe Position seine Tochter vernachlässigen? Fragen wie diese werden in einem erfrischenden Rahmen behandelt, ohne dass der Film wie eine Moralapostel daherkommt.
Der Film ist kein typischer Hollywood-Blockbuster und versucht auch gar nicht den Anschein zu erwecken. Die Darsteller sind gut ausgewählt und zwischen den eher unbekannten Gesichtern ist auch das charismatische von Robert Downey Jr. zu entdecken, der mit sehr viel Geschick den alkoholsüchtigen Schuldirektor spielt.
Ein abwechlungsreicher, humorvoller und erfrischender Film, den es sich auf jeden Fall anzusehen lohnt!