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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Detaillierte und sehr lesenswerte Biografie,
Von
Rezension bezieht sich auf: Charles Darwin: Eine Biografie (Gebundene Ausgabe)
Im derzeitigen Darwin-Jahr habe ich bereits rund 20 Bücher zum Thema gekauft und gelesen. Wenn ich nun eine Biografie empfehlen sollte, so ist es die Biografie von Guido J. Braem.Der über 70 Seiten umfassende Anhang mit Anmerkungen, Bibliografie und Personenregister zeigt, dass es hier nicht um ein oberflächliches Werk handelt. Aber auch in dem eigentlichen Text werden sehr viele Details aus seinem Leben bzw. seinem Umfeld oder der Zeit gegeben. Viele dieser interessanten Details fehlen leider in manch anderer Biografie. Bei all dieser Detailhaftigkeit ist die Schreibweise sehr flüssig. Insgesamt ist die Lektüre ein Genuss. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Klarheit ohne Angst und Heuchelei,
Von
Rezension bezieht sich auf: Charles Darwin: Eine Biografie (Gebundene Ausgabe)
Das Werk befasst sich zum einen in minutiöser Detailfülle mit praktisch sämtlichen verfügbaren Fakten, die in Darwins Leben eine Rolle spielten. Es gibt ein vollständiges Bild der Familie, das auch vor der psychologischen Dimension der Mitglieder und deren Schwächen und Fehlern nicht zurück schreckt. Das liest sich, auch aufgrund des trockenen Humors des Autors, leicht und flüssig, und überschreitet dabei vor allem übliche biografische Dimensionen. Denn Braem zeichnet ein umfassendes, konsistentes Bild auch der Zeit und ihrer Konventionen und vor allem der resultierenden Zwänge. Das ist die erste faszinierende Dimension des Werks: man erblickt gleichsam England, wie es im 19. Jahrhundert war und unter welchen konkreten Umständen die Menschen lebten. Die enorme Recherchewut des Autors förderte Aspekte der Persönlichkeit Darwins und auch der allgemeinen Lebensumstände zutage, die man so nur selten oder nie zur Kenntnis nehmen konnte. Das ist zum einen interessant und aufschlussreich, zum anderen ermöglicht es vor allem die Beurteilung oder zumindest Einschätzung verschiedener Motive, die im Allgemeinen unberücksichtigt blieben. Zuweilen häufen sich die Einzelheiten etwas, dabei tragen sie jedoch zur wissenschaftlichen Glaubwürdigkeit bei. Der farbigen und einfühlsamen Darstellungsweise der Forschungsreisen etwa fehlt bei aller wissenschaftlichen Qualität jede Trockenheit, was sonst nur hochwertige Fernsehdokumentationen fertig bringen. Und indem man Darwin und seine Zeitgenossen gleichsam persönlich kennen lernt, treten einige hoch interessante menschliche Aspekte hervor, die dem Leser die Einschätzung Darwins als Person erleichtern, was typisch ist für die ganzheitliche Sichtweise des Autors: Braem zeigt den Menschen Darwin in seine Zeit.So zeigt sich dem Leser ein Jahrhundert, das nicht nur im Hinblick auf Darwins Arbeit enorm ereignisreich war: Zum einen stieg England zur Großmacht auf, in Amerika tobte der Bürgerkrieg, in fast allen europäischen Ländern gab es soziale Unruhen, und zwischen Preußen und Frankreich tobte ein Krieg. Zum anderen begann ein gravierender ideologisch-religiöser Umschwung. Und hier zeigt sich die zweite wichtige Dimension des Werks. Indem Darwin nämlich immer weiter zum Ursprung des Lebens vordrang, entfernte er sich zugleich immer weiter vom gesellschaftlichen, also vor allem religiösen, und tatsächlich auch von seinem privaten Konsens: Die Kirche stellte damals die Instanz dar, die das Bewusstsein der Menschen fest im Griff hatte, und an dieser Weltsicht hatte niemand zu zweifeln. Das hieß, dass Gott die Welt geschaffen hatte ' und nichts und niemand anderes. Dagegen konnte die Wissenschaft so weit anforschen, wie sie wollte, das Primat der Schöpfung musste bei Gott verbleiben. Braem zeigt, dass bei Zuwiderhandlungen drastische Konsequenzen zu fürchten waren ' Ämter, Neueinstellung und soziale Anerkennung waren für jeden Schöpfungsleugner tatsächlich in höchster Gefahr. Wer Gottes Schöpfungsakt öffentlich auch nur anzweifelte, brauchte sich zum Beispiel keine Hoffnungen auf einen Universitätsposten zu machen, und falls er einen besaß, musste er den Rauswurf fürchten. Zugleich, zeigt Braem, war der soziale Ausschluss zu gewärtigen: Solche 'Ketzer' wurden bald nicht mehr zu hochkarätigen Diners eingeladen und auch nicht Mitglieder in einflussreichen Clubs oder Gremien. Man macht sich im 21. Jahrhundert nicht leicht klar, wie umfassend die Macht der Kirche als Leitideologie war. Braem zeigt das ebenso seriös wie konkret nachvollziehbar. Die 37seitige Bibliografie, 23 Seiten Anmerkungen, ein umfangreiches Personenregister und eine Zeittafel machen zudem das Navigieren im Werk komfortabel. Insgesamt ist Braems Biografie geprägt von kompromisslosem wissenschaftlichen Rechercheaufwand, tiefem Sachverstand und einem zugleich erfrischend humorvollen und unvoreingenommen anderen Betrachtungsansatz der Dinge, die Charles Darwins Leben und Arbeit bestimmten. Heiner Schultz Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5.0 von 5 Sternen
Rezension von Braems Darwin-Biografie,
Rezension bezieht sich auf: Charles Darwin: Eine Biografie (Gebundene Ausgabe)
Braems monumentale Darwin-Biografie genügt allerhöchsten Ansprüchen. Auch Kenner der Materie werden von der überreichen Fülle an Informationen über Leben und Werk des Begründers der Evolutionstheorie beeindruckt sein. Mit nicht zu überbietender Liebe zum Detail - ohne in Belanglosigkeiten abzugleiten - beschreibt Braem sowohl den fachlichen als auch den privaten Darwin in meisterhaftem Stil. Über fünfzig historische Abbildungen und eine umfangreiche Bibliografie runden das Werk ab. Das Buch ist ein Muss für jeden, der sich für die Materie interessiert!Dr. Matthias Leinweber, Wettenberg den 02.07.2011 Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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