Viele Menschen haben bereits als Kind den Traum einmal ein Star zu sein und Musik zu machen, so durfte es wohl auch Charmaine Clarice Relucio Pempengco oder einfach auch nur Charice ergangen sein. Ihre ersten Schritte im Alter von zarten 7 Jahren machte, die aus den Philippinen stammende Sängerin, bei Amateur Wettbewerben, ehe sie 2005 bei der Philippinischen Castin Show "Little Big Talent" eine richtige Chance zu greifen bekamm. Dennoch sollte sich ihre Entdeckung noch gute zwei Jahre hinziehen, denn erst als Internet Phenomen auf der bekannten Videoplattform YouTube wurde die junge Künstlerin entdeckt. Nach einer Self-Titled EP mit 6 Coversongs und dem zweiten Philippinschen Release in Form von "My Inspiration" bekamm die mittlerweile 18 jährige nun im Mai 2010 die Möglichkeit endlich ihr U.S. Debut Album zu veröffentlichen. Unter den Fittichen von David Foster und mit Newcomer Iyaz als Feature im Gepäck wartet nun das Self-Titled Album mit 12 Tracks auf.
Gleich zu Beginn wartet die 1. Singleauskopplung "Pyramid" zusammen mit Iyaz auf. Ein einfühlsamer Song, der sofort durch seine prachtvollen Instrumente besticht und sich Charice sowie Iyaz glamourös stimmlich miteinander verbinden. Desweiteren umfasst Charices Bandbreite auch diverse Slow Jams ala "Reset", Thank You" oder "Nobodys singing to me", welche mit zunehmender Spieldauer sich erst so richtig entfallten. Das etwas rockig angehauchte "Love you so deep" findet ebenfalls seinen passenden Platz auf diesem Longplayer, wie das vor Energie nur so strotzende "I love you" oder das peppige, temporeichere mit einigen Elektro Elementen verzierte "Nothing". Einen besonderer Augenschmaus stellen die ergreifenden, emotionalen Balladen in Form von "In this song", "All that I need is survive" mit Akkustik Gitarre sowie den beiden packende Tracks "The Truth is" sowie "Did it for you" mit zauberhaften Klaviermelodien dar. Den Abschluss bildet das wunderschöne "Note to god", welches sich von der ersten Sekunde im Kopf des Hörers festsetzt. Der Song steigert sich immer wieder und begeistert dann ab der Mitte hin regelrecht durch seine explosionsartig aufkommende Dramaturgie, welche perfekt durch das Instrumental und Charice sagenhafter Stimme ins Reine gebracht wird.
Das Fazit zu Charices Self Titled Werk ist recht einfach gesagt. Stylistisch vermischt die junge Dame Pop und RnB, den man wohl am besten mit dem Sound von Jordin Sparks oder Leona Lewis vergleichen kann und natürlich super radiotauglich ist. Das was Charice aber ausmacht ist ihre unglaublich, kaum in Worte zu beschreibene Stimme für eine 18 jährige. Egal welche instrumentale Grundlage ihr gegeben wird und ob sie hohe oder tiefe Töne singen muss, ihre Stimme hat so viel Power und Volumen um all diese Aufgaben professionel zu meistern...nicht umsonst wird sie schon mit Diven wie Whitney Houston, Celine Dion oder Mariah Carey verglichen.
PeAcE