Tja, es stimmt schon - die Reise durch Chile wird ausführlich beschrieben. Und wer das Land ein bisschen kennt, wird vieles wieder erkennen. Den Pisco, die Empanadas ...
Die Idee, das ganze aus der Sicht eines 3-jährigen Jungen zu beschreiben ist im besten Sinne witzig: vieles bekommt einen neuen humoristischen Aspekt und wird so transparenter. Aber funktioniert nicht immer: etwa wenn die Autoren mit vorgeblicher Kindersprache die Feinheiten und Errungenschaften des Weinbaus beschreiben will. Hier wäre ein Personenwechsel angebracht gewesen. Ich traue keinem 3-jährigen, wenn er mir Weinempfehlungen gibt!
Richtig ärgerlich wird es, wenn politische Gegebenheiten eingeflochten werden. Hier fühle ich mich durch diese Sprache auf den Arm genommen!
Und so bleibt es ein gemischtes Vergnügen. Und was Chile betrifft: am besten selbst hinreisen.