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Das steht in krassem Widerspruch zu allen Lehrmeinungen der klassischen Psychologie heute, und so ist sein immerhin 402 Seiten starkes Werk auch eine Abrechnung mit anderen Schulen der modernen Psychologie. Mit seiner auf den ersten Blick globalen und eher unwissenschaftlichen These setzt er sich mit jenen auseinander, die sich gar zu sehr auf die herrschenden Lehrmeinungen eingeschworen haben.
Hillman hat nämlich einigen Fleiß aufgebracht, um seine Theorie zu belegen: Man kann ein großer Philosoph werden -- so wie John Steward Mill -- ohne jemals eine Schule besucht zu haben; daß Albert Einstein nach heutigen Maßstäben ein Fall für die Hilfsschule war, ist vielen bekannt. Hillman nennt ihn als Beispiel von unendlich vielen anderen. Die ungemein anerkannte und erfolgreiche israelische Ministerpräsidentin Golda Meir war in der Schule ebenfalls ein hoffnungsloser Fall, Pablo Picasso ein totaler Versager.
Hillman setzt die Reihe beliebig fort und gibt damit allen "hoffnungslosen Fällen" neuen Mut. Wer einen solchen Ansatz vertritt, der muß mit historischen Figuren wie Adolf Hitler ein Problem haben. Denn er müßte begründen, daß Hitlers Rolle in der Weltpolitik vorherbestimmt war. Für Hillman ist in diesem Fall der "schlechte Samen" aufgegangen. So versucht er auch zu erklären, warum Al Capone in Chicago das geworden ist, was er schließlich war, und verwirft weitgehend alle Ansätze des Al-Capone-Biographen, der sich auf die Sozialisation des berühmten Gangsters beschränkt. Hillmans Buch wird Widerspruch provozieren. --Corinna S. Heyn -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Lebensbuch,
Rezension bezieht sich auf: Charakter und Bestimmung. Eine Entdeckungsreise zum individuellen Sinn des Lebens (Gebundene Ausgabe)
Es handelt sich um nichts Geringeres als die Wiedereinführung des Geistes in die Psychologie und in das Leben. Ein mutiges Buch, weil es so ganz gegen den Strom - oder besser- den mainstream- unserer (Un-) Kultur schwimmt. Viele Biografien werden vor den Leser gestellt und Gedanken ausgesprochen, die mehr als nur "anregend" sind. Vor allem dieser: Der Mensch ist nicht nur ein determiniertes, also von aussen bestimmtes Wesen und damit abhängig von soziokulturellen (familiären) Faktoren, sondern er bringt etwas ganz Individuelles mit. Er trägt in sich die Impulse, die er - und das zeigen die Biografien so schön- auch gegen diese äußeren Faktoren entdecken und leben kann. Widerstände des lebens erfahren mit einmal eine Bedeutsamkeit, ein Trauma ist nicht zwangsläufig ein Defekt. - - Es kann kaum verwundern, dass ein solches Buch auch (wütende) Gegner auf den Plan ruft, die am Wesentlichen vorbeireden: Denn die Grundfesten der gängigen Denkungsweise werden hier erschüttert. Materialisten oder Mainstream- Psychologen werden möglicherweise Zustände bekommen und versuchen, dieses Buch im Misskredit zu bringen, z.B. durch aus dem Zusammenhang herausgerissene "zitierte" Fetzen, die nur im kontext Sinn machen KÖNNEN. Es bleibt aber meiner Meinung gewiss dabei (und ich schreibe das auch als Psychologe): Dieses Buch ist nicht nur etwas für Psychologen oder Therapie- Interessierte, sondern vor allem für jeden, der etwas über sich selber erfahren will, was er in unserer Zeit nicht so leicht lesen oder erfahren wird(und was darum trotz der Wichtigkeit leicht vergessen wird): Etwas, was ihn überraschen und mit Freude erfüllen kann!! Ein Buch mit dem Potential, dem Leben -wenn nicht gar eine andere Richtung zu geben- so doch zu erweitern. Ein fantastisches Buch für jeden Zeitgenossen, der sich Neuem noch öffnen kann: Und für einige vielleicht sogar ein Lebensbuch!
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5.0 von 5 Sternen
Hat mir sehr geholfen ...,
Rezension bezieht sich auf: Charakter und Bestimmung. Eine Entdeckungsreise zum individuellen Sinn des Lebens (Gebundene Ausgabe)
dieses Buch, da ich damals nicht so recht wusste was eigentlich in meinem Leben los ist. Dieses Buch regt zum Nachdenken an und ist recht einfach zu lesen. Wissenschaftlich würde ich dieses Buch jedoch nicht sehen!
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21 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Gutes Thema, schreckliches Buch,
Von
Rezension bezieht sich auf: Charakter und Bestimmung (Taschenbuch)
Ja, die ersten Seiten ließen mich auch noch denken ..endlich mal ein anderer Blick auf den Menschen.Aber dann kommt mir das doch nur alzu bekannt und auch verquast vor. Ständig wird zunächst von Hillman behauptet in diesem Buch würde er beweisen, das der Mensch mehr ist als die Summe seiner Erfahrungen (das stimmt hoffnungsvoll ist aber nicht originell) Nicht Erziehung sei entscheidend oder elterliche Zuwendung, sagt er, sondern dass was er später die "gute oder eben schlechte Saat" nennt. Abstruss wir des wenn dann das Wort Eltern praktisch ausschließlich noch vorkommt (und das dauernd wie Hirnwäsche) in der Formulierung Elterntrugschluß. Das es in Amerika so viele Probleme mit Gewalt ect. bei Jugendlichen gibt hat nach Hillman seinen Grund nicht etwa darin das amerikanische Kinder 5-6 Std. fernsehen und nur im Schnitt 5-6 Min. mit den Eltern reden. (was Hillman unterschlägt) Nein, er ist sich nicht (Verzeihung) zu blöd anzuführen, dass in dieser Disneygesellschaft doch alles für die Kinder getan wird. Also bleibt der Schluß "schlechte Saat". Den dämonischen Ursprung der Nazis "beweist" Hillman damit, dass einige Leute um Hitler Behinderungen hatten und Hiltler Einläufe machen ließ. (Ich hätte mir das nicht selbst ausdenken können) steht wirklich so in seinem Buch. Wie behinderte Menschen das aufnehmen mag ich mir garnicht vorstellen. Ich finde es nicht so weit weg von einer, "gesunde Rasse" Theorie. Ganz subjektiv: Ich hatte beim lesen das Gefühl, ein Vater der sich glaubt verteidigen zu müssen gibt anderen gleich den "Persilschein" für Vernachlässigung. Ich hoffe DAS hat keinen Erfolg. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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