Ich bin ein Mann. Biologisch gesehen - und verstehe deshalb nichts, aber auch gar nichts von Frauen. Obwohl ich sie schätze. Zwischen schätzen und einschätzen liegen dabei aber Welten!
Angelika Hager alias Polly Adler beschreibt die Frau als Wesen vor dem ich mich als bebrillter 08/15 Mann förmlich fürchten muss. Und trotzdem gibt es in ihren Erzählungen immer wieder Phasen, bei denen ich mich unheimlich in sie verliebe. Kann aber auch am Bild liegen, welches wohl sicher nicht sie darstellt. Wie dem auch sei. Hager ist bei ihr nur der Name - das Programm in keinem Fall.
Sie erzählt witzig, zickig, überheblich, einfühlsam, egoistisch, mütterlich, amüsant, charmant von der weiblichen Sichtweise der Menschheit. Dabei merkt man(n) allerdings, dass Frauen keinen Deut besser (oder soll man sagen schlechter) sind als ihre männlichen Pendants. Vielleicht sind Frauen ja die besseren Männer. Warten wir noch fünf Jahre Emanzipation ab. Spätestens dann merken wir Männer es, wenn wir der nachhause kommenden Frau die Hausschuhe bringen und ihr zum Fernsehen ein Bier öffnen.
In jedem Fall ist das Buch auch für Männer interessant.