Veränderungen passieren ständig, im Kleinen wie im Großen, sie sind kreativ und interessant. Veränderungswissen fördert unsere Entfaltung, die einer natürlichen geduldigen Schmetterlings-Transformation gleicht. Dazu gibt es Hilfsmittel. Selbstverbesserung ist schon Weltverbesserung. Denn unser Verhalten beeinflusst tausend Dinge, so wie ein Steinwurf Wasserwellen auslöst.
Man bekommt aus der Perspektive des Kreativitätsforschers und Mindmap-Erfinders Tony Buzan Interessantes formuliert. Mit dazugehörigen Abbildungen. Es geht um das bewußte Durchziehen eines kreativen Prozesses, dessen Visualisierung, je nach persönlichem Bedarf, ich erleichternd und hilfreich finde. Ein sehr konstruktives Buch, das, wie ich meine, viel mehr Beachtung verdient.
In einer Mindmap machen wir das sichtbar, was in unserem Kopf passiert (1). Erst eine Vision macht uns veränderungsfähig (2). Auf dem Weg zu ihr durchlaufen wir einen Lernprozess (3). Dazu brauchen wir die richtige Justierung (4). Buzans Tools sind im privaten wie im beruflichen Bereich einsetzbar (5). Und wirken sich im Alter positiv aus (6).
1
Eine Mindmap hat ein inspirierendes Zentralbild, aus dem wir Worte assoziieren (no sentences), aus der wir unsere Gedanken erblühen lassen. Sie kann unseren Standpunkt, unser Motiv und Ziel, unsere Vision herausfiltern. Mindmaps klären die subjektive Situation. Dann die Fakten mit den den 6 W's (was, wer, wie, wo, warum, wann). Die positiven und negativen Gefühle. Und die Alternativen. Ggf. wägst du zwischen positiv und negativ prozentual ab. Und stabilisierst die Situation schrittweise.
Eine Master-Map auf A3, gedacht als Veränderungs-Tagebuch, als Ergebnis-Sammlung vieler Mindmaps, dokumentiert den Ist- und Soll-Zustand, Folgerungen, Ränge, unterschwellige Wünsche, Ziele. Sie zeigt Vergangenheit, Zukunft, Schritte, Veränderungsbereitschaft, Kreisschließungen. Zeigt Inspirations-Figuren, Sachkenntnis und Verhaltensmuster.
2
Potential geht auf Neues zu, verändert sich aufnehmend, abgebend, lernend. Wir brauchen eine ehrliche, klare, erreichbare Vision. Die wie eine stromauslösende Verpflichtung ist. Diese förmlich sinnlich vibrierende Vision, die auch den VEFPAG-Prozess nährt (s.u), macht uns veränderungsfähig.
Wir brauchen Ziel-Leuchttürme und Ziel-Prozesskenntnisse. Wobei sich die Pläne um die Ziele ständig anpassen. Focusieren wir uns bezwingend. Wie ein Gepard seine Beute fixiert.
3
Veränderung beginnt also im Denken. Und führt zu einem Veränderungsbeschluss. Dieser führt zu Schritten und zu einer entwickelten Methode. Gedanken erzeugen und lenken also Gefühle und Handlungsimpulse. So setzt eine Reflektions-Mindmap Potential frei an lebensformenden Gedanken.
Es ist eine Transformations-Reise. Mit Prozessverbesserungs-Gelegenheiten. Das lernen wir folgerichtig mit dem V.E.F.P.A.G-Tool (klingt im Original auch nicht besser). Also vom Versuch - über das Ereignis - dem Feedback - dessen ehrliche Prüfung - dem Anpassen - bis zum Gelingen. Ggf. müssen wir es wieder und wieder versuchen. (Vergleichsbild: Eine ständig weiterfließende Quelle reinigt den Teich). VEFPAG ist quasi das Ziel-Ticket.
Eine "Surferwellen-Lernkurve" kann uns gefährlich hinunterreißen oder - rechtzeitig optimal genutzt - eine hilfreiche Lektion sein. So lernen wir intuitiv-wissend Veränderungsmuster vorherzusagen. Und die nächste "Welle zu reiten". Wir fixieren in unseren Lernstadien die nächsten Schritte. Und gehen mit Risiken entspannt um. Ein Leonardo etwa unterscheidet sich von uns dadurch, dass er seinen Bio-Computer besser nutzte. So stehen uns erneuerungsfreudige Leitfiguren als Meister der Veränderung aus allen Gebieten zur Verfügung. Wir nutzen schließlich nur 1% unseres Potentials. Da gibt es also viel zu fördern.
Wir bleiben lebendig, wenn wir uns erneuern. Konzentriert, focusiert. Ein regelmäßiger positiver Dialog ist unser Treibstoff. Diese positive Soufflierung mit einer refrainartigen Selbstaussage entspricht meiner Identität. Und meiner Vision.
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Frustrierende Einseitigkeiten schleichen sich gerne ein. Aber auch unüberlegte Veränderungssucht destabilisiert. Gleiche die Wert-Scala für Menschen und Dinge aus, um die notwendige Balance zu optimieren. Und strecke deine Fühler neu aus.
Mini-Mindmaps können in einer dramatischen Situation ein schneller, hilfreicher Rettungsanker sein.
Victor erkennt in einem Problem (z.B Unfall) seinen Ausgangspunkt. Und projeziert ihn (geschichtsbewußt) in die Zukunft. Und setzt heute seine Schritte. Er sieht das Problem als Gelegenheit. Um Fertigkeiten zu entwickeln.
Vic hingegen sieht in der gleichen Lage eine unglückliche Veränderung, verschiebt die Problemlösung auf irgendwann und verfällt den Augenblicksfreuden. Verdrängung, Gleichgültigkeit und verantwortungslose Ablenkung treibt ihn ins Nirgendwo. Sagen wir also lieber Ja zum Veränderungswillen, der uns in die Aufwärtsspirale bringt, und Nein zur Opferrolle, die uns immer tiefer abwärts führt.
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Und in menschlichen Beziehungen? Zwei richtig kanalisierte Flüsse verbinden sich, wenn auch turbulent, zu einem starken Strom. Zusammengeführte Mindmaps, etwa von uneinigen Ehepartnern, synchronisieren Energien.
Neue Bekanntschaften können einen Domino-Effekt auslösen. Und ein Projekt verselbständigen.
Und im Geschäft? Originelle Denker mit anziehenden Visionen sind gefragt. Umweltversteher. Potentialvermieter. Die die Kompetenz und den Kundenwunsch kennen. Denn ohne Wissen und Feedback bist du angreifbar. Ein Geschäftsführer kann 30 Topberater und eigenes Wissen auf eine Master-Map zusammenfassen. Prozentual gewichten. Und Entscheidungen treffen. Ältere Mitarbeiter haben ein unschätzbares Korporationsgedächtnis. Da arbeiten Bauchgefühl und Logik ideal zusammen. Carnegie (u.a. Förderer von Bildung, Bibliotheken und Museen) nutzte vor allem seine Fantasie.
Sich neu zu erfinden ist überlebenswichtig. Um beruflich veränderungsfähig zu sein arbeitest du mit Alternativ-Mindmaps. Und VEFPAG-Ausrichtung. Mit der du Siege und Niederlagen gleichermaßen behandelst.
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Und im Alter? Veränderung ist ein gesundes In-Bewegung-Bleiben. Unter Beachtung der Kopf-Körper-Balance. Ideal-Mindmaps über das Alter werden mit diesen Tools eine immense Auswirkung haben.
Du kannst deine Sichtweise ändern. Was einmal grauer, bezugsloser Geschichts-Unterricht war, kann für dich heute ein aufschlussreiches Menschheits-Gedächtnis darstellen. Im Alter wechselst du zwar die Uni, bleibst aber Vollzeit-Student. Neues "unschuldig" anzugehen reinigt die Wahrnehmung. Öffnet den Zyklus und treibt ihn spiralenförmig voran. So bleibst du geerdet und flexibel wie ein Weidenbaum.