Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Es klingt, als ob die Zeit stehen geblieben ist!, 4. September 2009
Endlich ist sie da! Als eingefleischter Prefab-Sprout-Fan der ersten Stunde konnte ich es kaum erwarten, nach endlos langen 8 Jahren wieder ein Lebenszeichen der besten Band, die es je gab ( und geben wird )zu hören. Paddy hat die Stücke zwar bereits vor 17 Jahren geschrieben, was mich persönlich aber ganz und gar nicht stört, da "Jordan-the comeback" in meiner Bewertung eh der Gipfel der Schaffenskraft war. Und genau in diese Zeit fühlt man sich phasenweise wehmütig mit Gänsehaut-Garantie zurückversetzt.
Zum Album: allein die ersten drei Titel sind die Anschaffung locker wert und meine absoluten higlights: "Let There be music" schwebt funkig und sphärisch daher; die Stimmung erinnert etwas an "Hey Manhatten". "Ride" mit seinem treibenden Elektrobeat fasziniert durch betörende Monotonie und erhebenden Refrain; da muß man einfach aufstehen und mitgrooven. Gleich nach den ersten Klängen von "I love music" setzt sich dann ein Grinsen im Gesicht fest: das klingt derart locker und lässig nach guter Laune, wie es nur ein Paddy McAloon hinbekommt. Dazwischen immer wieder kurze, abgehackte Sequenzen von Saxophon und Synthi - genial!
Danach folgen einige sanftere Balladen, die zwar nett klingen, aber nicht für einen Aha-Effekt sorgen können. Früher schafften es die Sprouts stets, die Schwelle zum Kitsch nie zu überschreiten, hier passiert es leider doch gelegentlich ( z.B. in "Meet the New Mozart" ).
Etwas schade ist, dass alle Songs fast ausschließlich am Computer entstanden sind. Nach meinem Empfinden sind die Drums durchgehend aus der Maschine, Gitarren erst gar nicht vorhanden, lediglich Saxophon, Geigen und Mundharmonika klingen echt. Das Ganze führt zu einem etwas glatten Sound ohne Ecken und Kanten - aber: da ist ja noch die wunderbare Stimme, die für Einiges entschädigt.
Ein Höhepunkt kommt dann doch noch: mit "Sweet Gospel Music" versetzt uns Paddy nochmals in Trance; die schnelleren Nummern des Albums bleiben einfach hängen.
Bleibt zu hoffen, dass wir noch einige kreativen Meisterwerke von Mr. McAloon erleben dürfen; sein Lebensmotto "I love music" ( für mich der beste Titel ) nimmt man ihm ohne Zweifel ab.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Transzendenz aus der MIDI-Höhle, 13. September 2009
Es wurde ausreichend benannt, diese Platte hätte 1993 der Nachfolger von "Jordan: The Comeback" sein sollen, wurde aber aufgrund von Missverständnissen mit Sony nicht zu einem "ausproduzierten" Studioalbum und liegt somit jetzt nur als leicht von Produzent Calum Malcolm überarbeitetes Demo in Albumform vor. Erstes Hören ließ bei mir erahnen, dass sich einige Songperlen unter den 11 Stücken befinden, aber ich muss zugeben, dass die Form, vor allem der Sound, mir doch erst einmal äußerst quer hing. MIDI-Sounds der frühen 90er, (fast) keine Gitarren, Fake-Instrumentierung von Trompeten etc. auf damaligem Homestudio-Klangerzeugerniveau - das ist schon starker Tobak. Das ist sogar noch ein Zahn schärfer als die ebenfalls produktionstechnisch gewöhnungsbedürftige "Andromeda Heights" von 1997. Wenn man sich sich allerdings durch diesen Plastiksound - Dschungel durchgehört hat, kann einem dann die eine oder andere Offenbarung widerfahren. Keiner kann Melodien schreiben wie Paddy McAloon. Und wohl kein anderer in der heutigen Popwelt kann es sich erlauben diese spirituelle Metaphorik zu verwenden ohne dabei ganz blöd auszusehen und sie dann in etwas verwandeln, das sich wahrhaftig und nicht klischeehaft anfühlt. Die Wirkung dieser Worte in Verbindung mit McAloons einzigartiger Stimme, die auf unvergleichliche Weise vermag Empathie, Glaubwürdigkeit, Sehnsucht und Dringlichkeit zu vermitteln gepaart mit den wunderschönen Melodien lösen dann wahrhaft transzendentale Momente aus. Das war wohl auch das, worum es McAloon bei diesem Projekt ging, wie er selbst in den Linernotes schreibt: "Transcendence through music". Der Anspruch allein lädt natürlich mit offenem Scheunentor zum Scheitern ein, aber ich denke Paddy McAloon hatte 1993 das nötige Selbstvertrauen und ist seiner Zielsetzung in den meisten Stücken auch gerecht geworden. Da verzeiht man gerne ein Intro wie beim grandiosen, an Marvin Gaye erinnernden "Earth:The Story So Far" oder den Wham-Rap auf "Let There Be Music". Gar nicht auszudenken, was aus dieser Platte geworden wäre, wenn Prefab Sprout als Band damals nicht auseinander gefallen wären und Thomas Dolby angerufen hätten!
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
... trotzdem: 5 Sterne, 5. September 2009
Ja es ist wahr: Es gibt bessere - viel bessere - Platten von Prefab Sprout. Hier hat Paddy McAloon offenbar nach 17 Jahren seine Demos zu dem veröffentlicht, was der Nachfolger zur phantastischen "Jordan - the Comeback" sein sollte. Demzufolge dominieren Sampler und Drummachine-Sounds und das Ganze klingt insgesamt leider ziemlich nach MIDI-Studio. Eine verpasste Chance, denn ich finde, das - größtenteils wirklich hervorragende - Songmaterial hätte besseres verdient.
Wer also einen würdigen Nachfolger zu Ausnahmewerken wie "Steve McQueen" und "Jordan ..." erwartet, wird vermutlich enttäuscht sein. Wer aber - wie ich - froh ist, wenn dieser geniale Songwriter überhaupt noch etwas veröffentlicht, darf sich darüber freuen, 11 Songs zu hören, die zu seinen besten gehören könnten, wenn ... ja wenn nur ...
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