Dies ist nun die Fortsetzung, der dritte Teil von Manfred Matuscheskis bewegtem Leben in Berlin. Wenn dieses Buch einen roten Faden hat, ist es wohl der Verlust von all dem, was man mit Erwachsenwerden verliert. Dagegen ist kein Kraut gefeit und auch Manfred muss sich ihm ergeben. Er genießt es auf seine Weise, wobei der Genuss durch die Abwesenheit einer ständigen weiblichen Begleitung getrübt ist. Aber auch dieses Problem ist am Ende gelöst, die geliebte Oma stirbt und das Kindheitsparadies bleibt bis auf weiteres durch den Bau der Berliner Mauer nur noch selten erreichbar. Es ist nicht nur die persönliche Geschichte, die Bosetzky beschreibt, sondern westdeutsche, insbesondere Berliner Geschichte von unten, aus dem Blickwinkel der kleinen Leute, die sich ihr Leben eingerichtet haben, aber nicht nach oben kommen. Manfred aus dem Neuköllner Hinterhof schafft den Aufstieg ohne sich seiner Herkunft zu schämen. Er ist stolz darauf, liebt seine Eltern und wird wiedergeliebt mit allen Fehlern. Was das Buch so nett macht ist die Ironie, mit der „unser" Held beschrieben und dargestellt wird. Der Autor beobachtet gut, sich selbst und andere und stellt die Menschen aus seinem Blickwinkel dar. Das ist ihm einfach gut gelungen. Wie auch die anderen Bände ist dieser Roman sehr lesbar und unterhaltsam geschrieben. Während des Lesen kann man sich an viele Dinge aus dem Alltagsleben erinnern, die einem auch so oder so ähnlich begegnet sind, aber längst im Nebel der Zeit verloren gingen. Ich kann das Buch nur weiter empfehlen und freue mich auf die nächsten Bände.