ich habe die cd am samstag morgen per post bekommen und sie sofort eingelegt. mit einer tasse kaffee in der hand und ein paar herbstlichen sonnenstrahlen im gesicht lauschte ich nun und war/bin sehr angetan.
esperanzas songs kommen mit einer unglaublichen leichtigkeit daher und fließen wie aus einem guss aus den lautsprechern direkt ins ohr. dass sie so etwas fabrizieren kann, hat sie auch schon vorher bewiesen aber dieses mal fügt sie nun noch ein paar streicher hin zu. meine bedenken, dass die musik nun in einen weichen streicherteppich gerollt wird, sind nach weningen takten schon weggewischt. die streicher fügen sich extrem elegant in die songs ein, sind präsent aber nicht zu dominant, so als könnte es gar nicht anders sein.
nach einigen songs war ich schon halbwegs eingelullt, fand aber auch, dass die kompositionen, so schmissig und ausgefeilt sie arrangiert sind, sich nicht so wahnsinnig voneinander abheben. wobei das nur ein kleinerer kritikpunkt wäre.
auch ich bin eher gegenüber dem gesang gespalten. esperanza kann singen, keine frage, und wie mein vorredner schon sagte, sie traut sich was. sie singt neben irre schnellen bassläufen daher, als wäre es nur eine aufwärmübung. manches mal krazt sie aber (besonders in den höhen) an der grenze von schön zu schrill.
z.B. Wild is the Wind beginnt famos und sie schafft es tatsächlich diesem wunderschönen aber schon häufig gecoverten lied etwas eues abzugewinnen. ganz behutsam geht es los, mit leichtem tango einschlag, langsam kommen ein paar streicher dazu das schlagzeug legt auch noch etwas drauf, alles ein bißchen dissonant, sehr rhytmisch und sehr cool. doch dann als sich grade alles aufbäumt, schmettert auch esperanza in höhen los, die mich fast an meinem kaffee verschlucken lassen.
auch wenn es gesanglich diesmal etwas abzug gibt, kann man nach wie vor bewundern, wie mutig und wahnsinnig unbekümmert esperanza zu werke geht.
deshalb: platte kaufen, kaffee eingießen und genießen.