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Chakuza

 

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Chakuza4ever

Der heutige Abend in Hamburg wird großartig! LEIDER AUSVERKAUFT!


Biografie

Wenn man gleich zu Beginn der Biografie von Chakuza davon spricht, dass er sich selbst gefunden hat, dann soll das nicht den Anschein einer kitschig-spirituellen Ich-Werdung haben - es soll genau so verstanden werden, wie es gemeint ist: nämlich eine Selbstfindung. Nicht mehr, nicht weniger. Es ist die Befreiung von den künstlichen Posen und dem Gangstergetue, hin zu einem Menschen, der die Dinge beim Namen nennt, sich schutzlos allem entgegenstellt und letztendlich bei sich selbst angekommen ist. Dort, wo alles anfing.

Man stelle sich vor: Ein kleiner Junge, der von seinem Großvater in ... Lesen Sie mehr

Wenn man gleich zu Beginn der Biografie von Chakuza davon spricht, dass er sich selbst gefunden hat, dann soll das nicht den Anschein einer kitschig-spirituellen Ich-Werdung haben - es soll genau so verstanden werden, wie es gemeint ist: nämlich eine Selbstfindung. Nicht mehr, nicht weniger. Es ist die Befreiung von den künstlichen Posen und dem Gangstergetue, hin zu einem Menschen, der die Dinge beim Namen nennt, sich schutzlos allem entgegenstellt und letztendlich bei sich selbst angekommen ist. Dort, wo alles anfing.

Man stelle sich vor: Ein kleiner Junge, der von seinem Großvater in einer Holzschubkarre durch den Garten gezogen wird. „Hier, mein Enkelsohn, siehst du die Äpfel an den Bäumen? Und da drüben: die Zöglinge. Ich habe sie gepflanzt, da warst du gerade drei Jahre.“ Eine Welt, umzäunt von den Gattern des Hofes. Ein Horizont bis zum Ende der großen Weide und nicht weiter. Am Abend, müde von all den Erlebnissen und Eindrücken des Tages, setzt der Junge sich an den massiven Holztisch in der Stube und beobachtet die Großmutter bei der Zubereitung des Abendessens.

Das klingt kitschig, wie die geschönten und fabulös fabulierten Geschichten aus einem tollen Buch – aber Peter Pangerl alias Chakuza ist so aufgewachsen. Auf dem Land. Er wird geboren, da sind die Eltern eigentlich noch zu jung, um selbst ein Kind großzuziehen. Und weil das Geld irgendwie rankommen muss, wächst der Junge kurzerhand bei den Großeltern auf. In einer Welt fernab der Großstadt. Probleme sind weit weg. Sorgen noch viel weiter, ja, gar nicht existent. Und dann prallt man plötzlich auf. Klatsch. Auf den harten Asphalt der Realität. Weil die Eltern sich trennen und diese Sicherheit, in der man sich seit jeher wähnte, plötzlich einen Knacks bekommen hat und plötzlich an allen Ecken und Enden aufplatzt, alles auf einen einprasselt und man einfach schutzlos dasteht und nicht anders kann, als es geschehen zu lassen.

In der Schule läuft es nicht so rund, Peter hängt mit den falschen Leuten rum. Seine Mutter sagt, der Junge solle sich endlich einen Job suchen. Also los: Automechaniker – ist nichts. Dann probiert Peter das mit dem Koch mal aus. Einfach so. Und bleibt dabei. Nach zwei Tagen Kartoffeln schälen will er mehr, als nur die Drecksarbeit machen. Er guckt den Großen über die Schulter. Mit 23 ist der Küchenchef, andere schauen zu ihm auf. Er gewinnt Wettbewerbe, kreiert immer neue Gerichte. Der Job macht Spaß, aber wächst ihm ob der großen Verantwortung irgendwann über den Kopf. Peter schliddert knapp am Burn-out vorbei. Was hilft, ist die Musik.

Schon während der Ausbildung liegt Peter nachts im Ausbildungsheim mit einem Ohr an seiner Stereoanlage und schreibt Texte. Rap gehört hat er schon immer. Auf „Yo, MTV Raps!“ sieht er Cypress Hill, auf der Bravo Hits entdeckt er Naughty By Nature. Jede Woche fährt er bereits als Jugendlicher nach Linz und versucht, die neusten Veröffentlichungen aus Deutschland zu ergattern. Ohne die leiseste Ahnung, wie man einen Song aufnimmt, ja geschweige denn, wie man Musik macht, beginnt Peter selbst zu rappen. Er gibt sich den Namen Chakuza, lernt Big J und DJ Stickle kennen und man macht fortan als Verbale Systematik gemeinsam Musik. Das Trio macht sich einen Namen – keinen guten, wie Chakuza in der Rückblende feststellen muss. Aufgrund musikalischer Differenzen geht das Trio bald getrennte Wege. Chakuza und DJ Stickle machen von da an als Beatlefield weiter.

2005 drücken Stickle und Chakuza Bushido bei dessen Auftritt in Linz eine CD mit Beats in die Hand. Neben den Produktionen findet sich darauf auch ein Song von Chakuza. Es dauert Wochen, dann klingelt das Telefon. Ob man ein Studio habe, in dem Bushido sein nächstes Album produzieren könne. Haben die beiden nicht, schließlich nehmen sie ihre Songs bis dahin in einem kleinen Kellerraum auf. Sie sagen trotzdem Ja, leihen sich Geld und stampfen innerhalb weniger Monate ein komplettes Studio aus dem Boden. Von da an sind die beiden ein Teil von ersguterjunge, ziehen 2006 nach Berlin und zeichnen für zahlreiche Album- und Labelproduktionen verantwortlich. Chakuza geht mit Bushido auf Tour und ist auch als Solorapper erfolgreicher denn je.

Chakuza veröffentlicht im selben Jahr sein erstes Mixtape „Suchen & Zerstören“ und steigt sofort auf Platz 39 in die Charts ein. Ein Jahr später verkauft er von seinem Debütalbum „City Cobra“ gut 30.000 Stück in der ersten Woche und steigt auf Platz 10 der Charts ein - in einer Zeit, in der Plattenverkäufe noch etwas wert sind, wohlgemerkt. Sein harter Flow, die Überdosis an Punchlines und die markante Instrumentalisierung machen Chakuza binnen kürzester Zeit zu einem der angesagtesten MCs des Landes. Es folgen eine Nominierung für die MTV Music Awards und die Alben „Unter der Sonne“ und „Monster in mir“ . Beide gehen direkt in die Top10. Doch mit dem Album „Suchen & Zerstören 2“, das vom Label kaum beworben wird, endet der Höhenflug. Erste Gerüchte, mit Chakuza sei es vorbei, machen die Runde.

In der Hoffnung, den Trouble und Erwartungsdruck hinter sich zu lassen, zieht Chakuza zurück nach Linz. Doch zurück in der Heimat, erleidet ihn ein Schicksalsschlag nach dem anderen: erst stirbt seine Mutter, seinem Vater geht es nicht gut – und schließlich erkranken auch noch seine Großeltern. Und plötzlich bricht auch diese Welt mit all ihren scheinbar sicheren Konstanten in sich zusammen. Die Folge: ein großer Knall – und ein radikaler Schnitt. Freunde, die nie wirklich welche waren, werden ebenso aus dem Leben von Chakuza gestrichen, wie Geschäftspartner, die in Wirklichkeit zwar Geschäftsleute, aber nie Partner waren.

Wieder in Berlin soll es weitergehen mit der Musik. Chakuza schließt sich ein und produziert in Eigenregie ein neues Mixtape mit dem wunderschönen Namen „Magnolia“ – bei ersten Masteringsessions mit DJ Stickle und Co-Producer Steddy wird aber klar, dass da noch mehr geht. Aus dem Mixtape soll ein Album werden. Immer noch Rap, aber eigenständiger und musikalischer. Eine klare Abgrenzung zu dem inflationären Lieblosliedgut. Es folgen endlose Studiosessions, Soundfindungsphasen, Anspannung, Stress und Kopfzerbrechen.

Doch all das zahlt sich aus: Chakuza hat sich frei gemacht und ist wieder dort angelangt, wo er hingehört und herkommt: bei sich selbst. Die Gangster- und Straßenraprüstung hat er abgelegt und ist Mensch geworden. All diese Veränderungen, das sich-nackig-machen und endlich-man-selbst sein, hört man „Magnolia“ mit jeder Zeile an. Der innere Kampf mit sich selbst. Die dunklen Tage, die tiefen Abgründe und Schattenseiten. Das Leben in Linz, in Berlin, irgendwo dazwischen. Die Lichtblicke, Wünsche und Träume. Kurzum: all die Erlebnisse und Eindrücke, die einen Mann in den Dreißigern beschäftigen, im Klammergriff halten und beflügeln. Erfahrungen, die für den Zuhörer nachzuleben sind in den Worten eines einzigartigen Erzählers. Das alles macht „Magnolia“ zu Chakuzas bisher besten Album.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Wenn man gleich zu Beginn der Biografie von Chakuza davon spricht, dass er sich selbst gefunden hat, dann soll das nicht den Anschein einer kitschig-spirituellen Ich-Werdung haben - es soll genau so verstanden werden, wie es gemeint ist: nämlich eine Selbstfindung. Nicht mehr, nicht weniger. Es ist die Befreiung von den künstlichen Posen und dem Gangstergetue, hin zu einem Menschen, der die Dinge beim Namen nennt, sich schutzlos allem entgegenstellt und letztendlich bei sich selbst angekommen ist. Dort, wo alles anfing.

Man stelle sich vor: Ein kleiner Junge, der von seinem Großvater in einer Holzschubkarre durch den Garten gezogen wird. „Hier, mein Enkelsohn, siehst du die Äpfel an den Bäumen? Und da drüben: die Zöglinge. Ich habe sie gepflanzt, da warst du gerade drei Jahre.“ Eine Welt, umzäunt von den Gattern des Hofes. Ein Horizont bis zum Ende der großen Weide und nicht weiter. Am Abend, müde von all den Erlebnissen und Eindrücken des Tages, setzt der Junge sich an den massiven Holztisch in der Stube und beobachtet die Großmutter bei der Zubereitung des Abendessens.

Das klingt kitschig, wie die geschönten und fabulös fabulierten Geschichten aus einem tollen Buch – aber Peter Pangerl alias Chakuza ist so aufgewachsen. Auf dem Land. Er wird geboren, da sind die Eltern eigentlich noch zu jung, um selbst ein Kind großzuziehen. Und weil das Geld irgendwie rankommen muss, wächst der Junge kurzerhand bei den Großeltern auf. In einer Welt fernab der Großstadt. Probleme sind weit weg. Sorgen noch viel weiter, ja, gar nicht existent. Und dann prallt man plötzlich auf. Klatsch. Auf den harten Asphalt der Realität. Weil die Eltern sich trennen und diese Sicherheit, in der man sich seit jeher wähnte, plötzlich einen Knacks bekommen hat und plötzlich an allen Ecken und Enden aufplatzt, alles auf einen einprasselt und man einfach schutzlos dasteht und nicht anders kann, als es geschehen zu lassen.

In der Schule läuft es nicht so rund, Peter hängt mit den falschen Leuten rum. Seine Mutter sagt, der Junge solle sich endlich einen Job suchen. Also los: Automechaniker – ist nichts. Dann probiert Peter das mit dem Koch mal aus. Einfach so. Und bleibt dabei. Nach zwei Tagen Kartoffeln schälen will er mehr, als nur die Drecksarbeit machen. Er guckt den Großen über die Schulter. Mit 23 ist der Küchenchef, andere schauen zu ihm auf. Er gewinnt Wettbewerbe, kreiert immer neue Gerichte. Der Job macht Spaß, aber wächst ihm ob der großen Verantwortung irgendwann über den Kopf. Peter schliddert knapp am Burn-out vorbei. Was hilft, ist die Musik.

Schon während der Ausbildung liegt Peter nachts im Ausbildungsheim mit einem Ohr an seiner Stereoanlage und schreibt Texte. Rap gehört hat er schon immer. Auf „Yo, MTV Raps!“ sieht er Cypress Hill, auf der Bravo Hits entdeckt er Naughty By Nature. Jede Woche fährt er bereits als Jugendlicher nach Linz und versucht, die neusten Veröffentlichungen aus Deutschland zu ergattern. Ohne die leiseste Ahnung, wie man einen Song aufnimmt, ja geschweige denn, wie man Musik macht, beginnt Peter selbst zu rappen. Er gibt sich den Namen Chakuza, lernt Big J und DJ Stickle kennen und man macht fortan als Verbale Systematik gemeinsam Musik. Das Trio macht sich einen Namen – keinen guten, wie Chakuza in der Rückblende feststellen muss. Aufgrund musikalischer Differenzen geht das Trio bald getrennte Wege. Chakuza und DJ Stickle machen von da an als Beatlefield weiter.

2005 drücken Stickle und Chakuza Bushido bei dessen Auftritt in Linz eine CD mit Beats in die Hand. Neben den Produktionen findet sich darauf auch ein Song von Chakuza. Es dauert Wochen, dann klingelt das Telefon. Ob man ein Studio habe, in dem Bushido sein nächstes Album produzieren könne. Haben die beiden nicht, schließlich nehmen sie ihre Songs bis dahin in einem kleinen Kellerraum auf. Sie sagen trotzdem Ja, leihen sich Geld und stampfen innerhalb weniger Monate ein komplettes Studio aus dem Boden. Von da an sind die beiden ein Teil von ersguterjunge, ziehen 2006 nach Berlin und zeichnen für zahlreiche Album- und Labelproduktionen verantwortlich. Chakuza geht mit Bushido auf Tour und ist auch als Solorapper erfolgreicher denn je.

Chakuza veröffentlicht im selben Jahr sein erstes Mixtape „Suchen & Zerstören“ und steigt sofort auf Platz 39 in die Charts ein. Ein Jahr später verkauft er von seinem Debütalbum „City Cobra“ gut 30.000 Stück in der ersten Woche und steigt auf Platz 10 der Charts ein - in einer Zeit, in der Plattenverkäufe noch etwas wert sind, wohlgemerkt. Sein harter Flow, die Überdosis an Punchlines und die markante Instrumentalisierung machen Chakuza binnen kürzester Zeit zu einem der angesagtesten MCs des Landes. Es folgen eine Nominierung für die MTV Music Awards und die Alben „Unter der Sonne“ und „Monster in mir“ . Beide gehen direkt in die Top10. Doch mit dem Album „Suchen & Zerstören 2“, das vom Label kaum beworben wird, endet der Höhenflug. Erste Gerüchte, mit Chakuza sei es vorbei, machen die Runde.

In der Hoffnung, den Trouble und Erwartungsdruck hinter sich zu lassen, zieht Chakuza zurück nach Linz. Doch zurück in der Heimat, erleidet ihn ein Schicksalsschlag nach dem anderen: erst stirbt seine Mutter, seinem Vater geht es nicht gut – und schließlich erkranken auch noch seine Großeltern. Und plötzlich bricht auch diese Welt mit all ihren scheinbar sicheren Konstanten in sich zusammen. Die Folge: ein großer Knall – und ein radikaler Schnitt. Freunde, die nie wirklich welche waren, werden ebenso aus dem Leben von Chakuza gestrichen, wie Geschäftspartner, die in Wirklichkeit zwar Geschäftsleute, aber nie Partner waren.

Wieder in Berlin soll es weitergehen mit der Musik. Chakuza schließt sich ein und produziert in Eigenregie ein neues Mixtape mit dem wunderschönen Namen „Magnolia“ – bei ersten Masteringsessions mit DJ Stickle und Co-Producer Steddy wird aber klar, dass da noch mehr geht. Aus dem Mixtape soll ein Album werden. Immer noch Rap, aber eigenständiger und musikalischer. Eine klare Abgrenzung zu dem inflationären Lieblosliedgut. Es folgen endlose Studiosessions, Soundfindungsphasen, Anspannung, Stress und Kopfzerbrechen.

Doch all das zahlt sich aus: Chakuza hat sich frei gemacht und ist wieder dort angelangt, wo er hingehört und herkommt: bei sich selbst. Die Gangster- und Straßenraprüstung hat er abgelegt und ist Mensch geworden. All diese Veränderungen, das sich-nackig-machen und endlich-man-selbst sein, hört man „Magnolia“ mit jeder Zeile an. Der innere Kampf mit sich selbst. Die dunklen Tage, die tiefen Abgründe und Schattenseiten. Das Leben in Linz, in Berlin, irgendwo dazwischen. Die Lichtblicke, Wünsche und Träume. Kurzum: all die Erlebnisse und Eindrücke, die einen Mann in den Dreißigern beschäftigen, im Klammergriff halten und beflügeln. Erfahrungen, die für den Zuhörer nachzuleben sind in den Worten eines einzigartigen Erzählers. Das alles macht „Magnolia“ zu Chakuzas bisher besten Album.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Wenn man gleich zu Beginn der Biografie von Chakuza davon spricht, dass er sich selbst gefunden hat, dann soll das nicht den Anschein einer kitschig-spirituellen Ich-Werdung haben - es soll genau so verstanden werden, wie es gemeint ist: nämlich eine Selbstfindung. Nicht mehr, nicht weniger. Es ist die Befreiung von den künstlichen Posen und dem Gangstergetue, hin zu einem Menschen, der die Dinge beim Namen nennt, sich schutzlos allem entgegenstellt und letztendlich bei sich selbst angekommen ist. Dort, wo alles anfing.

Man stelle sich vor: Ein kleiner Junge, der von seinem Großvater in einer Holzschubkarre durch den Garten gezogen wird. „Hier, mein Enkelsohn, siehst du die Äpfel an den Bäumen? Und da drüben: die Zöglinge. Ich habe sie gepflanzt, da warst du gerade drei Jahre.“ Eine Welt, umzäunt von den Gattern des Hofes. Ein Horizont bis zum Ende der großen Weide und nicht weiter. Am Abend, müde von all den Erlebnissen und Eindrücken des Tages, setzt der Junge sich an den massiven Holztisch in der Stube und beobachtet die Großmutter bei der Zubereitung des Abendessens.

Das klingt kitschig, wie die geschönten und fabulös fabulierten Geschichten aus einem tollen Buch – aber Peter Pangerl alias Chakuza ist so aufgewachsen. Auf dem Land. Er wird geboren, da sind die Eltern eigentlich noch zu jung, um selbst ein Kind großzuziehen. Und weil das Geld irgendwie rankommen muss, wächst der Junge kurzerhand bei den Großeltern auf. In einer Welt fernab der Großstadt. Probleme sind weit weg. Sorgen noch viel weiter, ja, gar nicht existent. Und dann prallt man plötzlich auf. Klatsch. Auf den harten Asphalt der Realität. Weil die Eltern sich trennen und diese Sicherheit, in der man sich seit jeher wähnte, plötzlich einen Knacks bekommen hat und plötzlich an allen Ecken und Enden aufplatzt, alles auf einen einprasselt und man einfach schutzlos dasteht und nicht anders kann, als es geschehen zu lassen.

In der Schule läuft es nicht so rund, Peter hängt mit den falschen Leuten rum. Seine Mutter sagt, der Junge solle sich endlich einen Job suchen. Also los: Automechaniker – ist nichts. Dann probiert Peter das mit dem Koch mal aus. Einfach so. Und bleibt dabei. Nach zwei Tagen Kartoffeln schälen will er mehr, als nur die Drecksarbeit machen. Er guckt den Großen über die Schulter. Mit 23 ist der Küchenchef, andere schauen zu ihm auf. Er gewinnt Wettbewerbe, kreiert immer neue Gerichte. Der Job macht Spaß, aber wächst ihm ob der großen Verantwortung irgendwann über den Kopf. Peter schliddert knapp am Burn-out vorbei. Was hilft, ist die Musik.

Schon während der Ausbildung liegt Peter nachts im Ausbildungsheim mit einem Ohr an seiner Stereoanlage und schreibt Texte. Rap gehört hat er schon immer. Auf „Yo, MTV Raps!“ sieht er Cypress Hill, auf der Bravo Hits entdeckt er Naughty By Nature. Jede Woche fährt er bereits als Jugendlicher nach Linz und versucht, die neusten Veröffentlichungen aus Deutschland zu ergattern. Ohne die leiseste Ahnung, wie man einen Song aufnimmt, ja geschweige denn, wie man Musik macht, beginnt Peter selbst zu rappen. Er gibt sich den Namen Chakuza, lernt Big J und DJ Stickle kennen und man macht fortan als Verbale Systematik gemeinsam Musik. Das Trio macht sich einen Namen – keinen guten, wie Chakuza in der Rückblende feststellen muss. Aufgrund musikalischer Differenzen geht das Trio bald getrennte Wege. Chakuza und DJ Stickle machen von da an als Beatlefield weiter.

2005 drücken Stickle und Chakuza Bushido bei dessen Auftritt in Linz eine CD mit Beats in die Hand. Neben den Produktionen findet sich darauf auch ein Song von Chakuza. Es dauert Wochen, dann klingelt das Telefon. Ob man ein Studio habe, in dem Bushido sein nächstes Album produzieren könne. Haben die beiden nicht, schließlich nehmen sie ihre Songs bis dahin in einem kleinen Kellerraum auf. Sie sagen trotzdem Ja, leihen sich Geld und stampfen innerhalb weniger Monate ein komplettes Studio aus dem Boden. Von da an sind die beiden ein Teil von ersguterjunge, ziehen 2006 nach Berlin und zeichnen für zahlreiche Album- und Labelproduktionen verantwortlich. Chakuza geht mit Bushido auf Tour und ist auch als Solorapper erfolgreicher denn je.

Chakuza veröffentlicht im selben Jahr sein erstes Mixtape „Suchen & Zerstören“ und steigt sofort auf Platz 39 in die Charts ein. Ein Jahr später verkauft er von seinem Debütalbum „City Cobra“ gut 30.000 Stück in der ersten Woche und steigt auf Platz 10 der Charts ein - in einer Zeit, in der Plattenverkäufe noch etwas wert sind, wohlgemerkt. Sein harter Flow, die Überdosis an Punchlines und die markante Instrumentalisierung machen Chakuza binnen kürzester Zeit zu einem der angesagtesten MCs des Landes. Es folgen eine Nominierung für die MTV Music Awards und die Alben „Unter der Sonne“ und „Monster in mir“ . Beide gehen direkt in die Top10. Doch mit dem Album „Suchen & Zerstören 2“, das vom Label kaum beworben wird, endet der Höhenflug. Erste Gerüchte, mit Chakuza sei es vorbei, machen die Runde.

In der Hoffnung, den Trouble und Erwartungsdruck hinter sich zu lassen, zieht Chakuza zurück nach Linz. Doch zurück in der Heimat, erleidet ihn ein Schicksalsschlag nach dem anderen: erst stirbt seine Mutter, seinem Vater geht es nicht gut – und schließlich erkranken auch noch seine Großeltern. Und plötzlich bricht auch diese Welt mit all ihren scheinbar sicheren Konstanten in sich zusammen. Die Folge: ein großer Knall – und ein radikaler Schnitt. Freunde, die nie wirklich welche waren, werden ebenso aus dem Leben von Chakuza gestrichen, wie Geschäftspartner, die in Wirklichkeit zwar Geschäftsleute, aber nie Partner waren.

Wieder in Berlin soll es weitergehen mit der Musik. Chakuza schließt sich ein und produziert in Eigenregie ein neues Mixtape mit dem wunderschönen Namen „Magnolia“ – bei ersten Masteringsessions mit DJ Stickle und Co-Producer Steddy wird aber klar, dass da noch mehr geht. Aus dem Mixtape soll ein Album werden. Immer noch Rap, aber eigenständiger und musikalischer. Eine klare Abgrenzung zu dem inflationären Lieblosliedgut. Es folgen endlose Studiosessions, Soundfindungsphasen, Anspannung, Stress und Kopfzerbrechen.

Doch all das zahlt sich aus: Chakuza hat sich frei gemacht und ist wieder dort angelangt, wo er hingehört und herkommt: bei sich selbst. Die Gangster- und Straßenraprüstung hat er abgelegt und ist Mensch geworden. All diese Veränderungen, das sich-nackig-machen und endlich-man-selbst sein, hört man „Magnolia“ mit jeder Zeile an. Der innere Kampf mit sich selbst. Die dunklen Tage, die tiefen Abgründe und Schattenseiten. Das Leben in Linz, in Berlin, irgendwo dazwischen. Die Lichtblicke, Wünsche und Träume. Kurzum: all die Erlebnisse und Eindrücke, die einen Mann in den Dreißigern beschäftigen, im Klammergriff halten und beflügeln. Erfahrungen, die für den Zuhörer nachzuleben sind in den Worten eines einzigartigen Erzählers. Das alles macht „Magnolia“ zu Chakuzas bisher besten Album.

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