Die Debatte, ob da Jazz erschallt oder aus welcher Schublade diese Töne kommen, kann man getrost jenen überlassen, die sich das Ohr durch ihr Ablageproblem verstopfen lassen. Hinsetzen, Beine hoch lagern, sich in diesen Sound einwickeln und von dieser leicht melancholischen, ausdruckstarken Stimme umgarnen lassen und ob der eigenwilligen Texte aufhorchen, die so wenig mit dem zu tun haben, was die meisten globalisierten Radios in die Welt plärren. Kurz, geniessen ist hier angezeigt. Zwar ist unüberhörbar, dass dieses Werk aus der Wesseltoftschen Küche kommt, doch die überladene Elektronik, die das Schaffen des Jazzland-Chefs zuweilen zu erdrücken droht, wurde hier ziemlich abgerüstet und bringt Beady Belle zum Fliegen (als Ballon, wie ein Song verheisst).