Ceremony war eine der ersten Scheiben, auf der eine Symbiose zwischen zwei Musik-Genres angestrebt wurde. Wer z.B. die ersten Produktionen von "East meets West" kennt, bei denen u.a. Menuhin und Shankar eine Annäherung der indisch-europäischen Musik versuchten, weiß, das solche Pioniertaten recht hölzern und holprig klingen können. Auch bei Ceremony führen Rock- und elektronische Klänge eine Eigenleben und zu einer gelungenen Symbiose kommt es nicht. Trotzdem ist Musik heute für mich besser zu hören als bei Erscheinen der LP Anfang der siebziger Jahre. Ein Hörgenuss will sich aber auch heute nicht so recht einstellen. Ceremony ist für mich eine interessante Dokumentation eines Experiments und Mike Harrison war immer ein geiler Sänger, daran konnten auch die seltsamen Klänge von Pierre Henry nichts ändern.