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Gautier Capuçon Audio CD
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Musik

Bild des Albums von Gautier Capuçon

Fotos

Abbildung von Gautier Capuçon

Biografie

Der Cellist Gautier Capuçon gehört zu den absoluten Klassik-Topstars unserer Zeit. Seine im Januar 2009 vorgelegte Einspielung des berühmten Cellokonzerts von Antonín Dvorák, gekoppelt mit Victor Herberts zweitem Cellokonzert (ein kaum bekannter Zeitgenosse Dvoráks), fand bei der Deutschen Phonoakademie besondere Beachtung. Im Oktober wird der Musiker dafür mit einem ECHO Klassik in der Kategorie… Lesen Sie mehr im Gautier Capuçon-Shop

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Produktinformation

  • Komponist: Antonin Dvorak, Victor Herbert
  • Audio CD (30. Januar 2009)
  • SPARS-Code: DDD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Virgin Classics (EMI)
  • ASIN: B001JJYEGC
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 37.357 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. 1. Allegro
2. 2. Adagio, ma non troppo
3. 3. Finale: Allegro moderato
4. 1. Allegro impetuoso
5. 2. Andante tranquillo
6. 3. Allegro
7. (keine Angaben)

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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von vully TOP 100 REZENSENT
Format:Audio CD
Bitte lassen Sie sich nicht von den etwas kitschigen und eitlen Fotos des Solisten auf dem Cover blenden. Gautier Capucon ist keiner jener jungen Klassikstars, die ihre Karriere nur ihrer Attraktivität zu verdanken haben:

Er verfügt über einen hell leuchtenden, klaren, aber nicht körperlosen Cello-Ton bei spieltechnischer Souveränität. Seine natürliche Phrasierung, die sparsame Verwendung des Vibratos erinnern fast an menschlichen Gesang und zeigen, dass er offenbar auch einiges von der Entwicklung der historisch informierten Aufführungspraxis mitbekommen hat. Seine Interpretation ist in sich logisch, spannend und neu, ohne gewollt originell zu klingen.

Dabei hat Capucon einen kongenialen Partner in Paavo Järvi, einem der derzeit interessantesten Dirigenten des klassisch-romantischen Repertoires. Järvi lässt das RSO Frankfurt (dessen Chefdirigent er ist) mit einer nie gehörten Stringenz und Durchsichtigkeit musizieren, ohne die dramatischen Momente zu vernachlässigen. Er dirigiert Dvorak in der Tradition von Beethoven, Mendelssohn und Brahms und deckt dabei musikalische Details auf, die sonst meist im Orchesterfortissimo untergehen. Bei aller Strenge lässt er aber Capucon die Freiheit, seine Solostimme quasi zu erzählen.

Durch diesen Zugang verliert das Werk einiges an romantischer Schwerblütigkeit und gewinnt eine große Frische und Natürlichkeit, wird fast zur Naturerfahrung.

Man mag die Eleganz eines Pierre Fournier vermissen oder die schiere Klangmacht eines Rostropovitch. Capucons frische Souveränität vor Järvis Klarheit hat allemal ihre ganz eigene Berechtigung - eine moderne, erfrischende Aufnahme.

Die Ergänzung durch das - ebenfalls ausgezeichnet musizierte - Cellokonzert des irisch-amerikanischen Komponisten Victor Herbert ist zumindest origineller als die beliebte Kombination mit Tschaikowskis Rokoko-Variationen, zumal beide Werke fast zur selben Zeit entstanden sind. Herbert war 18 Jahre jünger als Dvorak und eigentlich vor allem als Operetten-Komponist bekannt. Bei seinem sperrigen Konzert hat man den Eindruck, als habe er es extra besonders "ernst" komponieren wollen und dabei die Leichtigkeit vergessen - ein interessantes Werk, aber lange nicht so mitreißend wie Dvoraks Welterfolg.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehr empfehlenswert! 4. August 2010
Von Tobias Fabian-Krause TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
Im wesentlichen möchte ich mit dieser Rezension meine Zustimmung zur Rezension von "vully vully" zum Ausdruck bringen, denn er hat Recht:

- Capucon spielt kraftvoll, ausdrucksstark und uneitel, reicht vielleicht nicht ganz an Rostropovitchs Kraft und Präsenz heran, braucht aber sonst keinen mir bekannten Vergleich zu scheuen

- Järvi und das Orchester verbinden Kraft mit Transparenz und Zusammenspiel, womit sie Karajans (solide) Leistung auf der Rostropovitch-Aufnahme aus meiner Sicht überflügeln. Klar, Karajan hielt Transparenz nicht unbedingt für ein Gütekriterium und kultivierte sein Ineinanderfließen der Instrumente. Ich will Karajan nicht vorwerfen, er habe wie Karajan dirigiert, sondern Järvi ausdrücklich dafür loben, dass er sich einem für Dvorak adäquateren Klangideal verschrieben hat.

Widersprechen möchte ich dem Vorrezensenten bei vom Konzert von Victor Herbert: okay, ja, es kann sich nicht mit Dvorak messen. Aber das ist natürlich eine harte Konkurrenz. Ich persönlich finde die Einspielung des Herbert-Konzerts als Bereicherung und möchte es deswegen schon wegen des Repertoire-Werts loben. Auch an sich ist es ausdrucksvolles, durchaus lebendiges Konzert, souverän und mit großem Können von Capucon und dem Orchester dargeboten. Sicher nicht vorderstes Vorderfeld der Cello-Literatur, aber eine willkommene Ergänzung.

Insgesamt eine herausragende Interpretation von Dvoraks Opus 104 und eine spannende Erzänzung des auf CD gebannten Cello-Repertoires durch das Herbert-Concerto. Sehr empfehlenswerte CD!
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