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Vor allem die romantische Literatur kam dem Temperament von Jacqueline du Pré entgegen: 1967, auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, entstand die Aufnahme des Cellokonzerts von Antonin Dvorák. Am Pult des Schwedischen Radiosinfonieorchesters stand damals Maestro Sergiu Celibidache, bekannt für seine pedantische Probenarbeit. Auffallend die künstlerischen Freiheiten, die sich die Cellistin immer wieder nahm. Langsame Stellen spielte sie besonders langsam. Die dabei entstehenden Temposchwankungen verlaufen jedoch natürlich. Im Forte warf sie den Bogen überschwänglich auf die Saiten, was bisweilen auf Kosten des Klangs ging.
Das Konzert von 1971 mit dem Cellokonzert von Camille Saint-Saens dürfte der letzte große Auftritt Jacqueline du Prés gewesen sein. Daniel Barenboim dirigierte das Philadelphia Orchestra. Auch hier strotzt ihr Spiel nur so vor Vitalität. Besonders auf den tiefen Saiten begeistert mich ihr saftiger voller Ton, der nie an Intensität verliert. Die Kantilenen singt sie mit dem Cello im wahrsten Sinne des Wortes.
Die CD mit den Cellokonzerten von Saint-Saens und Dvorák ist eine späte Hommage an eine wunderbare Musikerin. Natürlich kann man bei genauem Hinhören in beiden Kompositionen Stellen finden, in denen die Intonation getrübt ist oder ein Lagenwechsel ungleichmäßig verläuft. Doch die Leidenschaft und Spontaneität, mit der Jacqueline du Pré an die Musik ging, ist einmalig. Welch unbändige Musizierlust! --Beatrix Gillmann
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Beeindrucken und erschütternd,
Von
Rezension bezieht sich auf: Cellokonzert 1 / H-Moll (Audio CD)
Es gibt leider nur wenige Aufnahmen, denen es wirklich gelingt zumindest einen Teil der Magie eines Konzertes einzufangen.Dies hier ist eine dieser wenigen Glücksfälle. Da Du Pre zur Zeit der beiden Aufführungen bereits stark von ihrer heimtückischen Krankheit angegriffen war und sie wohl ahnte, dass ihr nicht mehr viel Zeit als Muskerin beschieden sein wird, spielt sie die beiden hier verweigten Konzerte so, als müsse sie nochmals alles, was in Ihren Kräften steckt aus sich heraus holen. Ein beeindruckendes Musikerlebnis, das durch den einstmals sehr fairen Preis noch zusätzlich an Reiz gewann. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Herausragende Interpretationen,
Rezension bezieht sich auf: Cellokonzert 1 / H-Moll (Audio CD)
Noch nie habe ich derart beeindruckende Interpretationen dieser beiden Konzerte gehört!Nach dem ersten Mal anhören - ich hatte da noch keine Ahnung vom Schicksal von Frau DuPré - hatte ich das Gefühl, dass diese Cellistin spielt, als ob es um ihr Leben ginge. War wohl auch so. Ich möchte keinen Ton und kein Nebengeräusch dieser beiden Konzerte missen(außer die Husterei im Saint-Saens-Konzert) - Ungereimtheiten gehören nun mal zum Leben im Konzertsaal und auf der Bühne! Ein Glücksfall sind auch die beiden Orchester und ihre Dirigenten - allererste Sahne, auch wenn die Aufnahmetechniken in den späten sechziger-Jahren noch nicht so perfekt (kalt) und digital waren. Celibidache auf Tonträger hören zu können, stellt schon allein eine Besonderheit dar, die nicht hoch genug geschätzt werden kann! Mir persönlich gefällt auf der CD allerdings die Interpretation des SaintSaens-Konzerts unter Barenboim noch eine Nuance besser als das Dvorák-Konzert mit Celibidache - ich habe den Eindruck, dass hier noch viel mehr Seele mit im Spiel ist, und dass die Zusammenarbeit zwischen Solistin, Orchester und Dirigenten noch viel intimer aufeinander abgestimmt klingt. Insgesamt ein Meisterwerk, das sich unbedingt lohnt, öfters genossen zu werden! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
SEELE, EMOTION, WERKGETREUE INTERPRETATION,
Von Brasier "pappageno" (BERLIN) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER)
Rezension bezieht sich auf: Cellokonzert 1 / H-Moll (Audio CD)
LIVE IST FÜR BESEELTES SPIEL, IMMER BESSER ALS STUDIO!währe hier der Zweite Titel gewesen, zwei Live Mitschnitte die der Nachwelt erzählen das ein Emotionales Spiel, wenn Solisten, Orchester und Dirigenten zusammenkommen, die miteinander eine Beziehung aufbauen, dem Werk dienen dabei Meilensteine der INTERPRETATION in die Klassik Welt legen die man schwer übertreffen kann. Referenzen eben. Ich habe beide werke mit Du Pré in der schon Genialen Studio Interpretation möchte auch diese nicht missen. Jedoch bleiben diese beiden Mitschnitte meine Präferenz Was der interpretation Du Prés wegen ihrer Gesundheitlichen Probleme angedeutet wird- weise ich vorweg ab. Wer diese Künstlerin verfolgte, lernte sie hat in allen Fasen ihres Künstlerischen Lebens immer wieder mit "Seele" gespielt, dem Werk gedient. Alle - aber auch Alle zugänglichen Aufnahmen dieser aussergewöhnlichen Interpretin bezeichnen diese Emotionalität. Gehört einfach in jede Sammlung Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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