Juan schaut sich das Gefängnis an, in dem er ab dem kommenden Tag arbeiten soll. Als ein Stück Verputz von der Decke fällt und ihn verletzt, legen seine zukünftigen Kollegen ihn in die freie Zelle 211. Zur gleichen Zeit bricht eine Revolte los - Juan ist gefangen, zieht sich blitzschnell Uhr, Schnürsenkel und Gürtel aus, versenkt diese im Klo und machst das Klügste was er in diesem Moment tun kann: er gibt sich als Mitgefangener aus, was ihn rettet. Der Anführer im Hochsicherheitstrakt, Malamadre, mag Juan und dieser gerät zwischen die Fronten, da Malamadre 3 ETA-Insassen als Geiseln nimmt, um die Regierung zu erpressen...Gleichzeitig versucht die im sechsten Monat schwangere Frau von Juan Kontakt mit ihm aufzunehmen...
Der spanische Film "Cell 211" ist nicht nur hochspannend, sondern auch klug und kontrovers. Die Grenzen zwischen Gefangenen, Polizisten, Regierung, Sondereinsatz-Kommando, persönlichen Schicksalen der Gefangenen und Wärter verschwimmen, und es findet keine Schwarz-Weiß-Malerei statt, da weder die Gefangenen romantisiert noch der Staat als fehlerlos dargestellt werden. Die beiden Hauptdarsteller Luis Tosar und Alberto Ammann sind unglaublich gut, die anderen Mitspieler hinterlassen ebenfalls einen guten und bleibenden (und teilweise furchteinflößenden) Eindruck. Die Story durchläuft mehrere Twists und am Schluß der Geschichte hat man das Gefühl, so etwas wie eine gehaltvolle Achterbahnfahrt (wenn es so was denn gibt...) erlebt zu haben.
Der Film beruht auf der Geschichte von dem Buch "Celda 211" von Francisco Pérez Gandul. Er hat in Spanien 8 Goyas (das ist so etwas wie der spanische Oscar) bekommen und war für 7 weitere nominiert.
Neben einigen Bonus-Features fällt vor allem das sehr ausführlich und gut gemachte, informative Making Of auf.
"Cell 211" ist einer der besten Filme die ich in diesem Jahr gesehen habe, und ich kann überhaupt nicht verstehen, daß er in Deutschland nicht zu einem Kino-Einsatz gekommen ist.