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Celibidache 1: Sinfonien
 
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Celibidache 1: Sinfonien [Box-Set]

Sergiu Celibidache Audio CD
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Komponist: Haydn, Mozart, Beethoven, Brahms
  • Audio CD (21. Oktober 2011)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 14
  • Format: Box-Set
  • Label: EMI Classics (EMI)
  • ASIN: B005HYNCQ8
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 67.279 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Als der Dirigent Sergiu Celebidache im August 1996 verstarb, verlor die Welt nicht nur einen der größten Musiker des 20. Jahrhunderts, sondern auch einen der eigenwilligsten. „Celi“, wie ihn Freunde und Fans noch immer liebevoll nennen, boykottierte die Schallplatte. Musik war für ihn ein unwiederholbares Erlebnis, an dessen Einmaligkeit Musiker und Zuhörer im Kon-zertsaal gleichermaßen teilhaben. Den Großteil von Celibidaches raren Aufnahmen verdanken wir Live-Mitschnit-ten, die erst 1997 nach dem Tode des Maestro veröffentlicht wurden und nun anlässlich seines 100. Geburtstags (11. 7. 2012) eine Neuauflage erleben.
Es sind die großartigen Dokumente von Celibidaches Zusammenarbeit mit den Münchner Philharmonikern, die hier versammelt sind - und die bis 1997 unter Verschluss blieben. Ab 1979 bis zu seinem Tod 1996 entwickelte der Dirigent als Chef der Münchner Philharmoniker seinen eigenwilligen, von philosophischer Tiefe und einer besonderen Klang- und Tempo-Empfindung geprägten Spätstil. Und das in einer besonders weiträumigen Repertoirepalette: Neben Sinfonik von Haydn, Beethoven, Brahms und Schubert sind sieben Sinfonien von Bruckner enthalten – des Komponisten, dessen Existenz Celibidache als „größtes Geschenk Gottes“ bezeichnete. Von der Architektonik dieser Musik spannt sich der Bogen über Sakralmusik von Mozart, Verdi und Fauré bis zu Bachs Messe h-moll, zur großen russischen Romantik und Moderne sowie zur französischen Musik. Ein Höhepunkt ist auch der Mitschnitt einer Probensequenz zu Bartóks Konzert für Orchester.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Legendäre Aufnahmen 13. Februar 2012
Von Berli
Format:Audio CD
Die Aufnahmen sind hervorragend ausgewählt und besonders die Probenbeispiele liefern sehr authentische Bilder vom Menschen Celibidache. Leider entspricht die Qualität der Aufnahmen nicht immer audiophilen Ansprüchen; nicht nur hinsichtlich der Akustik im Gasteig.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Beim Wort genommen 19. April 2012
Format:Audio CD
Es gibt viele Vorurteile gegenüber diesen Konzert-Dokumenten aus der späten, reifsten Ära des rumänischen Dirigenten Sergiu Celibidache mit den Münchner Philharmonikern. Wer an gewohnten Vorstellungsmustern festhält, wird seine Schwierigkeiten damit haben. Wer einen mittleren Interpretationsstandard sucht, auch. Wer die Werke von ihrer energetischen Substanz, von der aus dem Harmonieverlauf geborenen Innenspannung erfahren will, wird nichts auch nur annähernd Vergleichbares finden.
Beethoven "beim Wort genommen" - nicht bei den Metronomangaben, auf deren geflissentliche Einhaltung alle pochen, die nicht hörend unterscheiden können, sondern einen äußerlichen Richtmaßstab brauchen, um sich entscheiden zu können, ob das nun "gut" oder "nicht gut" sei. Macht nichts, dann ist von mir aus auch böse oder auch nicht, Hauptsache es stimmt "aus sich selbst heraus". Endlich ein Tempo im ersten Satz der Siebenten, das nicht nur den Dreier-Rhythmus ermöglicht, sondern die Gegensätze von kurzen und gedehnten Notenwerten, die der Komponist explizit vorgeschrieben hat, ausführ- und hörbar werden lässt. Niemanden sonst scheint zu kümmern, ob der Rhythmus in diesem Satz auch nur annähernd stimmt. Oder das Scherzo der Neunten: Ja, hier ist das Trio ein Presto und damit eine spürbare Beschleunigung (bei gleicher Geschwindigkeit der ganzen Takte) gegenüber dem breiteren Haupttempo. Dafür, dass endlich die Proportionen stimmen, nehmen wahre Kenner gerne in Kauf, dass das Scherzo-Tempo langsamer ist, um die Beschleuging zum und im Trio zu ermöglichen. Vieles, vieles mehr ließe sich hervorheben, wie etwa der unendliche Fluss und die alles überschreitende Schönheit des großen Adagios der Neunten - mein Gott, was für einen unermesslichen Atem hatte dieser große Mann, und sein Orchester, solange er es dirigierte (und was für ein gewalttätig-billiger Abklatsch sind demgegenüber die Münchner Thielemann-Dokumente).
Auch die Symphonien von Schumann und Brahms (leider ohne die Frühlings-Symphonie) gewinnen nur von der organischen Gestaltungsweise Celibidache, von dieser unvergleichlichen Kombination von Eindeutigkeit und Flexibilität. Hat man sich erst einmal hineingehört in diesen vollendeten Kosmos zusammenhängender Gestaltung, so wirkt alles andere akademisch, mittelmäßig, blass und grob. Elegischer als sonst erklingt Celibidaches späte Münchner g-Moll-Symphonie von Mozart, Haydn strahlt bisweilen eine magische Todesnähe aus, und Schuberts große C-Dur-Symphonie dokumentiert höchste Spielkultur, selbst wenn das Orchester hier nicht seinen lebenssprühendsten Tag erwischt zu haben scheint. Woraus wir sehen können: Auch an schwächeren Tagen war man mit den unter Celibidache in differenziertester Probenarbeit erreichten Voraussetzungen immer noch turmhoch über allem Durchschnittsgetümmel der philharmonischen Internationale von Chicago bis Moskau. Das ist wahre und zeitlose Größe.Celibidache 1: Sinfonien
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